Sebastien Loeb konnte die Rallye Griechenland bisher zweimal gewinnen

Rallye 2012

— 19.05.2012

Citroen für die "Akropolis" gerüstet

WM-Spitzenreiter Sebastian Loeb peilt in Griechenland seinen vierten Saisonsieg an - Mikko Hirvonen nach zuletzt aufsteigender Form optimistisch

Den Teams und Fahrern der Rallye-Weltmeisterschaft steht in der kommenden Woche (24. bis 27. Mai) in Form der Rallye Griechenland die vierte Schotter-Rallye in Folge bevor. In den vergangenen Jahren erwies sich die "Akropolis" regelmäßig als unnachgiebige Sprint-Veranstaltung über rund 400 Kilometer. In den Reihen des Citroen-Werksteams peilt man beim sechsten WRC-Lauf des Jahres den vierten Saisonsieg an. Sowohl Rekordweltmeister Sebastien Loeb als auch sein diesjähriger Teamkollege Mikko Hirvonen konnten sich in der Vergangenheit bereits in die Siegerliste in Griechenland eintragen.

WM-Spitzenreiter Loeb gewann die "Akropolis" in den Jahren 2005 (Citroen Xsara) und 2008 (Citroen C4) und will mit einem dritten Triumph - dem ersten am Steuer des Citroen DS3 - seinen aktuell bei 18 Punkten stehenden Vorsprung auf Ford-Werksfahrer Petter Solberg weiter ausbauen. "Wir haben es hier mit einer facettenreichen Rallye zu tun", so Loeb im Hinblick auf die Rallye Griechenland. "Einige der Prüfungen führen über ebene, flüssige Straßen - andere sind von Steinen übersät und man kann sich dort leicht die Radaufhängung beschädigen."

Nachdem er im Vorjahr den Sieg knapp verpasste, will sich der Franzose in diesem Jahr schadlos halten, weiß aber, dass auf dem Weg zum möglichen vierten Saisonsieg einige Herausforderungen zu meistern sind: "Der Umgang mit den Reifen wird entscheidend sein. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es weniger auf die Zeit auf einer einzelnen Prüfung als vielmehr auf die Konstanz über eine komplette Etappe gesehen ankommt. Mein Ziel ist natürlich, die Rallye zu gewinnen."

Hirvonen erwartet hartes Stück Arbeit

Hirvonen, der in diesem Jahr erstmals für Citroen ins Lenkrad greift, holte sich im Jahr 2009 in Ford-Diensten seinen bisher einzigen Griechenland-Triumph. Der Finne gesteht, dass die "Akropolis", "nicht zu meinen Lieblingsrallyes zählt". Da auf den überwiegend schnellen Wertungsprüfungen viel mit Vollgas gefahren wird, sieht Hirvonen auf "Motor, Getriebe und Reifen eine große Beanspruchung", zukommen.

Nach bisher fünf Rallyes in der laufenden WRC-Saison belegt Hirvonen in der Fahrerwertung gegenwärtig Rang drei hinter Teamkollege Loeb und Ford-Werkspilot Solberg. Nach seinem zweiten Platz bei der Rallye Argentinien - wo er Teamkollege Loeb wohl übertrumpft hätte, wäre vom Team nicht die Anweisung gekommen, die Positionen zu halten - ist Hirvonen optimistisch, dass er auch in Griechenland an der absoluten Spitze mitfahren wird.

"Auf den schnellen Prüfungen fühle ich mich besonders wohl wie man in Argentinien gesehen hat. Nachdem wir im Team einige Veränderungen am Auto vorgenommen haben, habe ich nun mehr Vertrauen und bin für den weiteren Verlauf der Saison optimistisch", so der Finne.

Matton verteidigt Teamorder in Argentinien

Für Citroen-Teamchef Yves Matton fällt die Bilanz nach den ersten fünf WM-Läufen des Jahres positiv aus: "Das Wichtigste ist natürlich, dass wir sowohl in der Fahrer- als auch in der Herstellerwertung vorn liegen." Dennoch warnt der Franzose davor, die Konkurrenz, allen voran das Ford-Werksteam, zu unterschätzen. "In Portugal erhielten wir aufgrund des Wetters kein klares Bild über die tatsächlichen Kräfteverhältnisse und in Argentinien hatten unsere Gegner Probleme. Ich gehe davon aus, dass uns noch einige hart umkämpfte Rallyes bevorstehen. Obwohl wir punktemäßig vorn liegen, ist die Weltmeisterschaft alles andere als entschieden", so Matton.

Im Hinblick auf die Teamorder in Argentinien sagt der Citroen-Teamchef: "Eine solche Entscheidung ist nie einfach, aber wir müssen sicherstellen, dass wir unsere selbstgesteckten Ziele, die da heißen den Fahrer- und den Herstellertitel zu gewinnen, erreichen." Speziell nach der Disqualifikation im Anschluss an Hirvonens ersten Citroen-Sieg in Portugal sei es für den Finnen "besonders schwer" gewesen, die Anweisung in Argentinien zu befolgen, wie Matton betont. Dennoch steht der Franzose zu seiner Entscheidung und hofft, dass Hirvonen "in naher Zukunft die erste Rallye für uns gewinnen wird".

Fotoquelle: xpbimages.com

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