E-Auto-Akkus: Northvolt erzielt Durchbruch bei Natrium-Ionen-Ökobatterie
Batteriefirma Northvolt macht großen Schritt zum Öko-Akku für E-Autos

Ein Durchbruch des Batteriehersteller Northvolt weckt neue Hoffnungen auf einen Öko-Akku für E-Autos: Die neuen Natrium-Ionen-Batteriezellen ersetzen das seltene Lithium durch weitverbreitetes Natrium. Alle Infos zum neuen Akku!
Bild: Northvolt
Einer der wichtigsten Kritikpunkte an Lithium-Ionen-Akkus für E-Autos ist die kritische Rohstoffbeschaffung. Lithium ist ein seltener und unter Umweltgesichtspunkten problematischer Rohstoff; das Leichtmetall ist vielerorts nur unter dem Einsatz von jeder Menge Wasser zu fördern und steht daher im Ruf, ein grundwasserspiegelsenkender Rohstoff zu sein.
Umso interessanter ist der jüngste Durchbruch des Batterieherstellers Northvolt: Das schwedische Unternehmen hat jetzt Energiezellen entwickelt, die ganz ohne das rare Lithium auskommen. Sie verzichten auch auf Kobalt und Nickel und wecken so die Hoffnung auf eine elektrische Mobilität auf Basis weitverbreiteter, ungiftiger Rohstoffe.
Northvolt verspricht hohe Energiedichte bei Natrium-Ionen-Akkus
Bislang hatten Natrium-Ionen-Akkus einen gravierenden Nachteil: die geringe Energiedichte. Moderne Lithium-Ionen-Akkus erreichen aktuell zwischen 200 und 250 Wattstunden pro Kilogramm Akkugewicht (Wh/kg), je nach Material der zweiten Elektrode. Nun verspricht Northvolt für den Natrium-Ionen-Akku eine Energiedichte von 160 Wh/kg.
Einer Unternehmensmitteilung zufolge sei die jetzt entwickelte Zelle sicherer, kostengünstiger und nachhaltiger zu produzieren. Nicht enthalten seien neben Lithium auch Nickel, Mangan und Kobalt. Auch Eisenphosphat und Grafit seien für die Öko-Batterie nicht nötig.
Basis seien kostengünstige, weltweit verbreitete und frei verfügbare Rohstoffe. Die ersten Beispiel-Batteriezellen der neuen Bauart sollen 2024 an ausgewählte Testkunden ausgeliefert werden.

Auch der Hersteller CATL forscht am Natrium-Ionen-Akku.
Bild: CATL
Generell gilt für Natrium-Ionen-Akkus: Sie sind nicht brennbar, weniger kälteempfindlich (müssen daher nicht vorgeheizt werden), reagieren robuster auf hohe Ladeströme und halten auch länger.
In China wurde der seit 2021 produzierte Kleinwagen Sol E10X zuletzt als Technologieträger für Natrium-Ionen-Akkus genutzt. Der elektrische Kleinstwagen wurde mit einem 25 kWh großen Natrium-Ionen-Akku ausgerüstet. Das Auto hat damit eine Reichweite von 120 bis 130 Kilometern.
Der Hersteller JAC, an dem Volkswagen mehrheitlich beteiligt ist, produziert den Wagen. Der Akku hat eine Energiedichte von real 120 Wh/kg. Das ist etwa ein Viertel weniger, als die serienmäßigen Lithium-Ionen-Batterien erreichen.
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