Batterieelektrische Fahrzeuge sind in der Landwirtschaft bisher nur begrenzt einsetzbar, weil die Akkukapazität meist einfach zu klein ist. Bisher ergibt der Einsatz von E-Treckern nur unterhalb einer Leistung von 50 kW Sinn. Deshalb forscht Traktoren-Hersteller Fendt bereits seit einiger Zeit mit dem Projekt H2Agrar, wie man Wasserstoff-Antriebe erfolgreich auf dem Feld einsetzen kann.

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Vier Prototypen wasserstoffbetriebener Traktoren wurden bereits gebaut. Das verkündete Fendt auf dem firmeneigenen Tag der Nachhaltigkeit Ende Oktober 2022. Die Prototypen werden in Kürze ihren Dienst in zwei Testbetrieben in Niedersachsen antreten und sollen dann im täglichen Einsatz wertvolle Erkenntnisse liefern.

Die Core75-Motoren sind für alternative Kraftstoffe vorbereitet

Doch nicht nur auf diesem Feld tut sich bei Fendt was. Die Firma Agco Power hat die neue Motorengeneration Core75 für Schlepper wie den Fendt 700 Vario Gen7 entwickelt. Agco Power gehört zusammen mit Fendt, Massey Ferguson und Valtra zum Agco-Konzern. Die neuen Core75-Motoren können wie eh und je Diesel tanken. Sie sind aber bereits für zukünftige – sprich alternative – Kraftstoffe gerüstet.

Biokraftstoffe können bereits getankt werden

Agco-Power-Chef Juha Tervala sagt, die Core-Motorenplattform sei mit Absicht so aufgestellt, dass sie für den Einsatz von Wasserstoff, Ethanol, Methanol oder Biogas weiterentwickelt werden kann. Auch "elektrische Hybridanwendungen" sollen möglich sein. Die Core-Motoren können bereits jetzt Biokraftstoffe tanken. Die arbeiten zwar nicht klimaneutral, kommen aber in die Nähe eines neutralen Betriebs.
Fendt 700 Vario Gen7
Die neuen Motoren arbeiten zum Beispiel im Fendt 700 Vario Gen7.
Bild: Fendt

Der Fendt 700 Vario Gen7 wird von den neuen Motoren angetrieben

Der erste Motor der Core75-Plattform ist der 7,5 Liter große Sechszylinder mit 303 PS, der im neuen Fendt 700 Vario Gen7 steckt. Das neue Aggregat wird ab Ende 2022 in Finnland in Serie gebaut. Bis der erste serienreife Wasserstoff-Traktor von Fendt ausgeliefert werden kann, dürften noch ein paar Jahre ins Land ziehen. Agco macht bisher keine konkreten Angaben zu einem Zeitplan. Aber der Grundstein für den Einsatz von Kraftstoffen wie Wasserstoff in Fendt-Traktoren ist offensichtlich gelegt.