Der neue Saab 9-5 (2010)
Ist der dick, Mann!

Zwölf Jahre hat sich Saab Zeit gelassen, um sein Flaggschiff 9-5 zu ersetzen. Im April 2010 ist es endlich so weit, dann kommt der Nachfolger. Im Kern ein Opel Insignia – aber um einiges größer.
Neue Modelle von Saab sind selten wie Elche in deutschen Wäldern. Die Schweden wurde jahrelang von der Mutter GM an der kurzen Leine gehalten, es fehlte das Geld für Neuentwicklungen. Jetzt sind bei Saab wieder Schweden am Ruder, die Sportwagenschmiede Koenigsegg wird das Unternehmen (hoffentlich) retten. Da kommt das neue Flaggschiff gerade recht, immerhin hat der Saab 9-5 bereits ein Dutzend Jahre auf dem Buckel, auch wenn er optisch immer wieder aufgefrischt wurde, war er technisch veraltet. Vorbei, endlich ist der neue 9-5 fertig, und er wird ein wirkliches Flaggschiff der Marke, auch wenn sich unter dem Blech die Technik des neuen Opel Insignia verbirgt. Doch der Schwede ist größer, mit 5,01 Metern Länge toppt er nicht nur den Technik-Bruder aus Rüsselsheim, sondern auch die deutsche Konkurrenz wie Audi A6, BMW 5er und Mercedes E-Klasse, die allesamt einige Zentimeter unter der Fünfmeter-Marke rangieren. Da wird auch die Verwandschaft zum Buick LaCrosse deutlich, der in den USA bereits am Start ist und mit 5,03 Metern Länge die Plattform spendiert.
Überblick: News und Tests zum Saab 9-5


Optional jede Menge Luxus
Natürlich muss ein Flaggschiff auch mit technischen Highlights punkten. Kleine Auswahl der Optionen gefällig: Head-up-Display, Einparkautomatik, Fahrwerksabstimmung, die sich über drei Settings (Comfort, Sport und Intelligent) der Fahrweise des Fahrers anpasst, Bi-Xenon-Kurvenlicht, Keyless-Go, Schildererkennung im Panasonic-Navi, 8-Zoll-Touchscreen-Monitor oder ein Soundsystem von Harman & Kardon. Drei Ausstattungslinien wird es geben, die wie bisher Linear, Vector und Aero heißen. Von Anfang an steht der Allradantrieb von kleinen Bruder 9-3X als Weiterentwicklung in der Preisliste für die stärkeren Motoren. Drei Benziner mit Turboaufladung von 160 (1,6 Liter) bis 300 PS (2,8-Liter-V6) und zwei Diesel (2,0-Liter) mit 160 und 190 PS sollen den 9-5 standesgemäß mobil machen. Auf Hybridtechnik oder ein Start-Stopp-System müssen die Kunde allerdings (noch) verzichten. Die Preise stehen noch nicht fest, sollen aber unter denen eines Audi A6 liegen. Das bedeutet weniger als 34.700 Euro und damit eine Menge Schwedenstahl für's Geld.
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