Bildergalerie Audi e-tron GT concept (2021)

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Audi e-tron GT concept (2021): erste Fahrt

Alle Infos zum Audi e-tron GT concept

Die 590 PS starke Audi-Studie e-tron GT concept gibt einen Ausblick auf ein viertüriges Elektro-Coupé. AUTO BILD ist das Concept Car gefahren!

Vorstellung und Preis: Eleganter Gran Turismo

Auf der LA Auto Show 2018 präsentierte Audi ein sportlich-elegantes, viertüriges Elektro-Coupé: den e-tron GT, entstanden auf der E-Plattform des Porsche Taycan. Noch handelt es sich um ein Showcar, die ersten Serienautos sollen Anfang 2021 ausgeliefert werden. Gebaut wird der GT von der Audi Sport GmbH. Die Grundform erinnert an die coupéhaften Sportbacks der Marke – aggressive Linien in der Karosserie lassen die Studie allerdings weniger bieder und angepasst wirken. Möglich macht diese Gestaltung die neue Flachbodenarchitektur, die für einen sportlich-niedrigen Schwerpunkt sorgt. Mit 590 PS und dem – typisch für Elektroautos – sofort verfügbaren Drehmoment soll der e-tron GT Fahrleistungen wie ein Sportwagen vorweisen. Allradantrieb (quattro) und Torque Vectoring sind gesetzt. Der Einstiegspreis soll unter 100.000 Euro liegen.

Der typische Audi-Singleframe-Grill ist noch horizontaler gestaltet als beim e-tron SUV.

Der e-tron GT concept ist ein echter Gran Turismo: flach (1,38 Meter), breit (1,96 Meter) und mit langem Radstand (2,90 Meter, bei einer Gesamtlänge von 4,96 Meter). Bei der Karosserie setzt Audi auf Leichtbau mit einem Carbon-Dach und Aluminium-Komponenten. Elemente wie die Luftauslässe der Radkästen und der Heckdiffusor unterstreichen die sportliche Ausrichtung. Der typische Singleframe-Grill nimmt den Großteil der Front ein und ist noch horizontaler geformt als beim e-tron SUV. Eine im Wabenmuster gestaltete Abdeckung füllt ihn zum Großteil aus, im unteren Bereich ist ein beleuchteter e-tron-Schriftzug eingelassen. Den Rest der Front nehmen große Lufteinlässe ein, die extrem flachen Scheinwerfer sind mit Matrix-LED und Laser-Fernlicht ausgestattet. Über die gesamte Breite des Hecks verläuft ein Leuchtenband, das sich zum Rand hin in pfeilförmige Einzelsegmente aufteilt.

Innenraum: Vegane Materialien

Der Innenraum mit dem sechseckigen Lenkrad sieht noch sehr nach Studie aus. Der e-tron GT hat vier Einzelsitze, die eine Balance zwischen Sportlichkeit und Komfort zu suchen scheinen. Erster Sitzeindruck von AUTO BILD: Gut sieht er aus, alles andere wäre eine Untertreibung. Erinnert an A8, A7 und das e-tron SUV, ist aber schlanker, frischer und auch ein kleines bisschen praktischer. Denn die Klimabedienung wandert zumindest eine halbe Etage höher Richtung Zentraldisplay. Futuristisch mutet der Fahrtrichtungsschalter an. Alles, was man hier bewegt ist ein kleiner schwarzer Block, der in einer Aluführung slidet. Ein großer Gangwahlhebel? Das ist so 2016, also einfach reduzieren aufs Wesentliche. Und dann dieses Alcantara-Lenkrad mit seinen sechs Ecken. Der e-tron GT bietet mit seinen hellen Materialien und dem großen Glasdach – ja, auch das ist schon Serienstand – ein herrliches Raumgefühl. Luftig und irgendwie über den Dingen schwebend. 

Dem aktuellen Trend folgend ist der Innenraum des e-tron GT concept auf den Fahrer ausgerichtet.

Dem aktuellen Trend folgend ist der Innenraum auf den Fahrer ausgerichtet. Zwei Monitore und ein Zentraldisplay sind in das Armaturenbrett eingelassen. Der Fahrer kann verschiedene Layouts einstellen: virtuelle Rundinstrumente, Navigationskarten mit Infos über Reichweite oder zu Funktionen des Infotainments. Ausgewählt werden diese über den Zentralbildschirm mit haptischem Feedback. Wahrscheinlich nur dem Showcar vorbehalten bleibt die vegane Ausstattung: Im Innenraum kommen keine tierischen Produkte wie Leder zum Einsatz, stattdessen setzt Audi auf recycelte Fasern. Der e-tron GT hat gleich zwei zwei Kofferräume: einen im Heck mit 450 Liter Volumen und einen unter der Fronthaube, wo weitere 100 Liter reinpassen.

