Sitzprobe Renault Scénic (Genf 2016)

Renault Scénic (Genf 2016) im Test: Sitzprobe

— 02.03.2016

So sexy war der Scénic noch nie!

Renault präsentiert in Genf den neuen Scénic. Der Minivan ist deutlich schicker geworden. Geht das auf Kosten der Funktionalität? Sitzprobe!

Happy Birthday, Scénic! Vor 20 Jahren legte die erste Generation den Grundstein für eine steile Karriere. Der damals noch Mégane Scénic genannte Kompaktvan prägte die Autolandschaft der späten Neunzigerjahre. Nun steht die vierte Generation in den Startlöchern (Premiere auf dem Autosalon Genf 2016) – mit deutlich markanterem Design. Bleibt da noch genug Raum für die klassischen Qualitäten eines Familientransporters?
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Renault hat seinem Van ein schön Blechkleid verpasst

Video: Renault Scenic (Genf 2016)

Neue Designlinie

Zumindest äußerlich bricht der Kompaktvan mit den Traditionen, wirkt mit seinem neuen Familiendesign deutlich dynamischer als vorher – und ist auch in alle Richtungen gewachsen: vier Zentimeter länger, zwei Zentimeter breiter, knapp anderthalb Zentimeter höher. Großer Renault-Rhombus auf dem Grill, die Seitenlinie mit Knick in den Fenstern und dem Renault-typischen Blechverlauf im Schwellerbereich, dazu große 20-Zoll-Räder serienmäßig. Richtig schick ist er geworden, der Scénic! Auch am Heck strahlt er das Selbstbewusstsein aus, das die französische Marke schon mit Clio, Espace, Talisman und Mégane zeigt. Den Trend zur Zweifarbigkeit nimmt der Renault ebenfalls auf und ist zum Marktstart mit zwei unterschiedlichen Dachfarben bestellbar, die die Karosserie kontrastieren.

Am Arbeitsplatz gibt es noch Verbesserungspotential

Durch die hohe Fensterlinie leidet die Übersichtlichkeit, das Armaturenbrett spiegelt sich in der Frontscheibe.

Auf den Vordersitzen des Scénic fühlt man sich wie in einem Kokon. Die Fensterlinie ist sehr hoch gezogen, lässig die Ellenbogen aus dem Fenster hängen ist nicht drin. Auch die Übersichtlichkeit leidet ein wenig darunter. Das Cockpit mit seinem vertikalen Display ist Renault-typisch gestaltet und läuft in die Türverkleidungen über. Die stark geneigte Frontscheibe spiegelt, das dürfte im Alltag nerven. Smart: Die Mittelkonsole ist verschiebbar. Damit kann sich der Fahrer noch mal einigeln oder aber den Passagieren eine zusätzliche Ablage im Fond bereitstellen. 13 Liter Stauraum und Flaschenhalter stehen zur Verfügung, USB-Anschlüsse vorne und hinten sind inbegriffen. Dazu schiebt sich das Handschuhfach wie eine Schublade heraus und ist damit übersichtlicher als bei einem normalen Auto. Fraglich nur, wo der Beifahrer in der Zwischenzeit mit seinen Beinen bleibt.

Die Tische an den Vordersitzen kosten Raum in Reihe zwei

Das Raumgefühl an sich ist auch hinten gut, aber nach vorne wird es durch die Vordersitzlehnen eng.

Das Raumgefühl im Scénic ist besonders dank des optionales Glasdachs nach oben hin sehr luftig. Dennoch: Im Fond wird es trotz der im Verhältnis 2:3 verschiebbaren Sitze für größere Passagiere eng, besonders dann, wenn vorne ein großer Fahrer sitzt. Schuld sind allerdings auch die Tische, die mit einem Kasten an die Rückseite der Sitze montiert sind und im ausgeklappten Zustand zum breitbeinigen Sitzen zwingen. Für Kinder ist das Platzangebot aber vollkommen ausreichend. Außerdem hat Renault angekündigt, auf dem Autosalon Paris im Herbst 2016 die verlängerte Variante Grand Scénic zu zeigen, bei der sich diese Nöte in Luft auflösen dürften. Die Sitze des Minivans sind bequem, besonders toll sind die Kopfstützen, deren Seiten sich wie bei einem Flugzeug nach vorn klappen lassen und damit zusätzlichen Seitenhalt bieten.

Autosalon Genf 2016: Highlights

572 Liter Kofferraum bietet der Scénic – und hat eine recht hohe, aber dank doppeltem Ladeboden ebene Ladekante. In den höheren Ausstattungen klappen die Fondsitze auf Knopfdruck elektrisch nach vorne – großes Kino, wenn sich die Kopfstützen einfahren und die Lehne plötzlich nach vorn fällt. Dazu kommt der neue Minivan mit zahlreichen Assistenten, viel Connectivity und acht Motoren auf den Markt.
Vorstellung: so kommt der neue Renault Scénic

Genf 2016: gefällt uns, gefällt uns nicht

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Fazit

Der Scénic bleibt ein praktischer Kumpel – auch wenn das Design hier offenbar wichtiger ist als die Funktionalität. Der beengte Beinraum im Fond ist sehr schade, doch halten wir fest: So sexy war der Scénic noch nie!

Stichworte:

Minivan

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