Naht die Geburtsstunde einer neuen Antriebs-Kategorie? BMW will im kommenden Jahr das EREV launchen, berichten mehrere Medien. Das wäre nach BEV (Batterie-Elektroauto) und PHEV (Plug-in-Elektroauto) die dritte Sorte von Elektroauto. Mit dem Unterschied, dass wie beim PHEV ein zweiter Antrieb an Bord ist: ein Verbrenner! Der treibt aber nicht die Räder, sondern einen Generator an – und produziert Strom für den Traktionsakku.
Wem das nun vertraut vorkommt: Das EREV ist die Neuauflage einer bereits bekannt Technik, dem "Range Extender" (Reichweiten-Verlängerer). Der Begriff steckt auch in der neuen Abkürzung: Electric Range Extender Vehicle.

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BMW hat bereits Erfahrung mit dieser Antriebs-Kombi: Von 2013 bis 2019 war der Elektro-Kleinwagen BMW i3 mit einem optionalen Zweizylinder-Benziner mit 38 PS an Bord erhältlich. Bei niedrigem Ladestand des Akkus springt er automatisch an, und lädt die Batterie nach. Ein neun Liter großer Tank reicht aus, um ausreichend Strom zu produzieren, um die 200 km Akkureichweite um mehr als 50 Prozent zu verlängern.
Laden an Handelshäusern, Supermärkten Netto Schnelllader
Den BMW i3 (2013-22) gab es auf Wunsch mit Range Extender (ReX). Ein großer Erfolg war der nicht: Weniger als fünf Prozent der i3 wurden mit ReX verkauft.
Bild: Matthias Brügge
Der neue Reichweiten-Verlängerer wird vom Technologiekonzern ZF entwickelt und soll erstmals im großen SUV BMW X5 bzw. iX5 verfügbar sein, berichten das britische Magazin "Autocar" und die "Automobilwoche" übereinstimmend. Erste Tests seien bereits im Gange. Der Wechsel zur 5. Generation X5 soll sich im kommenden Jahr vollziehen. Schon die aktuelle Generation wiegt als Verbrenner bis zu 2,5 Tonnen, da bleibt nicht viel Spielraum für große Akkus. Ein Range Extender würde die Reichweite des großen SUV merklich erhöhen. Bisher hat der Hersteller die Berichte nicht offiziell bestätigt.

Insgesamt 1000 km Reichweite im BMW iX5?

Mit einem solchen Antrieb holt man auf Langstrecken eine erhebliche Distanz heraus, bevor wieder geladen werden muss. Angeblich soll der iX5-Testwagen bis zu 1000 Kilometer weit kommen, bis das Auto an die Lade- oder Zapfsäule muss. Mit dem zusätzlichen Antrieb zielt BMW weniger auf Europa denn auf Übersee-Märkte wie etwa China. Dort ist die Ladeinfrastruktur in der Fläche weit weniger fortgeschritten als in der Heimat von BMW. Auch in den USA sind die Ladenetze auf dem flachen Land eher grobmaschig. Der X5 wird in Spartanburg/South Carolina gebaut.
Dazu passt auch, dass ZF vor Kurzem einen Antrieb präsentierte, der als "Electric Range Extender" (ERe) eben solche Möglichkeiten bietet. Wer hier 1 und 1 zusammenzählt, dürfte richtig liegen.
Mit dem Range Extender "eRE" und dem "eRE+" nutzt ZF seine Getriebekompetenz
Ende April stellte ZF zwei neuartige Range Extender vor, den Generator "eRE" (li.) und den "eRE+" mit integriertem Antrieb. Beide können mit einem 400- wie auch 800-Volt-Bordnetz betrieben werden.
Bild: Matthias Brügge/AUTO BILD

ZF steuert nur elektrische Komponenten bei

Bis zu 135 PS kann das System laut ZF in Strom ummünzen. Damit lässt sich die Reichweite von E-Autos mithilfe seines Electric Range Extender (ERe) nahezu verdoppeln – je nach Akkugröße auf rechnerisch bis zu 700 km. Wobei der Zulieferer nur die elektrischen Komponenten, nicht aber den dazugehörigen Verbrennungsmotor zur Verfügung stellt – den muss der jeweilige Hersteller selbst organisieren.
Die modulare Erweiterung "ERe+" macht aus dem Generator einen zusätzlichen Elektromotor, der bei Bedarf die zweite, ungetriebene Achse mobilisiert. So ließe sich auf Wunsch temporär aus einem Zweirad- ein Allradauto machen. ZF war zum Zeitpunkt der Bekanntgabe mit mehreren Herstellern im Gespräch – welche das sind, blieb bislang im Unklaren.

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Der Vorteil eines solchen Systems im Vergleich zum Plug-in-Hybrid: Der Verbrenner arbeitet mit kontinuierlichen Drehzahlen im lastoptimierten Bereich. Das reduziert nicht nur den Verbrauch, sondern auch die CO₂-Emission auf ein Minimum. Insbesondere in China soll eine erhöhte Nachfrage nach Elektroautos mit Range Extender bestehen. In der dortigen Elektrifizierungs-Strategie ist laut ZF von "New Energy Vehicles" die Rede, was eine Ausstattung mit Verbrenner-Hilfsantrieb nicht ausschließt.