Rallye 2012

— 07.10.2012

Loeb zum neunten Mal Weltmeister

Sebastien Loeb krönt seine außergewöhnliche Karriere mit Stil: Der Citroen-Pilot gewinnt die Rallye Frankreich und ist zum neunten Mal in Folge Rallye-Weltmeister



Sebastien Loeb hat die Superlative wieder in neue Höhen geschraubt. Vor heimischer Kulisse triumphierte der Citroen-Pilot bei der Rallye Frankreich. Es war sein insgesamt 75. WRC-Sieg. Mit diesem Erfolg krönte sich Loeb gemeinsam mit seinem Co-Piloten Daniel Elena zum neunten Mal in Serie zum Rallye-Weltmeister. Den Moment des Triumphes konnte der Ausnahmekönner daheim genießen, denn die letzte Sonderprüfung wurde in seinem Heimatort Hagenau ausgetragen. Eine Homage an den besten Rallyefahrer aller Zeiten und an eine Lichtgestalt im Motorsport. Michael Schumacher schaffte keine neun WM-Titel in der Formel 1 und auch ein Valentino Rossi konnte in der Topklasse MotoGP "nur" sieben Titel gewinnen.

Loeb ist eine Ausnahmeerscheinung. Auch wenn er das Gefühl des Sieges kennt, war er auch diesmal überwältigt. "Es ist unglaublich. Wir haben beim Start der Rallye davon geträumt. Jetzt ist es uns nach zwei Jahren wieder gelungen. Es ist unglaublich. Dieses Wochenende war auch durch die Fans ein unglaubliches Wochenende. Wir haben nie gedacht, dass hier so eine Atmosphäre herrschen würde. Es ist unglaublich." Speziell die französischen Fans machten Loebs Sieg zu einem Triumphzug.

Den weiteren Fahrern blieben wieder einmal die Verfolgerplätze. Da Loeb im kommenden Jahr nur noch ein Teilzeitprogramm absolvieren wird, eröffnen sich für Latvala, Hirvonen, Ogier und Co. In Zukunft Chancen. Bei der Rallye Frankreich musste sich Ford-Werkspilot Jari-Matti Latvala mit dem zweiten Platz begnügen. Im Ziel fehlten 15,5 Sekunden, worüber der Finne nicht unzufrieden war. "Das ist mein bestes Ergebnis auf Asphalt, weil ich auf Asphalt noch nie so knapp an Sebastien dran war", streicht Latvala seine Fortschritte heraus. Sein Teamkollege Petter Solberg war nach einem Unfall am Samstag am letzten Tag unter Rally2-Regel wieder mit dabei, holte aber keine Punkte.

Das Podium komplettierte Mikko Hirvonen, der im kommenden Jahr als Nummer eins von Citroen gesetzt ist. In Frankreich fehlten 44,1 Sekunden auf Loeb. Mit dem dritten Platz machte der Finne den Gewinn der Markenweltmeisterschaft für Citroen perfekt. Es ist der insgesamt achte Titel für die Franzosen. "Ich bin recht zufrieden. Auf Asphalt haben wir beim Auto und auch bei meinem Fahrstil einen Fortschritt gemacht. Ich bin damit zufrieden. Neun Titel in Folge sind unglaublich", lobt er seinen Teamkollegen.

Sein Talent stellte Thierry Neuville unter Beweis. Speziell am Sonntag war der Citroen-Junior schnell unterwegs und entschied fünf der sechs Prüfungen für sich. Damit war Platz vier im Gesamtklassement abgesichert. "Ein tolles Resultat für uns. Wir haben immer die Pace, aber oft hatten wir Pech. Hoffentlich ist das vorbei", so Neuville. "Jede Rallye sollte so sein wie der heutige Sonntag. Wir haben keine Fehler gemacht. So können wir auf das Podium kommen."

Ein weiteres Talent für die Zukunft ist Mads Östberg. Am verregneten Sonntag ließ es der Norweger vorsichtig angehen und gab sich schließlich mit Platz fünf zufrieden. "Ich bin nicht enttäuscht. Das Resultat ist okay, auch wenn wir schon bessere hatten. Ich bin noch nie so gut auf Asphalt gefahren. Ich bin mit unseren Fortschritten zufrieden. Es ist schön, wenn man die komplette Rallye mit jemandem kämpfen kann. Thierry ist heute super gefahren. Auf Asphalt fehlt mir noch die Erfahrung, aber wenn ich jetzt schon mitkämpfen kann, dann könnten sich gute Möglichkeiten ergeben.", hofft Östberg auf die Zukunft.

Der Este Ott Tänak (Ford) beendete die Rallye auf dem sechsten Rang. In der Power Stage hatte er sich die drei Bonuspunkte gesichert. Der Russe Jewgeni Nowikow (Ford) hatte am Vormittag einen Unfall, schaffte es aber noch als Siebter ins Ziel. Auf seinem Beifahrersitz saß auch in Frankreich die Österreicherin Ilka Minor. Die Top 10 komplettierten Chris Atkinson (MINI), Martin Prokop (Ford) und Gaststarter Sebastien Chardonnet (Citroen). Das Volkswagen-Duo Sebastien Ogier und Andreas Mikkelsen (Skoda Fabia) belegten die Plätze elf und zwölf und waren damit die besten S2000-Vertreter.

Die SWRC wurde erst am Sonntag in einem dramatischen Finale entschieden. Hayden Paddon (Skoda) führte überlegen, doch in der 20. Sonderprüfung ging alles schief und der Neuseeländer schied aus. Craig Breen (Ford) konnte Yazeed Al-Raijhi (Ford) niederkämpfen und sicherte sich noch den Sieg. Es war sein dritter Erfolg in diesem Jahr. Beim SWRC-Finale in Spanien kämpfen noch Breen, Per-Gunnar Andersson (Proton) und Al-Rahjhj um den Titel. Die WRC-Akademie wurde von Elfyn Evans gewonnen.

Andreas Aigner belegte bei seiner Proton-Premiere den dritten Platz in der SWRC-Wertung. Der Deutsche Hermann Gassner jun. kam mit seinem Skoda Fabia S2000 in der Gesamtwertung auf Platz 15. Die nächste Rallye findet vom 18. bis 21. Oktober auf Sardinien statt.

Fotoquelle: xpbimages.com



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