Jari-Matti Latvala (re.) und Miikka Anttila (li.) feierten ausgelassen ihren Sieg

Rallye 2012

— 13.02.2012

Latvala: "Dieser Sieg nimmt den Druck"

Sechster WM-Sieg und zweiter Triumph in Schweden: Jari-Matti Latvala hat nach der "Monte"-Enttäuschung zurückgeschlagen und ist wieder im Titelrennen

Jari-Matti Latvala hat nach dem Ausfall in Monte Carlo zurückgeschlagen und die Rallye Schweden zum zweiten Mal gewonnen. Drei Tage lang kämpfte der Ford-Pilot mit seinem finnischen Landsmann Mikko Hirvonen, der in diesem Jahr in einem Citroen sitzt, um den Sieg. Auch ein Reifenschaden kurz vor Schluss konnte Latvala nicht am Triumph hindern. In der WM hat sich der 26-Jährige zurückgemeldet. Sein Ziel in dieser Saison ist es, Weltmeister Sebastien Loeb herauszufordern. In der Pressekonferenz äußerten sich Latvala und sein Co-Pilot Miikka Anttila zu ihrem Schweden-Erfolg.

Frage: "Jari-Matti, Gratulation zu deinem sechsten Sieg und deinem zweiten in Schweden. Am Ende gab es noch einige Dramen zu bewältigen."
Jari-Matti Latvala: "Ich glaube, ich muss morgen ins Krankenhaus gehen und mein Herz checken lassen. Es ist jetzt besser. Es ist unglaublich, wie aufregend es werden kann. Wir hatten nach dem Samstag einen guten Vorsprung, aber dann änderte es sich plötzlich wie ein Wirbelsturm und unsere Führung betrug nur noch acht Sekunden. Ich wusste, er (Hirvonen; Anm. d. Red.) würde pushen und wir würden alles geben müssen. In Rammen holten wir vier Sekunden heraus - dann konnten wir etwas durchatmen."

Frage: "Bist du die 23. Prüfung mit maximaler Attacke gefahren?"
Latvala: "Ja. In Monte Carlo habe ich null Punkte geholt und Loeb hatte kein tolles Wochenende. Aus Punktesicht war es sehr wichtig und es herrschte großer Druck. Das Team hat viel gute Arbeit geleistet und ich durfte sie nicht enttäuschen. Ich musste es schaffen."

Frage: "Ist das die Wiedergutmachung für die 'Monte'-Enttäuschung?"
Latvala: "Natürlich. Es wäre anders, wenn ich in Monte Carlo Punkte gesammelt hätte. Wir müssen es vergessen. Dieser Sieg nimmt den Druck nach der Enttäuschung."

Frage: "Es ist der 50. Sieg der Partnerschaft zwischen M-Sport und Ford. Ist dir das bewusst?"
Latvala: "Du hast es gestern am Ende der Pressekonferenz erwähnt und ich meinte, dass ich nicht darüber nachdenken werde. Es war nicht in meinem Kopf. Darüber bin ich glücklich."

Frage: "Was ist dein Ziel in dieser Saison?"
Latvala: "Unser Ziel ist es, Citroen in der Marken- und Fahrerwertung herauszufordern. Ich bin bald 27 Jahre alt und habe mehr als 100 Rallyes bestritten. Ich muss in der Position sein um den Fahrertitel zu kämpfen. Es ist aber ein langes Jahr und es kann viel passieren. Wenn ich diese Jungs schlage, dann ist es okay."

Frage: "Miikka, wie war die Gemütslage im Auto, als der Reifenschaden passierte?"
Miikka Anttila: "Es war ein hektischer Moment, aber er verfiel nicht in Panik. Er ist so schnell er konnte weitergefahren. Er ist keine Risiken eingegangen und machte keine dummen Fehler. Ich freue mich sehr, dass er getan hat, was nötig war."

Frage: "Die Rallye ist für euch gut verlaufen."
Anttila: "Am Freitag machten uns Mikko und Jarmo einige Probleme, aber am Samstag konnten wir den Vorsprung vergrößern."

Frage: "Wie fühlte sich das Duell mit deinen ehemaligen Teamkollegen an?"
Anttila: "Im Vorjahr war es zwischen den Prüfungen langweilig die Abstimmung zu diskutieren. Jetzt macht es mehr Spaß."

Fotoquelle: xpb images

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