BMW R18: Vorstellung der Harley-Konkurrentin

Das ist die Harley-Gegnerin von BMW!

BMW steigt in den von Harley dominierten Cruiser-Markt ein: Die BMW R18 begeistert mit ihrer Optik und ihrer technischen Raffinesse. Passend dazu: das neue Heft AUTO BILD MOTORRAD!
Mancher Harley-Fahrer könnte seiner Marke bald untreu werden. Dass BMW Motorrad ein Stück vom Cruiser-Markt abhaben will, ist klar. Seit Monaten halten die Bayern die Welt mit ihren atemberaubend schönen Studien Birdcage, R18 und R18/2 in Atem. Jetzt ist das Serienmotorrad fertig. Es zieht den Betrachter nicht nur mit seinem fetten Auftritt in den Bann, sondern mit allerlei technischen Highlights und coolen Details, die an die Historie der Marke erinnern.
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Auf Infotainment kann die BMW R18 getrost verzichten. Für die passende Unterhaltung an Bord sorgt anstelle eines schweren Soundsystems der bislang hubraumstärkste BMW-Boxer. Der luft-/ölgekühlte Zweizylinder holt 91 PS aus 1802 Kubikzentimetern Hubraum. Die maximale Leistung liegt bei 4750 Umdrehungen pro Minute an. Das Drehmoment beziffert BMW im Text zur Präsentation mit 150 Newtonmetern, die das mächtige Aggregat zwischen 2000 und 4000 Umdrehungen kontinuierlich zur Verfügung stellt.

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Herzstück der R18 ist ihr mächtiger Boxer. Das Aggregat hat 1,8 Liter Hubraum und leistet 91 PS.

BMW verspricht sich davon eine urwüchsige Durchzugskraft, die mit einem schönen Klangbild einhergeht. Orientiert es sich daran, was im Frühsommer 2019 bei der Vorstellung der ersten R18-Studie am Comer See zu hören war, dürfte auch die Serienmaschine ganz ordentlich brabbeln. An der Optik des Motors hat sich erfreulich wenig verändert. Der gewaltige Boxer bringt geschickt Traditionen aus dem BMW-Motorenbau und moderne Anforderungen beispielsweise bezüglich der Emissionen unter einen Hut.

Markenhistorie stand Pate für die R18

In vielen spannenden Details stand die BMW R5 (links) Pate für die Entwicklung der dicken R18.

Die eigene BMW-Motorrad-Historie inspirierte die Schöpfer für Konzept und Stil der R18. Die BMW R5 von 1936 stand Pate für einige coole Details des dicken Cruisers. Dazu zählen unter anderem der Doppelschleifenrahmen und der Tropfentank. Der Rahmen besteht aus Stahl und verfügt etwa über Schweißverbindungen zwischen Stahl- und Guss- bzw. Schmiedeteilen. Die Hinterradschwinge hat BMW nach einer ähnlichen Idee gefertigt. Das Hinterachsgetriebe wird wie beim historischen Vorbild geschraubt. Auch die offen laufende Kardanwelle der Studie schaffte es in die Serienfertigung! Hier waren sich die Experten im Vorhinein besonders sicher, dass das nicht geschehen würde. Eine schöne Überraschung. Klassisch schwarzer Lack mit einer weiß abgesetzten Doppellinie kann ab Werk bestellt werden. Auch das ist eine liebevolle Reminiszenz an die "Urgroßmutter" R5.

Lässige Sitzposition und technische Helferlein

BMW will aus ergonomischer wie technischer Perspektive ein fahraktives Paket geschnürt haben.

Um eine möglichst entspannte Sitzposition zu ermöglichen, hat BMW sich für die mittige Anordnung der Fußrasten direkt hinter den Zylindern entschieden. Zum einen gilt diese Positionierung der Füße als BMW-typisch, zum anderen soll sie lässiges Sitzen bei einer gleichzeitig größtmöglichen Fahrzeugkontrolle sicherstellen. Die Federelemente kommen bewusst ohne elektrische Einstellmöglichkeiten aus. Die Teleskopgabel und das direkt angelenkte Zentralfederbein werden wegabhängig gedämpft und verfügen über eine verstellbare Federvorspannung. Der Federweg beträgt vorne 120, hinten 90 Millimeter. Am Vorderrad wird die R18 von einer Doppelscheibenbremse verzögert, hinten unterstützt eine einzelne Scheibe. Ganz ohne technische Raffinessen konnte BMW dann aber doch nicht. Die R18 fährt serienmäßig mit den drei Fahrmodi "Rain", "Rock" und "Roll" vor. Dazu sind eine Stabilitätskontrolle und eine Motorschleppmoment-Regelung an Bord. Eine Rückfahrhilfe erleichtert das Rangieren, "Hill Start" das Anfahren am Berg.

Customizing soll einfach möglich sein

Die R18 ist laut Hersteller ab Werk so ausgelegt, dass sie viele Chancen zum Umbau bietet.

Damit ihre neuen Eigner die R18 möglichst unkompliziert ihren persönlichen Vorlieben anpassen können, hat BMW sie nach eigenen Angaben bereits in der Konstruktionsphase darauf ausgelegt. Der Heckrahmen und die lackierten Karosserieteile lassen sich zum Beispiel leicht demontieren. Die Hydraulikleitungen von Bremse und Kupplung und der Kabelbaum haben vorgefertigte Schnittstellen, damit problemlos höhere oder niedrigere Lenker angebaut werden können. Darüber hinaus hat BMW die sichtbaren Ventildeckel und den Motorgehäusedeckel so konzipiert, dass sie außerhalb des Ölraums sitzen und leicht getauscht werden können. Das Zubehörprogramm von BMW Motorrad wurde bereits um passende Teile fürs Customizing erweitert. Mit Roland Sands Design hat BMW zusammengearbeitet, um schicke Alu-Frästeile anbieten zu können. In Kooperation mit dem US-Spezialisten Mustang Seats entstanden Sitze und Sitzbänke, die Auspuffanlagen hat BMW zusammen mit Vance & Hines kreiert. Bleibt nur noch die Frage nach Marktstart und Preis: Laut BMW steht die R18 im Herbst 2020 beim Händler, der Preis für die First Edition beträgt 22.800 Euro inklusive Mehrwertsteuer.

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