Aus für Ford Sync: Ford verabschiedet sich vorerst vom eigenen Infotainmentsystem und setzt in Zukunft auf Googles Android Automotive OS. Damit folgt der Autohersteller der Strategie anderer Wettbewerber (z. B. Polestar), die das System zum Teil schon heute erfolgreich einsetzen. AUTO BILD zeigt, was sich beim Ford-Infotainment in Zukunft ändert!

Ab 2023 arbeitet Ford mit Google zusammen

Ab 2023 will Ford "Millionen von Neuwagen" mit dem von Google entwickelten Fahrzeug-Betriebssystem ausstatten. Damit zieht neben Google Maps als Navigationssystem auch der Google Assistant als Sprachsteuerung in die jeweiligen Ford-Modelle ein. Mit diesen Diensten bietet das System einen Vorteil, den kein anderes Automobilsystem leisten kann: eine unglaubliche Menge an Nutzerdaten.Neben den im Fahrzeug erhobenen Daten verwenden weltweit Millionen von Menschen die Google-Dienste mit Smartphone, Smartspeaker und Co. Auf Basis dieser Daten verbessert Google ständig den Algorithmus, was wiederum auch zu einem verbesserten Nutzererlebnis auch im Auto führt.

Ford- und Polestar-Systeme sehen unterschiedlich aus

Ford Mustang Mach E
Erst 2020 hat Ford im Mustang Mach-E das neue Sync 4 vorgestellt. Jetzt wird es durch das Google-OS ersetzt.
Ford betont, dass sich das kommende Infotainment anders bedienen lassen soll als im Polestar 2. Die Baureihe von Volvos neuer Elektro-Marke nutzt als erstes Serienauto der Welt das System und konnte im ersten Test bereits mit seiner Google-Anbindung überzeugen. Die Kooperation zwischen Ford und dem Internetriesen kam ziemlich überraschend – immerhin präsentierten die US-Amerikaner gerade erst  das "Sync 4"-Infotainment im Ford Mustang Mach-E. Ob Ford Sync tatsächlich komplett verschwindet, wird sich zeigen – das Bündnis der beiden Großkonzerne ist nämlich vorerst nur für sechs Jahre geschlossen worden.

Google-Datenschutz und Support von Ford Sync

Bereits beim Polestar 2 gibt es Bedenken, was den Datenschutz angeht. Wer das volle Nutzererlebnis erfahren und damit alle Funktionen des Fahrzeugs ausschöpfen möchte, der schenkt Google sehr viele sensible Daten. Ob und wie sich Ford dieser Thematik annimmt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Auch wie der Support für bisherige Sync-Kunden in Zukunft aussehen wird, muss sich noch herausstellen.