Der BMW iX3 will hip und modern sein, das Elektro-SUV basiert aber auf einem altbewährten Grundmodell – und das ist auch gut so. Er will nicht auf Krampf anders sein, wie die Tesla dieser Welt, muss nicht zwingend alles über Touch machen. Kurz: sieht innen aus wie ein ganz normaler BMW. Und genau das ist es, was uns so an ihm gefällt. Die Bedienung ist selbsterklärend – manche Dinge müssen eben nicht revolutioniert werden; haben sich aus gutem Grund über Jahre bewährt.Die Revolution hat BMW an der Stelle vollzogen, an der es nötig war: bei der Reichweite. Laut WLTP soll der iX3 mit einer Ladung rund 460 Kilometer weit kommen, unter 20 kWh alle 100 Kilometer versprechen die Bayern im Alltag. Das haben wir getestet und bei unserer ca. 140 Kilometer langen Runde bewusst nicht auf die Verbrauchsanzeige gelinst; sind ganz normal gefahren.
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BMW iX3 (2020): Neuvorstellung - Elektro - SUV - Info

BMW bringt den elektrischen X3

Erst am Ende haben wir im Display umgeschaltet – und was steht da? Glatte 20 kWh pro 100 Kilometer. Sauber. Nach dem Verbrauch kommt das Laden – und exakt das ist bei den meisten E-Autos ja die Krux. Der BMW lädt am heimischen Anschluss mit maximal elf kW, am Schnelllader mit deren 150 kW – das ist absolut zeitgemäß und sorgt dafür, dass nach einer halben Stunde der Akku wieder zu 80 Prozent voll ist. Wer noch weniger Zeit hat und nicht mehr allzu weit nach Hause hat, schafft nach zehn Minuten laden wieder 100 WLTP-Kilometer.

Clevere Rekuperation

Sehr clever hat BMW auch die Strategie in Sachen Energierückgewinnung ausgestaltet, denn standardmäßig fährt der iX3 adaptiv rekuperierend. Das heißt: Das SUV analysiert Parameter wie Topografie, Verkehrsfluss oder Streckenverlauf. Aufgrund dieser Daten entscheidet er, wann es sinnvoll ist, Energie zurückzugewinnen, und wann besser durch Segeln die bestehende kinetische Energie ausgenutzt wird, um im Rollbetrieb Strecke zu machen. Natürlich lässt sich die Rekuperations-Intensität auch manuell
in drei Stufen einstellen.

Der Preis soll noch sinken

BMW iX3 !! SPERRFRIST 04.November 2020	00:01 Uhr !!
Der Preis soll jetzt doch etwas günstiger werden und bei ca. 64.500 Euro liegen.
Und jetzt die Achillesferse eines jeden Elektroautos: Was kostet das? Hier hatte BMW schon vor Längerem 69.800 Euro als Basis kommuniziert. Nun soll der Preis noch mal um etwa fünf Prozent fallen, um den Abstand zu Benziner, Diesel und Plug-in (die Preise beginnen für den Basis-Benziner bei 45.133 Euro) nicht zu groß werden zu lassen. Macht also ca. 64.500 Euro. Die 7500 Euro Elektro-Prämie hätte es auch beim alten Preis schon gegeben. (Hier gibt es alle weiteren Infos zum BMW iX3.) Fazit von Alexander Bernt: Mit dem iX3 hat BMW erstmals alle vier präferierten Antriebs­arten in einer Baureihe vereint. Das Vollelektro­-SUV gefällt dabei mit problemloser Bedienbarkeit, alltagstauglicher Reichweite und schnellen Ladezeiten.