Lewis Hamilton verschiebt die Grenzen: Im Qualifying zum Großen Preis von Spanien sichert sich der Mercedes-Star seine 100. Pole-Position – und stellt damit gleichzeitig einen neuen Rekord auf.
Der Brite verweist auf dem Circuit de Catalunya seinen schärfsten Konkurrenten Max Verstappen auf Platz zwei – allerdings fehlen dem fliegenden Holländer in seinem 100. Rennen für Red Bull nur 0,036 Sekunden. Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas startet von Platz drei.
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Hamilton: „Ich kann es nicht glauben, dass das meine 100. Pole ist, aber ich schulde es auch denen, die im Werk ständig die Latte höher legen.“
Verstappen: „Mein zweiter Versuch war ein bisschen schlechter, aber dass wir so nah dran sind, freut mich. Der Weg bis zur ersten Kurve ist lang (600 m; d. Red.). Wir scheinen jedenfalls die Pace zu haben.“
Red Bull-Berater Helmut Marko zeigt sich leicht enttäuscht: „Mit so einer minimalen Zeitdifferenz Zweiter zu werden ist ärgerlich, aber wir sind auf Augenhöhe. In Kurve vier haben wir zwei Zehntel verloren, aber wir gehen positiv ins Rennen, weil wir wissen, dass wir ein schnelles Rennauto haben. Perez (Rang acht; d. Red.) ist ein Reifenflüsterer, vielleicht können wir den auch noch ins Spiel bringen.“ Der Mexikaner hatte sich in seiner ersten Runde in Q1 gedreht und war so aus dem Rhythmus gekommen.
Best of the Rest ist Ferrari-Pilot Charles Leclerc vor einem überraschend schnellen Esteban Ocon im Alpine, der seinen Teamkollegen Fernando Alonso (Platz zehn) bei dessen Heimrennen klar distanziert. Endlich angekommen im McLaren scheint Daniel Ricciardo. Der Australier liegt auf Platz sieben zwei Ränge vorm McLaren-Shootingstar Lando Norris.
Hamilton holt 100. Pole
Für Sebastian Vettel ist erneut nicht mehr drin als das hintere Mittelfeld
Für Aston Martin und Sebastian Vettel ist erneut nicht mehr drin als das hintere Mittelfeld. Das bedeutet auch das Aus im zweiten Qualifying-Abschnitt. Dabei sind beide Piloten zumindest fast auf Augenhöhe unterwegs: Vettel schafft es mit dem Unterboden-Update auf Platz 13 und hat dabei eine Zehntelsekunde Rückstand auf den elftplatzierten Teamkollegen Lance Stroll – und das trotz eines Fehlers im Mittelsektor.
„Ich hätte mir gewünscht, dass der letzte Schuss besser wird“, räumt der Heppenheimer ein. „Der letzte Satz Reifen hat sich nicht so gut angefühlt, ruck zuck ist ein Zehntel weg. Morgen werden die Karten neun gemischt.“
Starke Leistung erneut von Mick Schumacher: Der Sohn von Michael Schumacher hat auf Platz 18 erstmals in dieser Saison einen Williams, konkret den von Nicholas Latifi, geschlagen und sorgt so dafür, dass Haas nicht mehr das eindeutig schlechteste Team ist. Außerdem ist der junge Deutsche erneut sieben Zehntelsekunden schneller als sein Teamkollege Nikita Mazepin, der die rote Laterne hält.
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Schumi junior hat dabei sogar mehr aus dem Auto rausgeholt als erwartet: „Wir haben uns eigentlich eher fünf Zehntel hinterm Williams gesehen“, verrät Mick. „In der ersten Kurve hatte ich einen kleinen Fehler, ohne den wir vielleicht sogar Kimi (Platz 17, 0,2 Sekunden Vorsprung) hätten schlagen können. Generell bin ich sehr happy. Das Team hat einen Mega-Job gemacht mit dem Auto.“

Qualifying, Ergebnis GP Spanien 2021:

1. Lewis Hamilton (Großbritannien) – Mercedes 1:16,741 Min.;
2. Max Verstappen (Niederlande) – Red Bull +0,036 Sek.;
3. Valtteri Bottas (Finnland) – Mercedes +0,132;
4. Charles Leclerc (Monaco) – Ferrari +0,769;
5. Esteban Ocon (Frankreich) – Alpine +0,839;
6. Carlos Sainz Jr. (Spanien) – Ferrari +0,879;
7. Daniel Ricciardo (Australien) – McLaren +0,881;
8. Sergio Perez (Mexiko) – Red Bull +0,960;
9. Lando Norris (Großbritannien) – McLaren +1,269;
10. Fernando Alonso (Spanien) – Alpine +1,406;
11. Lance Stroll (Kanada) – Aston Martin 1:17,974;
12. Pierre Gasly (Frankreich) – Alpha Tauri 1:17,982;
13. Sebastian Vettel (Heppenheim) – Aston Martin 1:18,079;
14. Antonio Giovinazzi (Italien) – Alfa Romeo 1:18,356;
15. George Russell (Großbritannien) – Williams 1:19,154;
16. Yuki Tsunoda (Japan) – Alpha Tauri 1:18,556;
17. Kimi Räikkönen (Finnland) – Alfa Romeo 1:18,917;
18. Mick Schumacher (Gland/Schweiz) – Haas 1:19,117;
19. Nicholas Latifi (Kanada) – Williams 1:19,219;
20. Nikita Masepin (Russland) – Haas 1:19,807

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