Drei kompakte Spritsparer im Test

Ford Focus, Mazda3, Toyota Corolla: Test

Welcher Motor spart am besten?

Ein komplexer Motor soll dem Mazda3 eine saubere Öko-Bilanz liefern. Das prüfen wir im Vergleich mit Ford Focus und Toyota Corolla Hybrid.
Platz 1 mit 521 von 750 Punkten: Ford Focus 1.5 EcoBoost.Typisch Ford: irgendwie unauffällig spaßig. Motor brauchbar. Basispreis: ab 24.300 Euro (Ersparnis bei carwow.de mindestens 4746 Euro).
Platz 2 mit 510 von 750 Punkten: Mazda3 Skyactiv-X 2.0 M Hybrid. Auf jeden Fall ein besonderer Kompakter. Kein Sparwunder. Basispreis: ab 26.790 Euro (Ersparnis bei carwow.de mindestens 3665 Euro).
Platz 3 mit 491 von 750 Punkten: Toyota Corolla 2.0 Hybrid. Beim Antrieb der Feingeist, im Alltag burschikos. Basispreis: ab 29.290 Euro (Ersparnis bei carwow.de mindestens 4501 Euro).
Hat Mazda den Motor neu erfunden? Die Japaner bringen nun ihr Skyactiv-X-Aggregat im Mazda3 auf den Markt. Einen Vierzylinder, der eine Art Diesel- und Benzinmaschinenmix ist, dadurch kaum Abgase raus-, aber viel Sparpotenzial in die Waagschale pustet. Wie gut das funktioniert, testen wir im Vergleich mit zwei Extremen in Sachen Effizienzprinzip Da wäre zunächst die aufwendigste Art, mit Benzin zu geizen: Hybrid. So etwas kommt traditionell von Toyota und heißt hier Corolla 2.0 Hybrid. Die simpelste Methode, den Durst zu zügeln, ist dagegen ein möglichst kleiner Motor mit wenig Zylindern. Das kann Ford mit dem Focus 1.5 EcoBoost besonders gut.

Sein Verbrauchsversprechen hält der Mazda3 nicht ganz

Nach WLTP-Norm braucht der Mazda3 nur 5,5 Liter auf 100 Kilometer – im Test ist es ein Liter mehr.

Um gleich Druck aus den Brennräumen zu nehmen: Der Toyota (6,1 l/100 km) ist hier das sparsamste Modell. Der Mix aus Benziner und Elektromodus wirkt nach wie vor. Der neue Mazda (6,5 l/100 km) hat auf unserer Praxisrunde fast einen halben Liter mehr Benzin auf 100 Kilometern verbraucht. Und der Ford (7,3 l/100 km) ist noch einmal deutlich schlechter als der Mazda. Wer also ausschließlich auf den Verbrauch achtet, hat seine Empfehlung soeben erhalten. Für alle anderen dröseln wir genauer auf: Im Mazda sehen wir einen gelungenen Mischling aus spaßig-schickem Kompakten und belastbarem Kumpel. Es gibt: eine übersichtliche Uhrensammlung im sportlich angedeuteten Cockpit, ein Multimedia-Angebot, das sich ganz praktisch per Zentralknopf beherrschen lässt, sauber packende Sitze mit angenehm praller Polsterung und einen lässig-fest-fein geführten Schalthebel.

Der Ford Focus gefällt als vorbildlicher Allrounder

Einer weniger: Mit seinem Dreizylinder hält der Focus gut mit, beim Benzinsparen liegt er aber hinten.

Was es nicht gibt: luftiges Raumgefühl im Fond oder einen rekordverdächtig großen Kofferraum. Das Auto spielt lieber auf Landstraßen herum, malochen sollen andere. Die Lenkung führt passabel, die trockene Federung legt immerhin bei schwungvoller Gangart passend los, und die Bremsen arbeiten mit festem Biss. Kurz: Das Auto macht sogar Laune. Der Motor weniger. Er wirkt viel schlapper, als 180 PS vermuten lassen, gibt unerwartet zweistufig und teils lustlos Leistung ab, vibriert gelegentlich und beginnt bei höheren Touren unangenehm zu dröhnen. Nur unter ganz sachter Last benimmt er sich, dann summt er leise und arbeitet dem technischen Aufwand entsprechend kultiviert. So etwas kann aber auch der Dreizylinder im Ford. Klar, forderst du vollen Ladedruck ab, rumort der 1.5er halt wie alle Dreizylinder hör- und fühlbar vor sich hin. Ansonsten kann er aber locker mithalten. Das Aggregat ist insgesamt ordentlich gedämmt, gibt ab 1500 Touren Kraft ab und scheut auch verschwitzte Drehorgien nicht. Dass reichlich mehr Leben in ihm steckt, belegt unser Messblatt nicht: Der 30 PS schwächere Focus kocht den Mazda3 im Durchzug (Elastizität) so was von ab – auweia! Auch sonst sehen wir im Ford einen vorbildlichen Allrounder. Komfort: rundum rund. Fahrverhalten: lebendig, aktiv, sicher. Ausstattung: voll modern, fast alles da. Kosten: in diesem Trio besonders gering.

Mit dem Toyota Corolla sollte man entspannt fahren

Eine sportliche Gangart liegt dem Corolla nicht, er ist aber eine gute Wahl für den gelassenen Fahrer.

Unterm Strich kommen hier also Fahrer auf ihre Kosten, die ihren Alltagshelden eben auch mal kurvige Straßen entlangscheuchen. Klasse: Der Wagen wirkt beim Zuckeln einerseits angenehm ausgeglichen, kann aber per Gaspedal in eine wache Grundhaltung versetzt werden. Anders gesagt: zwei Autos zum Preis von einem. Das bringt uns zum Toyota. Der Zwitter aus Benziner und Elektromobil lässt sich seine weiße Weste leider reichlich bezahlen. Zum höchsten Kaufpreis addieren sich der größere Aufwand bei den Inspektionen und deutlich schlechtere (im Vergleich zum Ford) Versicherungseinstufungen. Für den Toyota spricht das sorglose wie tatsächlich effiziente Antriebspaket. Bummelst du mit dem Corolla umher, ist eine Vier vor dem Komma im Verbrauchsrechner locker möglich. Das ist auch seine liebste Grundhaltung: entspannt laufen lassen. Das fühlt sich zudem angenehm spielerisch und mühelos an, wenn sich der Corolla aus dem Stand heraus leise und mit fein dosierbarer Kraft ablegt. Richtig fahraktiv loslegen, also mit festem Tritt aufs Gaspedal und forschen Richtungsänderungen, mag er dagegen gar nicht.
Das Fazit von Jan Horn: "Unter der Haube des Mazda 3 geht es zumindest technisch interessant zu. Der aufwendige Motor kann sein Verbrauchsversprechen jedoch nicht einlösen. Der Toyota mit Hybrid funktioniert gut, der Focus am besten." Weitere Details zum Test gibt es in der Bildergalerie.

Drei kompakte Spritsparer im Test

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