Borgward: Autosalon Genf 2015
Borgward kündigt SUV an

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Auf dem Genfer Autosalon kündigt die Kult-Marke Borgward das erste neue Auto nach 54 Jahren an. Es soll ein kompaktes SUV werden und schon auf der IAA in Frankfurt stehen.
Bild: dpa

Auf dem Stand in Genf fielen starke Worte, Skizzen wurden nicht gezeigt.

"Ein Kindheitstraum von mir, der nun Realität wird": Christian Borgward, Enkel von Carl F. W. Borgward und Aufsichtsratsvorsitzender der Borgward AG.
Bild: Werk
Messe-Rundgang: Die Highlights von Genf 2015
Den AUTO BILD-Informationen zufolge soll die Serienproduktion des neuen SUVs im frühen März 2016 anlaufen. Borgward rechnet bis 2020 mit 800.000 Autos pro Jahr weltweit, zwei bis drei neue Modelle sollen jährlich herauskommen. In Genf blieb es auf dem großen Borgward-Stand aber bei starken Ankündigungen: Es wurden keine Skizzen gezeigt, keine Entwürfe und auch kein neues Auto. "Der Einstieg eines chinesischen Multis würde gut zur Historie passen: Borgward war aus eigener Kraft groß geworden – wie die neuen Reichen in China", sagte Christian Steiger, Mitglied der AUTO BILD-Chefredaktion. Borgward gilt als große deutsche Individualisten-Marke der Fünfzigerjahre. Nur Opel und VW verkauften 1955 hierzulande mehr Autos als Borgward.Zu den größten Verkaufs- und Konstruktionserfolgen der Bremer Automobilfirma gehörten der Kleinwagen LP 300 mit Zweitaktmotor, der Borgward Hansa 1500/1800 sowie der Oberklassewagen P100, der erste deutsche Pkw mit serienmäßiger Luftfederung. Vor allem aber der Mittelklassewagen Borgward Isabella, der sich in allen Ausführungen 202.862 Mal verkaufte, blieb im kollektiven Gedächtnis. 1961 musste die Unternehmensgruppe, größter Arbeitgeber Bremens, nach öffentlich gewordenen finanziellen Schwierigkeiten Konkurs anmelden.
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