VW Cross Coupé: Sitzprobe (Tokio 2011)
— 01.12.2011Gelände-Flachmann ohne Zukunft?
Neuer Look, neuer Antrieb, neuer Mut? Volkswagen zeigt auf der Tokyo Motor Show 2011 mit dem Cross Coupé, wohin die Hybrid-Reise gehen soll. autobild.de hat den flachen Allradler besucht.
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Eigentlich schade, denn das Cross Coupé macht auch als Studie bereits eine Menge Spaß. Der neue, chromblitzende Grill entwickelt das VW-Markengesicht weiter und erinnert ganz bewusst an den robusten VW Amarok. Wer ins Gelände soll, darf das auch nach Außen tragen. Die Kombination aus hochbeinigem Allrad-Fahrwerk und flacher Coupé-Dachlinie sieht zweifelsohne lecker aus, ist aber ähnlich sinnfrei und unpraktisch, wie beim großen Vorbild BMW X6. Die Übersichtlichkeit der Karosserie ist mies, der Zustieg in den Fond fast immer mit Verrenkungen verbunden.Technisch profitiert das Cross Coupé vom neuen Modularen Querbaukasten (MQB), den sich die VW-Ingenieure ausgedacht haben und der mit dem nächsten Audi A3 erstmals bei einem Serienmodell zur Anwendung kommt. Damit lassen sich unzählige Motoren, Antriebe, Fahrwerke und Getriebe zu immer neuen Modellen zusammenpuzzeln. Zum Beispiel zu einem Gelände-Coupé, das länger als ein Golf, aber kürzer als ein Tiguan ist – kombiniert mit raspelknappen Karosserieüberhängen. Im Innenraum fällt vor allem der ganz und gar nicht verschwundene Kardantunnel auf. Irgendwo müssen die Lithium-Ionen-Akkus ja hin, die den Saft für den E-Antrieb liefern. Heißt in der Praxis: die gewohnt knappe Beinfreiheit. Immerhin ermöglicht die kompakt bauende Hinterachse einen verhältnismäßig großer Kofferraum (380 bis 1230 Liter).
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116 PS leistet der E-Motor im Heck, kombiniert mit dem zweiten E-Motor und dem 150-PS-TSI auf der Vorderachse kommen so 265 PS zusammen, die das Coupé antreiben. Das Cockpit gibt sich betont hochwertig und erstaunlich seriennah – trotz riesigem Touchscreen und jeder Menge Elektronik-Firlefanz. Die schicken zweifarbigen Ledersitze sind wunderbar dimensioniert und dürfen gerne in Serie gehen. Genauso, wie der Antrieb des Cross Coupé. Gerne auch als nächster Suzuki Vitara oder einem entsprechend kreativ gezeichneten Lifestyle-Ableger. Und gerne auch als Option im nächsten VW Tiguan. Auf ein SUV-Coupé hat die VW-Kundschaft, davon bin ich überzeugt, aber sicher nicht gewartet.
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Kommentare zum Artikel (36)
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Die Linie erinnert er an den Range Rover Evoque, der ja recht schick daher kommt, aber Schnauze und Heck sind echt abturnend.
@ elefant terrible ! Ich schätze die Aktionen die Hannes Jaenicke für die Umwelt/Menschen unternimmt, aber im Gegensatz zu ihm rege ich mich gerade nicht über hohe Dieselpreise auf :-) Im Gegensatz zu ihm kommen bei mir sogar noch bis zu 25-fach weniger Stickoxide raus und ich brauch dabei mit Sicherheit nicht mehr "Benzin" und keinen wartungsintensiven Partikelfilter der ständig durch den Motor freigebrannt werden muss :-) Ausserdem zahle ich nur 36 € KFZ Steuer bei 136 PS und Automatikgetriebe !
@elefant terrible: Und meine Klavierlehrerin fährt Zafira CNG..., was bitte, wollten Sie uns mit der Bemerkung, "Hannes Jaenicke fährt VW Blue Motion", mitteilen?
Jungs, regt Euch ab und bleibt cool. Dat Dingens ist eine Studie (=Verschwendung von Material und Ingenieurskapazität) und wird eh nie gebaut.
Nur mal so: Hannes Jaenicke fährt einen VW Bluemotion!