Audi schärft bei RS 4 und RS 5 nach! Seit Juli 2022 sind zwei neue Ausstattungspakete erhältlich, die die RS-Modelle schneller und lauter machen – und das, obwohl die Leistung des 2,9-Liter-V6-Biturbo gleich bleibt. AUTO BILD hat alle Infos und erklärt, was die Pakete beinhalten!
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Die vierte Generation des Audi RS 4, interne Bezeichnung B9, ist seit Anfang 2018 ausschließlich als Kombi erhältlich. Der Hauptkonkurrent des schnellsten A4 Avant war bis vor Kurzem das Mercedes-AMG C 63 S T-Modell, dessen V8-Biturbo bis zu 510 PS leistet. Mit dem Modellwechsel zur C-Klasse-Generation 206 schrumpft die AMG-Version allerdings von acht auf vier Zylinder.
Während es bis zur Präsentation des nächsten C 63 wohl noch einige Zeit dauern dürfte, steht der BMW M3 Touring schon in den Startlöchern. Und damit der RS 4 dagegen nicht alt aussieht, hat Audi sich nach dem Facelift zum Frühjahr 2020 etwas einfallen lassen, um den RS 4 und den seit 2017 erhältlichen RS 5 (Coupé und Sportback) frisch zu halten.
Audi RS 5 Coupé Competition Plus-Paket
Die beiden neuen Ausstattungspakete sind für Audi RS 4 Avant sowie für RS 5 Coupé und RS 5 Sportback zu haben.

Ab Juli 2022 bieten die Ingolstädter für RS 4 und RS 5 zwei neue Ausstattungspakete an. Die wichtigste Information gleich vorweg: An der Leistung des 2,9 Liter großen V6-Biturbos ändert sich nichts. Macht aber auch nichts, denn mit 450 PS und 600 Nm maximalem Drehmoment hat es den RS-Modellen nicht an Leistung gefehlt.

RS 4 und RS 5 werden schneller

Trotz gleicher Leistung beschleunigen RS 4 und RS 5 mit dem neuen, 7875 Euro teuren "competition-Paket" schneller auf 100 km/h als bisher. Den RS 4 Avant will Audi mit 3,9 Sekunden gemessen haben (bisher 4,1 Sekunden); RS 5 Coupé und Sportback sollen in 3,8 Sekunden auf 100 km/h gehen (bisher 3,9 Sekunden).
Erreicht wurde die Verbesserung durch eine neue Software für das Getriebesteuergerät: Sie beschert der Achtgang-Automatik jetzt schnellere Schaltzeiten. Außerdem wird die Vmax-Begrenzung von 250 auf 290 km/h angehoben (bisher maximal 280 km/h im RS-Dynamikpaket).

Neues Gewindefahrwerk

Wer zusätzlich 4000 Euro für das ebenfalls neue "competition-Paket plus" investiert, der bekommt außerdem noch ein überarbeitetes Sportdifferenzial mit hecklastigerer Auslegung sowie das "RS-Sportfahrwerk pro". Hier handelt es sich um ein manuell einstellbares Gewindefahrwerk mit dreifach verstellbaren Dämpfern und steiferen Stabis.
Ab Werk kommen so ausgestattete RS 4 und RS 5 mit zehn Millimeter Tieferlegung. Auf Wunsch sind weitere zehn Millimeter Tieferlegung möglich.
Audi RS 4 Avant Competition Plus-Paket
Im Innenraum gibt es für beide Modelle reichlich Alcantara und rote Nähte.

RS-Sportabgasanlage pro für mehr Sound

Doch das ist noch nicht alles, denn im competition-Paket plus ist auch noch die "RS-Sportabgasanlage pro" inklusive, zu erkennen an den schwarzen Endrohren. Die Abgasanlage soll einen sportlicheren Sound bieten. Der Clou: Der Klang vor allem durch die Reduzierung von Dämmung im Motorraum erzielt wurden sein. Ganz nebenbei spart der neue Auspuff auch noch acht Kilo ein.
Äußerlich zu erkennen sind die neue Pakete daran, dass RS 4 und RS 5 serienmäßig mit dem "Optikpaket schwarz plus" inklusive schwarzen Audi-Ringen ausgestattet sind. Optional können Optikpakete in mattem oder glänzendem Carbon gebucht werden. Außerdem sind gegen Aufpreis die Sportreifen Pirelli P-Zero Corsa und eine neue Außenlackierung in "Sebringschwarz Kristalleffekt" erhältlich.

Die Preise für die Ausstattungspakete

Das RS competition-Paket gibt es ab 7875 Euro, während das competition-Paket plus 11.875 Euro kostet. Hinzu kommen noch die Basisfahrzeuge, die aktuell bei 86.500 Euro (Audi RS 4 Avant) bzw. 87.500 Euro (Audi RS 5 Coupé) starten.

Die Neuerungen auf einen Blick

RS competition-Paket für 7875 Euro

● Vmax-Anhebung auf 290 km/h
● RS-Sportabgasanlage plus
● Optikpaket schwarz plus
● Matrix-LED-Scheinwerfer (beim RS 5 mit Laserlicht)
● 20-Zoll-Felgen
● Alcantara-/Lederausstattung mit Wabensteppung
● Gurte mit rotem Rand

RS competition-Paket plus für 11.875 Euro

● Alle Features des competition-Paket
● RS-Sportfahrwerk pro (Gewindefahrwerk)
● Überarbeitetes Sportdifferenzial
● Dynamiklenkung

Erste Fahrt auf der Ascari-Rennstrecke (Update!)

Ob das performance-Paket auf der Straße überzeugt? Denn bisher fehlte den Performance-Audis für Rundenzeiten stets die letzte Konsequenz, und genau hier sollen die Pakete nachjustieren. Der erste Nachteil: Alle Features, die man sich eigentlich bei einem RS 4 oder RS 5 wünschen würde, sind erst im teureren Paket enthalten. Wer also Fahrdynamik möchte, muss zum Plus-Paket greifen.
Audi RS4 Avant
Auf der Rennstrecke überzeugt das competition Plus-Paket mit strafferer Lenkung, besseren Schaltzeiten und ohne störendes Hochschalten im manuellen Modus.


Und wie fährt das jetzt? Auf der Club-Rennstrecke Ascari im spanischen Málaga hat AUTO BILD das getestet. In den sechs Runden, drei davon geführt, drei im Soloflug, fällt direkt auf, wie ambitioniert der Ingolstädter einlenkt. Die Vorderachse packt willig zu, nichts schmiert. Besonders beeindruckend ist der narrensichere Umgang mit Lastwechseln.

Keine störenden Hochschalter im manuellen Modus

Gerade in Ascari gehören Wechselkurven zum guten Ton. Kein Zucken, kein Versetzen, nichts. Stur bleibt der Audi auf Linie. Mehr Agilität im Hinterwagen hat Audi versprochen, da dürfte noch ein bisschen mehr gehen, vielleicht regelt der Sportmodus hier noch ein bisschen nach. Alles in allem leistet sich das manuell einstellbare Gewindefahrwerk keine Schnitzer.
Der Achtstufen-Wandler reagiert im manuellen Modus zügig auf Schaltbefehle und gefällt ohne automatisierte Hochschalter. Denn das ist neu: Wer zu spät schaltet, rasselt in den Begrenzer. Und wer zu spät bremst? Der erntet einen doch noch feinnervig locker werdenden Hinterwagen, über den sich das Auto schön in die Kurve eindrehen lässt. Geht doch, warum nicht gleich so?