Einen einladenden Eindruck macht der düstere Truck auf den ersten Blick nicht. Allerdings müssen nur die bösen Buben den Pit Bull VX fürchten. Andere dürfen ihn mit Genehmigung von Hersteller Alpine Armoring sogar anpacken – oder wie AUTO BILD es erlaubt war, sogar in den USA fahren. Normalerweise sind nur Special-Weapons-And-Tactics-Einheiten (SWAT) mit dem Biest unterwegs. Für ihre Sicherheit ist der Pit Bull mit dicken Panzerplatten und kugelsicherem Glas ausgestattet. Zur Verteidigung der Polizisten gibt es neun Schießscharten. Unter der schwarzen Rüstung steckt ein Ford F-550 Pick-up, der vor seinem zweimonatigen Umbau 3,5 Tonnen wog. Danach bringt er 7,5 Tonnen auf die Waage.

Sitzprobe: G63 AMG gepanzert

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Video: Pit Bull VX

Eingebaute Vorfahrt

Die Gewichtszunahme macht sich mit längeren Bremswegen bemerkbar. Nicht dramatisch, aber eine rote Ampel sollte mit Bedacht angesteuert werden. Ansonsten würde der Pit Bull wohl einfach alles zur Seite schieben, was sich ihm in den Weg stellt. Genug Kraft dafür hat er allemal. Sein 6,7-Liter-V8-Turbodiesel geht mit satten 895 Nm gewaltig ans Werk. Die 300 PS sind ruck, zuck zu spüren und lassen den schweren Truck flott Fahrt aufnehmen. Offizielle Sprintwerte gibt es zwar nicht, dennoch ist die Beschleunigung für so ein Monster recht beachtlich. Bis 80 km/h zieht er kraftvoll durch, weil die Sechsstufenautomatik stets im richtigen Moment schaltet und den Diesel nicht in den Drehzahlkeller fallen lässt. Noch bemerkenswerter ist der geringe Wendekreis von neun Metern. Damit lässt sich der Pit Bull sogar zügig durch verwinkelte Nebenstraßen führen. Man spürt, dass urbane Gegenden sein Einsatzgebiet sind, sich der Truck dort richtig wohl fühlt.

Groß, schwer oder gepanzert: Schwermetall bei autobild.de

Alpine Armoring Pit Bull VX
Trotz Größe und Gewichts fährt sich der Pit Bull recht enspannt auf gewöhnlichen US-Straßen.
Auf deutschen Straßen dürfte man den Pit Bull wahrscheinlich nicht so schnell sehen, obwohl er weltweit an Spezial-Einheiten verkauft wird und in vielen Ländern zum Einsatz kommt. "Als der Pit-Bull im Oktober 2011 in Chicago präsentiert wurde, waren Polizisten aus aller Welt begeistert. Nur die Deutschen fanden ihn zu aggressiv", sagt Axel Weisse von Alpine Armoring. Der martialische, fast militärische Look hat im deutschen Polizei-Alltag scheinbar nichts verloren, ist in den USA, Südafrika, Mexiko und Brasilien aber die Antwort auf die wachsende Brutalität, mit der Kriminelle dort vorgehen. Offensichtlich haben deutsche Behörden mittlerweile doch umgedacht und zwei ganz ähnlich spektakuläre Trucks im Einsatz, wie in der Bildergalerie zu sehen ist.

Bildergalerie

Bilder: Der Monster-Truck der Elitepolizei
Bilder: Der Monster-Truck der Elitepolizei
Bilder: Der Monster-Truck der Elitepolizei
Kamera
Monster-Truck Ford F-550 der Elitepolizei
Technische Daten Pit-Bull VX • Motor: 6,7-l-V8-Turbo-Diesel • 300 PS• max. Drehmoment 895 Nm bei 2800/min • Sechsstufenautomatik • 20-Zoll-Notlaufreifen • L/B/H 640/254/260 cm • Gewicht 7,5 Tonnen • Verbrauch ca. 20 l D/100 km • Preis (umgerechnet): ca. 188.000 Euro.
AUTO BILD 33/2013
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