Renault Scénic (2016): Fahrbericht

Renault Scénic (2016): Fahrbericht

— 13.09.2016

Unterwegs im neuen Renault Scénic

Der Renault Scénic soll mit schickerem Design und neuen Assistenzsystemen nicht nur Familien überzeugen. AUTO BILD ist ihn gefahren.

Der neue Renault Scénic ist deutlich schicker geworden und hat als einziger Van Fußgängererkennung. AUTO BILD ist ihn gefahren.

Renault Scénic auf 20-Zoll-Rädern

Der neue Scénic steht auf 20-Zoll-Rädern, trotzdem gibt es kein Stolpern bei Unebenheiten.

Eines steht nach der ersten Ausfahrt im neuen Renault Scénic fest. Die Ingenieure haben hier ein ordentliches Auto auf die 20-Zoll-Räder gestellt. Um Befürchtungen gleich aus dem Weg zu räumen: Der Scénic stolpert auf seinen großen Rädern nicht unbeholfen, wenn die Straße schlechter wird. Die Reifen sind schmal gehalten, 195er-Breite. Mit 105 Millimeter hohen Reifenflanken reagieren sie geschmeidig auf die Nachlässigkeiten der Asphaltierer, rollen ganz gelassen ab.
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Sitzprobe Renault Scénic (Genf 2016)

Der Innenraum ist hochwertiger

Unter dem großen Glasdach des Scénic fühlt man sich wie im Wintergarten.

Im Innenraum ist ein schönes Maß an Perfektion eingezogen. Materialien, Verarbeitung, Passgenauigkeit der Teile überzeugen. Kein Klappern, Knistern, Knarzen mehr. Allenfalls ein leichtes Zischeln an der Fahrertür jenseits der 100 km/h stört die innere Ruhe. Die riesige Frontscheibe des Renault Scénic lässt viel Licht in den Innenraum und suggeriert den vorne Sitzenden unendlich weiten Raum. Unter dem großen Glasdach fühlt man sich wie im Wintergarten. Größere Fahrer stören sich jedoch an den kurzen Lehnen der Renault-Vordersitze. Dagegen hilft die Massagefunktion der Scénic-Topausstattung übrigens wenig. In Aktion fühlt sie sich an, als würde der Sitz plötzlich ein- und ausatmen. Ein weiterer Kritikpunkt: Auf den Rücksitzen geht es für einen Van überraschend eng und unbequem zu.

Renault/Dacia-Neuheiten: 2016, 2017 und 2018

Dacia Sandero Stepway Dacia Logan MCV Erlkönig Renault Koleos Illustration

Renault Scénic/Grand Scénic (2016): Vorstellung

Renault Scénic (2016) Renault Scénic (2016)

Das Infotainment ist nicht leicht zu bedienen

Scénic-Neulinge verfransen sich außerdem schon mal im Bedienungswirrwarr des großen Displays in der Mittelkonsole, dem R-Link 2. Gut, dass die Assistenzsysteme automatisch funktionieren: Notbremsen, die Spur halten oder die Überwachung des toten Winkels. Der Renault verfügt sogar über einen Notbremsassistenten mit serienmäßiger Fußgängererkennung – als Einziger in seiner Klasse.

Fahrer kann optimalen Fahrmodus selbst gestalten

In einem Fahrmodus kann der Fahrer selber mischen: komfortable Lenkung, sportlicher Motor, sparsame Klimaanlage.

Der neue Renault Scénic bietet verschiedene Fahrprogramme. Auf Knopfdruck ändert sich sein Charakter in vier Stufen von sportlich bis komfortabel oder sparsam. In einem fünften kann der Scénic-Fahrer selbst mischen: komfortable Lenkung, sportlicher Motor, sparsame Klimaanlage. Eine nette Spielerei, die Lenkung und Motor dezent beeinflusst, darüber hinaus die Farbe der Ambientebeleuchtung ändert und verschiedene Instrumenten-Designs im Cockpit einblendet. Am eigentlichen Fahrerlebnis ändert das wenig. 132 PS – mehr gibt es im Benziner derzeit nicht – drängen nicht ganz so stürmisch voran. Das stört aber nicht, weil das ausgewogene Fahrwerk entschädigt. Und auch die Lenkung ist im neuen Scénic viel besser als in den Vorgängermodellen.
Der Vorgänger im Dauertest

Scénic fahren ab 8000 Euro

Ab dem ersten Facelift 2012 haben fast alle Ausstattungsvarianten serienmäßig LED-Tagfahrlicht.

Das Vorgängermodell (gebaut von 2009 bis 2015) gibt es mit akzeptabler Laufleistung bereits ab 8000 Euro. Dabei handelt es sich in der Regel um den Scénic nach dem ersten Facelift 2012. Mit der Modellpflege gibt es in fast allen Ausstattungsvarianten serienmäßiges LED-Tagfahrlicht, außerdem optional Bi-Xenon-Scheinwerfer und Spurhalte- sowie Fernlicht-Assistent. Für das zweite Facelift des Scénic ab 2013 muss man mindestens 10.000 Euro zahlen. Zu erkennen ist das Modell am neu gestalteten Kühlergrill mit größerem Renault-Emblem. Außerdem gibt es diesen Scénic auch als SUV-artige Ausführung XMOD. Sondermodelle mit Bose-Soundsystem und wenigen Kilometern auf dem Zähler kosten bis zu 26.000 Euro.

Motorisiert ist der Scénic, je nach Baujahr mit Benzinern zwischen 110 und 140 PS, die Dieselmotoren leisten zwischen 85 PS und 160 PS. Frühe Modelle haben häufig ausgeschlagene Spurstangenköpfe. Eine häufiger Mangel ist eine fehlerhafte Frontbeleuchtung. Eine weitere Schwachstelle ist die Abgasreinigung mit verbrauchten Katalysatoren und kaputten Lamdasonden. Gebrauchtwagenangebote: Renault Scénic

Renault Grand Scénic im Dauertest

Renault Grand Scénic Renault Grand Scénic Renault Grand Scénic




Autor: Andreas Borchmann

Stichworte:

Minivan

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