Die Rallye-WM nimmt für 2013 Kurs auf ein bis zwei neue Austragungsorte

Rallye 2012

— 17.02.2012

WRC: Diverse neue Märkte im Visier

Jarmo Mahonen, Präsident der WRC-Kommission, sieht für die kommende Saison ein bis zwei neue Rallyes im Kalender - Kostenfaktor entscheidend

FIA-Präsident Jean Todt hatte im Rahmen der Rallye Monte Carlo bereits angekündigt, dass er mit dem gegenwärtigen WRC-Kalender nicht unbedingt glücklich ist. Nach Meinung des Franzosen konzentriert sich die Rallye-WM derzeit zu stark auf Europa. "Man kann es nicht Weltmeisterschaft nennen, wenn zehn Rallyes in Europa und drei außerhalb Europas ausgetragen werden", findet Todt.

"Wir brauchen einen ausgewogeneren Kalender, aber das passiert nicht an einem Tag", ist sich der FIA-Präsident bewusst. Jarmo Mahonen, Präsident der WRC-Kommission, sieht es ähnlich. Ein Vorstoßen in neue Regionen müsse "Schritt für Schritt" geschehen, wie der Finne betont. "Verglichen mit 2011 und 2012 sehe ich für 2013 ein bis zwei neue Länder kommen", sagt Mahonen im Gespräch mit 'Autosport'.

In diesem Zusammenhang haben die Verantwortlichen verstärkt Events in Übersee auf dem Radar. "Wir wollen wieder eine Rallye in Afrika, eine in Russland und Asien haben", gibt FIA-Präsident Todt zu verstehen und fügt hinzu: "Wir müssen definitiv die Ausgewogenheit des Kalenders im Auge behalten."

Mahonen bläst ins gleiche Horn. "Es ist kein Geheimnis, dass wir unsere Fühler in Richtung neuer Märkte ausstrecken", sagt er und nennt "Brasilien und vielleicht Südafrika und China" als mögliche neue WRC-Austragungsorte. "Russland und Indien haben wir ebenfalls im Auge", so der WRC-Kommissionspräsident.

Kostenfaktor entscheidend

Knackpunkt an der Sache sind wie so oft die Kosten. Abgesehen von den Werksteams Citroen und Ford sind die in der WRC engagierten Teams nicht besonders scharf auf die kostenintensiven Übersee-Trips. "Wir müssen sehr vorsichtig sein, um die Gesamtkosten nicht steigen zu lassen", mahnt Mahonen und regt an: "Wenn wir eine Rallye in Übersee aufnehmen, dann muss sich das auf die Anzahl der Veranstaltungen im Kalender auswirken." Sprich: In Europa müssten WRC-Events weichen.

Nach Ansicht des Finnen gleicht die Gestaltung des Rennkalenders einem Puzzle. "Es ist daher zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich zu sagen, wie viele Rallyes wir im kommenden Jahr im Kalender haben werden", so der Finne, der sich lediglich zu einer groben Orientierung hinreißen lässt: "Ich würde sagen zwischen zehn und 13." In der laufenden Saison stehen zu dritten Mal in Folge 13 Rallyes auf dem Programm.

Fotoquelle: xpb.cc

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