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Fahren: Im Prototyp über holprige Straßen (Update!)

Dem Audi merkt man die direkte Verwandschaft mit dem Porsche Taycan sofort an!

AUTO BILD war mit dem e-tron GT concept schon in Los Angeles unterwegs. Jetzt bloß kein Schlagloch treffen! Klingt selbstverständlich, ist bei den Rumpel-Straßen in LA aber gar nicht so einfach – vor allem, wenn ein A4 allroad mit dem Fotografen die Sicht nach vorne nimmt. Außerdem ist der e-tron GT, mit dem wir auf eine kurze Säuseltour durch Downtown gehen dürfen, ein unbezahlbares Einzelstück. Rumms! Brückenfuge. Oh ja, sportlich ist das Fahrwerk, und die gigantischen 22-Zöller des Concept Cars sind dem Komfort auch nicht wirklich zuträglich. Aber da wird sich garantiert noch einiges tun, bis der e-tron GT Anfang 2021 auf den ersten Auffahrten steht. Was wir jetzt schon sagen können: Der e-tron GT bietet mit den hellen Materialien und dem großen Glasdach – ja, auch das ist schon Serienstand – ein herrliches Raumgefühl. Luftig und irgendwie über den Dingen schwebend. Die Geräuschkulisse ist der Sportsound der Zukunft. Wir geben Strom, und der silbergraue GT schnellt leise surrend nach vorne.
Vermisst man anschwellendes V8-Grollen oder heiseres V12-Trompeten? Ganz ehrlich: nein. Weil im Audi einfach alles zusammenpasst. Die Sitzposition ist trotz der im Unterboden verbauten Batterien tief, die Instrumente sehen nach Star Trek aus, der Schub türmt sich in einer kräftigen Welle auf. Und das, obwohl sich der e-tron-Prototyp mit dem entschärften Antriebsstrang seines SUV-Bruders begnügen muss. 360 PS gehen an die Räder, flüstert der Audi-Techniker auf dem Beifahrersitz. Beim Kickdown fühlen sich selbst die schon so prächtig an, dass die Mimik unseres Audi-Begleiters auf der Bremse steht. In der Serie sollen es knapp 600 Elektro-Pferde sein! Dann zoomt sich der edle E-Audi laut Hersteller in 3,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Und in weiteren 8,5 auf 200. Vmax: abgeriegelte 240 Sachen. Die Fahrleistungen zeigen deutlich, dass sich der e-tron GT seine Basis mit einem anderen E-Sportler teilt, dem er beim Marktstart höflich den Vortritt lässt: dem Porsche Taycan. Die lohnende Zusammenarbeit zeigt sich aber nicht nur beim Schnellfahren. Denn der e-tron GT kann auch auf ein 800-Volt-Schnellladesystem zurückgreifen, das in rund 20 Minuten eine 80-prozentige-Batteriefüllung erlauben soll. Und genug Saft für 320 Kilometer. Ok, um die Ampeln in Downtown L.A. kommt auch der Zukunfts-Audi nicht herum. "Look at that! It's the Batmobile!", ruft jemand. Das Auto von Batman? Eindeutig ein fettes Lob für den muskulös gezeichneten E-Audi.

Motor: Über 400 Kilometer Reichweite

Der e-tron GT concept soll nur 3,5 Sekunden für den Sprint bis Tempo 100 benötigen.

Der Audi e-tron GT concept verfügt über zwei elektrische Synchronmotoren, je einen an der Vorder- und an der Hinterachse, die zusammen 590 PS erzeugen. Mit dem quatro-Allradantrieb und Torque Vectoring soll das System für optimale Traktion und das erwünschte Maß an Schlupf sorgen. Eine Allradlenkung sorgt für Agilität und Präzision in Kurven. Der e-tron GT concept soll nur 3,5 Sekunden für den Sprint von auf 100 km/h benötigen und ist in knapp zwölf Sekunden bei Tempo 200. Zugunsten der Reichweite wird die Höchstgeschwindigkeit bei 240 km/h abgeregelt.
Die Studie schafft nach WLTP eine Reichweite von über 400 Kilometern. Die dazu nötige 90-kWh-Batterie nimmt den gesamten Unterboden zwischen Vorder- und Hinterachse ein. Bis zu 30 Prozent der Reichweite wird über Rekuperation erreicht. Die wird manuell über die Schaltwippen, über den Effizienzassistenten und über die Bremse erzeugt. Strom tankt das Auto entweder per Induktion oder per Kabel. Wer beim Kabel-Ladevorgang auf ein 800-Volt-System setzt, soll nach nur 20 Minuten eine Kapazität von 80 Prozent erreichen. Damit schafft der e-tron dann bis zu 320 Kilometer Reichweite.

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Autor: Peter R. Fischer

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