Fahrbericht Ford Explorer

Ford Explorer: Test - SUV - Plug-in-Hybrid

Der Explorer fährt typisch amerikanisch

20 Jahre gab es den Ford Explorer nur als Grauimport. Jetzt kehrt das XL-SUV offiziell zurück und soll als Plug-in-Hybrid punkten. Fahrbericht!
Das Fazit von Timo Gohler: "In dieser Größen- und Preisliga sind hierzulande vorrangig Diesel unterwegs. Doch die mag nicht jeder. Als Plug-in-Hybrid könnte der Explorer also durchaus punkten. Vor allem, weil der Big Mac auch sehr ordentlich fährt."
Explorer? Den kennen heute nur noch alte Hasen. Ford strich ihn vor fast 20 Jahren aus dem Programm. Inzwischen ist Deutschland jedoch im SUV-Rausch. Und ganz nebenbei wurde der Ford Explorer über die Jahre immer besser, die Motoren viel sparsamer. Und weil Galaxy und S-Max nicht ewig leben werden, holt Ford die in den USA gerade eingeführte Neuauflage zum Jahresende 2019 wieder nach Europa.

Das Platzangebot im Ford Explorer ist riesig

Stauraum satt: Wenn Rückbank und dritte Sitzreihe flachliegen, schluckt der Kofferraum 2274 Liter.

Das wird dann eine dicke Nummer. Denn der Explorer misst nicht nur knapp über fünf Meter und fährt damit in einer Liga mit Mercedes GLE, Audi Q7 oder BMW X5. Nein, er bietet – zumindest in Amerika sogar ohne Aufpreis – auch drei Sitzreihen, die ihren Namen verdienen. So richtig riesig wird der Explorer, wenn man die dritte Reihe elektrisch versenkt und die Sessel in der zweiten von Hand flachlegt. Dann passen bis zu 2274 Liter hinter die elektrisch aufschwingende Heckklappe. Und weil Kleinvieh auch Mist macht, gibt es dazu noch Ablagen mit insgesamt 123 Liter Stauraum sowie nicht weniger als zwölf Cupholder. Der Explorer fährt typisch amerikanisch – und das ist durch und durch positiv gemeint. Denn der Ford ist so gemütlich, wie man es von so einem Giganten erwartet und bei einem Familienauto braucht. Er versucht gar nicht erst, einem eine falsche Dynamik vorzugaukeln oder gar den Sportler zu geben.

Hierzulande wird es das XL-SUV nur als Plug-in-Hybrid geben

Das Antriebs-Duo mobilisiert 450 PS und 840 Nm, rein elektrisch soll es 40 Kilometer Reichweite schaffen.

Betont gelassen rollt er dahin, bügelt tapfer über die Querfugen auf schartigen Highways und lässt sich auch von den wenigen engen Kurven im Land der endlosen Geraden kaum aus der Ruhe bringen. Bei uns wird es ihn ausschließlich als Plug-in-Hybriden geben, für den Ford einen 3,0 Liter großen V6-Benziner mit 350 PS mit einer 100 PS starken E-Maschine und einem 13,1 kWh großen Akku kombiniert. Das soll immerhin 40 Kilometer elektrische Reichweite ergeben. Zusammen 450 PS und 840 Nm stark, soll dieses Tandem rein rechnerisch außerdem mit 3,4 Litern auskommen und die Mär vom versoffenen Ami-SUV gar vollends Lügen strafen. Vielversprechend auch der Rest der Technik: Die Amerikaner spendieren dem Bestseller von LED-Scheinwerfern über reichlich Assistenzsysteme bis zum weitgehend automatisierten Parken fast alles, was ihr Vorrat an Innovationen hergibt. Schade: Cockpit digital und modern, Bedienung angestaubt.
Die Konkurrenten bei uns: Skoda Kodiaq, Seat Tarraco, Hyundai Santa Fe oder Kia Sorento. Denen hat Ford nicht zuletzt den Plug-in-Hybrid voraus. Gut möglich also, dass die Europareise des Explorer zum Erfolg wird. Wenn der Preis stimmt.
Technische Daten Ford Explorer Plug-in-Hybrid • Motor: V6, Turbo (350 PS) + E-Motor (100 PS) • Hubraum: 2956 cm³ • Systemleistung: 331 kW (450 PS) • max. Drehmoment: 840 Nm • Antrieb: Allradantrieb, Zehnstufenautomatik • Länge/Breite/Höhe: 5050/2004/1775 mm • Radstand: 3025 mm • Leergewicht: 1970 kg • Kofferraum: 515–2274 l • Batterie: Lithium-Ionen, 13,1 kWh • Tank: 68 l • Verbrauch: 3,4 l Super (WLTP) • Abgas CO2: 78 g/km.

Fahrbericht Ford Explorer

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Autor: Timo Gohler

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