Kaufpreis, Versicherung, Kfz-Steuer, Tanken – die meisten Kosten beim Auto kann man gut planen. Aber nicht die Reparaturkosten. Autodiagnosetool-Hersteller Carly (Kooperationspartner von AUTO BILD) hat nun ausgewertet, bei welchen Marken man im Schnitt wie viel beim Werkstattbesuch zahlt.

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Dazu wurden die häufigsten Probleme, die per Carly-Tool bei Autos ausgelesen wurden, aus zehn Jahren angeschaut. Die Kosten für die Reparatur des Problems stammen aus dem markeneigenen Reparaturkostenrechner und wurden für die Auswertung gemittelt.

BMW-Fahrer zahlen am meisten

Das Ergebnis war erwartbar: Die ersten drei Plätze belegen Premiummarken. Ganz vorn: BMW. Wer mit seinem Bimmer in die Werkstatt fährt, gibt im Durchschnitt stolze 1150 Euro aus! Dabei gibt es allerdings Unterschiede, je nach Modell, wie die Auswertung zeigt.
Der BMW 5er ist mit durchschnittlichen Reparaturkosten von 1525 Euro extrem teuer. Die häufigsten von Carly identifizierten Probleme: Austausch des Partikelfilters und Ausfall der Lamdasonden – beides sind keine günstigen Reparaturen. Dagegen wirkt der 3er im Carly-Reparaturkostenvergleich mit 875 Euro direkt günstig.
Platz zwei belegt Audi mit durchschnittlich 989 Euro Reparaturkosten. Einzelne Modelle werden demnach aber deutlich teurer. Überraschend dabei: Ganz vorn liegt der Audi A1 mit 1235 Euro. Im AUTO BILD TÜV-Report fallen bis 2015 gebaute Exemplare mit gelängten Steuerketten auf, Federn und Dämpfer sind bei der HU ebenfalls immer wieder ein Thema.
Nur etwas günstiger, mit 942 Euro an durchschnittlichen Reparaturkosten: Mercedes. Ausreißer hier: der CLA mit im Schnitt 1135 Euro. Die C-Klasse dagegen unterbietet das Gesamtergebnis mit 800 Euro.

Opel mit den niedrigsten Reparaturkosten

Hinter den Premiummarken liegt VW auf Platz vier mit 767 Euro, gefolgt von Ford (588 Euro) und Hyundai (575 Euro). Am günstigsten kommen in dieser Auswertung Besitzer von Skoda- und Opel-Modellen weg. Die durchschnittlichen Reparaturkosten liegen bei der tschechischen Marke bei 450 Euro, bei Opel sind es 375 Euro – also weniger als ein Drittel der BMW-Kosten.
Da sich Carly allerdings nur 21 beliebte Modelle angeschaut hat, fehlen einige Marken. So gibt die Auswertung beispielsweise keine Erkenntnisse, ob die Dacia-Modelle bei den Reparaturkosten ähnlich günstig wie in der Anschaffung ausfallen. Dazu gibt es keine Unterscheidung zwischen Neu- und Gebrauchtwagen oder Generationen.