Sebastien Loeb fährt in Argentinien dem Sieg entgegen

Rallye 2013

— 04.05.2013

WP11-12: Loeb und Ogier nehmen Gas raus

Der Kampf um die Sieg in Argentinien scheint entschieden: Sebastien Loeb fährt einem zweiten Saisonsieg entgegen - Zwei Bestzeiten für Jari-Matti Latvala

Am Schlusstag der Rallye Argentinien, dem fünften Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2013, scheint der Kampf um den Sieg entschieden. Sowohl Spitzenreiter Sebastien Loeb (Citroen) als auch sein Verfolger Sebastien Ogier (Volkswagen) haben am Samstag angesichts des deutlichen Vorsprungs einen Gang zurückgeschaltet und wollen das Ergebnis ins Ziel bringen. Vor den letzten beiden Wertungsprüfungen (WP) führt Loeb mit einem Vorsprung von 1:06,9 Minuten vor Ogier. Sollte beide Fahrer kein technischer Defekt oder Unfall ereilen, wird sich an dieser Reihenfolge nichts mehr ändern.

"Ich wollte nur das Auto durchbringen und war ziemlich langsam unterwegs", gibt Ogier gegenüber 'WRC live' zu. "Ich kümmere mich nicht um Loeb." Der Volkswagen-Pilot, der im Gegensatz zu Loeb die weichen Reifen wählte, konzentrierte sich vielmehr darauf, die Pneus für die abschließende Power Stage zu schonen. Loeb hingegen hat ein anderes Ziel: "Ich will die Rallye gewinnen, über die Power Stage mache ich mir keine Gedanken", so der neunmalige Weltmeister, der ebenfalls nicht mehr am Limit fuhr "Ich bin es locker angegangen und habe mich darauf konzentriert, keine Fehler zu machen."

Die Bestzeiten bei den beiden WP des Samstagmorgens sicherte sich Jari-Matti Latvala (Volkswagen), der damit im Kampf um Rang drei Boden auf Jewgeni Nowikow (Ford) gutmachte. Dafür musste Latvala jedoch alles geben: "Jewgeni ist schneller als gestern, daher muss ich eine Menge Druck machen. Es ist ganz gut gelaufen, aber ich bin auf der Bremse bei 100 Prozent", so der Finne, den vor den letzten beiden WP nur 3,4 Sekunden vom Russen trennen, der auf der WP11 mit technischen Problemen kämpfte, aber dennoch eine starke Leistung zeigte.

WP11: Nowikow zaubert

Mit der 22,64 Kilometer langen WP "Mina Clavero" erwartete die Piloten zum Auftakt des Samstags eine der technisch anspruchsvollsten Prüfungen der gesamten Rallye, die ständig bergauf führt und am Ende immer enger wird. Bei sonnigem Wetter waren bereits am frühen Vormittag wieder hunderttausende Zuschauer an die Strecken gepilgert. "Es war eine interessante Prüfung, auf der es schwierig war, den Rhythmus zu finden. Es liegen schon ziemlich viele Steine auf der Straße", beschreibt Mads Östberg (Ford) die WP.

Die Bestzeit fuhr Volkswagen-Pilot Latvala, doch der wahre Held der elften WP war Nowikow. Der Russe war nur 0,9 Sekunden langsamer als Latvala, und das obwohl er mit stumpfen Waffen kämpfte. Die Motorelektronik des Fiesta RS WRC ließ sich nicht vom "Road"-Modus, der auf den Verbindungsetappen verwendet wird, in den scharfen "Stage"-Modus schalten. Somit stand Nowikow deutlich weniger Motorleistung zur Verfügung, was er jedoch durch großen persönlichen Einsatz ausglich. Drittschnellster Pilot auf WP11 war Mikko Hirvonen (Citroen).

Eine Schrecksekunde erlebte zum Auftakt des Samstags Thierry Neuville (Ford), der zu Beginn der WP Rauch im Cockpit bemerkte, der sich dann aber wieder verzog. "Ich weiß nicht, was los war. Aber das war kein Problem", berichtet der Belgier. Glücklich war er mit seinem Fiesta RS WRC trotzdem nicht. "Das Auto war unfahrbar und blieb nicht in der Spur, es hat überhaupt keinen Spaß gemacht. Aber wir haben nichts mehr zu gewinnen", so Neuville mit Blick auf die Gesamtwertung, wo er weiterhin auf Position fünf fährt.

WP12: Zweite WP - zweite Bestzeit für Latvala

Die 16,32 Kilometer lange "El Condor" stand als zweite WP am Samstag auf dem Programm. Die ebenfalls sehr technische WP forderte die Piloten abermals, der sandige Boden bot nur wenig Grip. "Es war sehr rutschig", lautete nicht nur bei Dani Sordo (Citroen) der Kommentar im Ziel. Hinter dem Schnellsten Latvala fuhren die beiden Citroen-Teamkollegen Loeb und Hirvonen auf die Plätze zwei und drei, Nowikow, der die technischen Probleme an seinem Ford beheben konnte, war Viertschnellster.

Hinter dem spannenden Kampf um Platz drei in der Gesamtwertung sind die Positionen fünf bis sechs bezogen. Neuville hat mehr als zwei Minuten Vorsprung auf Hirvonen, der seinerseits einen Abstand von mehr als vier Minuten zu Östberg hat. Hinter dem Norweger kämpfen noch drei Piloten um Position acht. Martin Prokop (Ford), Sordo und Andreas Mikkelsen (Volkswagen) trennen gerade einmal 7,9 Sekunden. In der WRC2 liegt weiterhin Abdulaziz Al-Kuwari (Ford) klar in Front.

Gesamtwertung nach WP12 (Top 10):

01. Sebastien Loeb (Citroen) - 4:04:09.1 Stunden
02. Sebastien Ogier (Volkswagen) - + 1:06,9 Minuten
03. Jewgeni Nowikow (Ford) - + 2:33,5
04. Jari-Matti Latvala (Volkswagen) - + 2:36,9
05. Thierry Neuville (Ford) - + 4:19,1
06. Mikko Hirvonen (Citroen) - + 6:37,6
07. Mads Östberg (Ford) - + 10:57,5
08. Martin Prokop (Ford) - + 13:17,4
09. Dani Sordo (Citroen) - + 13:21,3
10. Andreas Mikkelsen (Volkswagen) - + 13:25,3

Fotoquelle: Citroen

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