Vor zehntausenden lautstark jubelenden holländischen Fans hat WM-Spitzenreiter Max Verstappen seinen aktuellen Favoritenstatus in der Formel 1 untermauert. Beim Heimspiel seines Teams auf dem Red-Bull-Ring sichert sich Verstappen hauchdünn die Pole zum Österreich GP. Nur 0,048 Sekunden Vorsprung hat er am Ende auf den Sensations-Zweiten Lando Norris im McLaren.
Von Freude ist beim Red-Bull-Star deswegen nach dem Qualifying aber wenig zu sehen. "Macht das nie wieder, dass wir als Erster fahren! Das war zwar Platz eins, aber darüber reden wir später noch", funkt der Holländer nach seiner 7. Karriere-Pole wütend an den Kommandostand. Grund: Verstappen fährt beim letzten Outing in Q3 als erstes Auto auf die Strecke, hat dadurch keinen Windschatten, zieht seinerseits aber Norris auf den langen Geraden im ersten Sektor fast zur Pole.
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Teamchef Christian Horner gibt kleinlaut zu: "Im Nachinein wäre es besser gewesen, das mit dem Windschatten anders zu machen. Trotzdem hat Max jetzt die Pole." Mindestens genauso wichtig im WM-Kampf für Verstappen: Nicht nur Norris sondern auch Teamkollege Sergio Perez im zweiten Red Bull schiebt sich vor Titelrivale Lewis Hamilton. Der Brite, der am Samstag seine Vertragsverlängerung mit Mercedes bekanntgegeben hat, kommt direkt vor Teamkollege Valtteri Bottas nur auf den vierten Platz.
Max Verstappen schnappt sich die Pole in Spielberg, schimpft aber trotzdem mit seinem Team.
Knappe drei Zehntel fehlen Hamilton am Ende zur Pole-Zeit: "Wir haben alles gemacht, was wir konnten, aber besser ging es heute nicht. Dann kam auch noch der McLaren aus dem Nirgendwo, eine tolle Leistung von Lando", lobt Hamilton Landsmann Norris. Dass das Kundenteam von McLaren vorm Werksteam von Mercedes steht, schmeckt auch Teamchef Toto Wolff nicht. Das Rennen hat er aber noch nicht abgeschrieben. "Für uns geht es um Schadensbegrenzung. Ich glaube, dass Max in einer eigenen Liga fährt, aber die Anderen können wir vielleicht knacken", so Wolff.

Ferrari verpasst Top-10, Alonso stinksauer

Frust gibt es trotz des Halbfinal-Einzugs bei der Fußball-EM auch bei den Italienern: Ferrari scheitert gleich mit beiden Autos am Einzug in Q3. Weil Carlos Sainz und Charles Leclerc beide auf die gelben Medium-Reifen setzen, reicht es nur für die Plätze elf und zwölf. Ebenfalls raus im zweiten Quali-Segment: Daniel Ricciardo, Antonio Giovinazzi und Fernando Alonso, der bei seiner schnellsten Runde in der Zielkurve von Sebastian Vettel geblockt wird. Während Alonso lautstark schimpft, wird der deutsche Aston-Martin-Star später vom achten auf den elften Platz strafversetzt.
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Landsmann Mick Schumacher erwischt es im langsamen Haas-Ferrari erwartungsgemäß schon in Q1: Er nimmt den Österreich GP am Sonntag (Start um 15 Uhr) nur als 19. auf, ist mit seiner Runde aber immerhin eine satte halbe Sekunde schneller als Teamkollege Nikita Mazepin.

Grand Prix von Österreich
Qualifying

1. Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull 1:03,720 Min.
2. Lando Norris (Großbritannien) - McLaren +0,048 Sek.
3. Sergio Perez (Mexiko) - Red Bull +0,270
4. Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes +0,294
5. Valtteri Bottas (Finnland) - Mercedes +0,329
6. Pierre Gasly (Frankreich) - Alpha Tauri +0,387
7. Yuki Tsunoda (Japan) - Alpha Tauri +0,553
8. George Russell (Großbritannien) - Williams +0,871
9. Lance Stroll (Kanada) - Aston Martin +0,898
10. Carlos Sainz Jr. (Spanien) - Ferrari 1:04,559
11. Sebastian Vettel (Heppenheim) - Aston Martin +0,850 (+3 Plätze Strafe)
12. Charles Leclerc (Monaco) - Ferrari 1:04,600
13. Daniel Ricciardo (Australien) - McLaren 1:04,719
14. Fernando Alonso (Spanien) - Alpine 1:04,856
15. Antonio Giovinazzi (Italien) - Alfa Romeo 1:05,083
16. Kimi Räikkönen (Finnland) - Alfa Romeo 1:05,009
17. Esteban Ocon (Frankreich) - Alpine 1:05,051
18. Nicholas Latifi (Kanada) - Williams 1:05,195
19. Mick Schumacher (Gland/Schweiz) - Haas 1:05,427
20. Nikita Masepin (Russland) - Haas 1:05,951

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Von

Frederik Hackbarth