Die Veranstalter sollen ab 2013 für die Zeitnahme bei den WRC-Läufen zahlen

Rallye 2012

— 02.06.2012

FIA und Veranstalter streiten über Gebühren für Zeitnahme

Zeitnehmer Stage-1-Technology rechtfertigt finanzielle Forderungen der FIA an die Veranstalter - "Wir müssen Kompromisse machen und zusammenhalten"

Die Promoter-Krise in der Rallye-Weltmeisterschaft ist um ein Kapitel reicher. Nachdem die Zusammenarbeit mit "North One Sport" zu Beginn des Jahres beendet worden war, lässt die FIA die Zeitnahme und das Tracking auf der Strecke bei den Läufen der Rallye-WM derzeit weiterhin durch das Unternehmen "Stage-1-Technology" durchführen. Dessen Geschäftsführer Simon de Banke muss nun zwischen Veranstaltern und der FIA vermitteln.

Im kommenden Jahr sollen die Veranstalter der WM-Rallyes für Zeitnahme und Tracking pro Veranstaltung eine zusätzliche Gebühr in Höhe von 100.000 Euro pro Veranstaltung zahlen, was auf Widerstand stößt. Bis Ende 2011 wurde die Zeitnahme von "North One Sport" bezahlt, im Gegenzug erhielt das Unternehmen von den Veranstaltern die TV-Rechte und zahlte zusätzlich pro Veranstaltung 25.000 Euro aus.

De Banke rechtfertigt jedoch die Forderungen der FIA. "Das ist vollkommen verständlich, irgendwo her muss das Geld kommen", wird de Banke von 'Autosport' zitiert. "Wir müssen nun voranblicken und gemeinsam eine Lösung finden, welche die Belastungen für die Veranstalter mindert." De Banke appelliert an den Zusammenhalt aller Beteiligten.

"Wir machen seit zehn Jahren die Zeitnahme und das Tracking in der WRC, und wir alle erleben derzeit eine schwierige Zeit. Die FIA braucht in dieser Saison Unterstützung. Wir müssen Kompromisse machen und zusammenhalten. Wir werden mit der FIA und den Veranstaltern sprechen, um eine Lösung zu finden. Sollte diese beinhalten, dass wir kurzfrisitg investieren müssten, würden wir das nicht ausschließen", so de Banke.

Fotoquelle: S1T

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