Volkswagen ist zuversichtlich, dass bis 2013 ein neuer Promoter gefunden wird

Rallye 2012

— 11.05.2012

Promoterkrise: VW optimistisch

Die FIA arbeitet gemeinsam mit den Herstellern an der Lösung der Promoter-Krise und einer positiven Zukunft - VW-Motorsport-Direktor Jost Capito ist zuversichtlich

Nach wie vor gibt es keinen neuen Promoter für die Rallye-WM. Nachdem es zu Jahresbeginn noch turbulent zugegangen ist, läuft die Saison mittlerweile. Die Suche nach einem neuen Vermarkter geht unvermindert weiter. Der Automobilweltverband FIA und die Hersteller suchen gemeinsam nach Lösungen, um der WRC wieder zu der großen Aufmerksamkeit vergangener Tage zu ermöglichen. Im kommenden Jahr steigt Volkswagen ein. Vom Automobilgiganten aus Deutschland erhofft sich die Rallye-Szene einen neuen Schub. Wie die Vermarktung in der Zukunft genau aussehen wird, ist derzeit allerdings noch offen.

"Die Situation ist natürlich nicht wie gewünscht", sagt VW-Motorsport-Direktor Jost Capito. "Die FIA hat uns in dieser Woche auch Neuigkeiten übermittelt. Es ist im normalen Prozess und sie machen Fortschritte. Wir gehen davon aus, dass alles zur Zufriedenstellung läuft. Die Hersteller unterstützen die FIA dabei. Ich denke, dass es bis Saisonende geklärt ist und es eine zufriedenstellende Lösung gibt", ist der 53-Jährige zuversichtlich.

Zumindest in Europa ist die Formel 1 das große Zugpferd der medialen Berichterstattung. Die Rallye-WM ist zwar noch vorhanden, aber sie ist in der öffentlichen Wahrnehmung immer weiter zurückgerutscht. "Die Situation ist sicher nicht einfach, denn die Rallye-WM und die Formel 1 sind zwei unterschiedliche Sportarten."

"Ich bin der Meinung, dass man sich die Zeit nehmen muss, um es richtig zu machen, anstatt einen Schnellschuss zu machen", findet Capito. "Die FIA hat einen Vertrag mit der EBU, wo eine gewisse Fernsehvermarktung gesichert ist. Es muss aber sicher besser werden. Die FIA und die Hersteller ziehen an einem Strang. Wie das genau aussehen wird, ist noch zu früh zu sagen."

"Die Vorstellungen sind klar: In den Kernmärkten soll die WRC zu attraktiven und angemessenen Fernsehzeiten laufen. Die Veranstaltungen sollen auch auf einem Standard vermarktet werden, den eine Weltmeisterschaft haben sollte. Man arbeitet daran, aber die Details kann man sicher noch nicht definieren." Es sind auch Spekulationen aufgetaucht, wonach VW aufgrund der Promoterkrise sein Engagement überdenken könnte.

VW steht hinter dem Rallye-Projekt

Ford hat sich erst spät im vergangenen Dezember für die Weiterführung des WRC-Projekts entschieden. Gerard Quinn. Fords Motorsportchef für Europa, hatte im Zuge der Promoterkrise erklärt, dass sich Ford anders entschieden haben hätte können, wenn Convers Sports Initiatives und deren Tochter North One Sports früher pleite gegangen wären. Für VW stehen diese Überlegungen nicht zur Debatte. Das WRC-Projekt steht derzeit bis mindestens Ende 2015.

Daran wird auch nicht gerüttelt. "Ich sehe das nicht, weil ich denke, dass eine Lösung gefunden wird. Es ist wichtig, dass ein Promoter gefunden wird, der richtiges Interesse an der WRC zeigt und eine Strategie für die Weiterentwicklung hat. Ich bin zuversichtlich, dass das der Fall sein wird", wiederholt Capito. "Derzeit ist es für uns kein Problem, weil Volkswagen nicht in der WRC ist. Würde die gleiche Situation im nächsten Jahr vorherrschen, dann wäre es ein Problem. Wir arbeiten eng mit der FIA zusammen, um eine Lösung zu finden."

Trotz der Rallye Deutschland fristet die Rallye-WM hierzulande ein Schattendasein. Mercedes ist in der Formel 1 und in der DTM. Dazu ist BMW ebenfalls in die DTM zurückgekehrt. Audi ist neben der DTM noch auf der Langstrecke engagiert. Dazu gibt es einen gewissen Sebastian Vettel, der viel Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Was muss passieren, damit die WRC in Deutschland wieder populärer wird? "Die Basis dazu ist ein großer deutscher Hersteller. Der Boom hat damals angefangen, als Audi eingestiegen ist", erinnert sich Capito an die Zeiten des Walter Röhrl zurück. "Der Rest sind dann Folgeerscheinungen, die hoffentlich daraus entstehen."

Fotoquelle: Volkswagen

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