Update: Als Sebastian Vettel seinen Aston Martin AMR21 nach Platz zwei beim GP von Ungarn in der Ehrenrunde abstellte, schwante einigen Beobachtern schon Böses. Jetzt steht fest: Der Deutsche ist mit zu wenig Sprit im Tank nachträglich disqualifiziert worden. Laut dem technischen Delegierten der FIA, Jo Bauer, waren nur noch 0,3 Liter Benzin im Tank. Das Regelwerk sieht allerdings vor, dass zu Kontrollzwecken mindestens ein Liter Sprit abgepumpt werden kann.
Aston Martin-Teamchef Otmar Szafnauer hatte bei den Rennkommissaren noch versucht, die Disqualifikation abzuwenden. 1,44 Liter Benzin müssten nach internen Berechnungen noch im Tank sein, behauptete der US-Amerikaner. Doch die FIA-Schiedsrichter blieben hart. Der zweite Platz ist futsch. Vorerst zumindest, denn Aston Martin kündigt Einspruch an. Vettels Auto mit der Nummer fünf wird nun versiegelt und bei der FIA erneut untersucht. Offiziell bleibt Vettel solange Zweiter.

Vettel verteidigt Aston Martin nach Boxen-Panne

Statt über Platz zwei zu jubeln, ärgert sich Sebastian Vettel (34) nach der Zieldurchfahrt beim Großen Preis von Ungarn (alle Infos zum Rennen hier). „Aaah, ich habe alles versucht. Tut mir leid, Jungs!“, funkt er an die Box. Dabei müsste sich sein Team eigentlich bei ihm entschuldigen. Denn den Sieg verlor Aston Martin beim Boxenstopp.
Nach dem Chaos-Start fährt Vettel hinter Ocon auf Rang zwei, kommt aber nicht am Alpine vorbei. Also wagt er den Undercut. Doch beim Stopp braucht seine Crew eine Sekunde länger als Alpine eine Runde später. Eine Sekunde, die Vettel fehlt, um bei der Boxenausfahrt an Ocon vorbeizuziehen.
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Doch typisch Vettel: Der Heppenheimer nimmt sein Team in Schutz. „Den Unterschied heute hat Esteban gemacht, nichts Anderes. Er hat keinen Fehler gemacht – großes Kompliment.“ Über den Stopp sagt Vettel: „Das mit dem Boxenstopp muss ich mir nochmal ansehen. Wir versuchen als Rennstall alles, niemand muss sich einen Vorwurf machen lassen. Wir haben heute nicht verloren, Esteban und Alpine haben gewonnen.“
Sebastian Vettel fährt beim Ungarn GP aufs Podium
Unrecht hat der Deutsche nicht, denn Ocon gab ihm keine weitere Chance zu attackieren. Vettel: „Das Problem ist einfach: Es ist so wahnsinnig schwierig, mit diesen Autos einem Gegner dicht genug zu kommen, um einen vielversprechenden Angriff zu wagen. Ich hielt den Druck aufrecht, weil ich darauf spekulierte, dass ich ihn vielleicht in einen Fehler treiben kann. Aber der Kerl hat keinen Fehler gemacht.“
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Pikant: Nach dem Rennen muss der Aston Martin-Star zu den Rennkommissaren. Grund ist ein Verstoß beim Prozedere vor dem Rennen. Da ließ der Hesse auch während der ungarischen Nationalhymne sein Regenbogenshirt an, um gegen die Anti-Homosexuellen-Gesetze der Regierung zu demonstrieren. Doch laut Dokument 37 des GP Ungarn hätte Vettel das Shirt nur während der „We race as one-Zeremonie“ tragen dürfen.
Bei Sky drauf angesprochen sagt er nur: „Auf dem Teppich steht es geschrieben, dass wir für mehr Gleichberechtigung eintreten sollen, aber immer scheint es dann ja doch nicht erwünscht zu sein.“ Vettel bekommt eine Verwarnung, seine erste in diesem Jahr.
In der WM liegt Vettel jetzt auf Rang neun, hat ganze 30 Punkte mehr als sein Teamkollege Lance Stroll, der nach einer selbst verschuldeten Kollision am Start mit Charles Leclerc vorzeitig ausfiel.

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