Nach 24 Teststunden, insgesamt 3725 Runden und damit 20.159,7 Kilometern haben die zehn Formel-1-Teams die Testvorbereitungen auf die in zwei Wochen beginnende Saison abgeschlossen.
Die nackten Zahlen: Bestzeit für Max Verstappen mit einer Zeit von 1:28,960 Minuten. Das ist deutlich langsamer als die Pole-Position von Lewis Hamilton 2020 beim Bahrain-GP (1:27,264 Minuten). Aufgrund der Einschnitte am Unterboden ist das aber keine Überraschung. Die meisten Runden drehten Alfa Romeo und Alpha Tauri (422), die wenigsten Mercedes (304).
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Die Fakten: Red Bull macht den stärksten Eindruck. Mercedes hat ein Problem mit der Hinterachse, fuhr nach Informationen von AUTO BILD aber auch mit viel Sprit.
Vettel schon mit Durchhalteparolen
Sebastian Vettel
Bild: Aston Martin
Viel mehr Sorgen müssen sich die Fans um das Mercedes-Kundenteam Aston Martin machen, die neue Heimat von Sebastian Vettel. Bei ihnen streikt immer wieder die Technik. Am Samstag schaffte Vettel wegen eines Getriebedefekts nur zehn Runden. Am Sonntag kam der Heppenheimer nicht einmal auf eine volle Renndistanz (56 statt 57 Runden) – mit 117 Umläufen hat er die wenigsten aller Stammfahrer absolviert. Erneut musste sein Testtag wegen eines Ladedruck-Problems am Mercedes-V6-Turbomotor vorzeitig beendet werden. Das verhinderte auch die Zeitenjagd des Deutschen. Resultat: sechs Sekunden Rückstand auf Verstappen.
Vettel versucht zu beruhigen: „Ich verfalle nicht in Panik. Es könnte besser sein, es könnte aber auch schlimmer sein. Wir hatten natürlich mehr Runden geplant. Ich bin mir sicher, wir sind beim ersten Rennen besser aufgestellt.”
Den Rückstand ordnet er realistisch ein. „Am Ende war die Strecke am schnellsten, da mussten wir aber zuschauen. Mir tut natürlich jede Runde im Auto gut, dennoch war es ein aufschlussreicher Testtag. Der Test hat mir definitiv geholfen zu lernen, wo ich mich als Fahrer mit dem Auto verbessern kann und wo das Team den AMR21 ebenfalls verbessern kann.“
Immerhin: Auch sein Ex-Arbeitgeber Ferrari ist noch nicht wirklich in Tritt gekommen. Heute führte ein Hydraulikproblem zum Ausfall des Getriebes. Der erste Testtag musste wegen eines Motorproblems unterbrochen werden. Und: Die Rennsimulation, die Charles Leclerc zeitgleich mit Kimi Räikkönen durchführte, war alles andere als berauschend. Ferrari war allenfalls ein wenig schneller als Alfa Romeo. Doch das ist nicht das Team, mit dem sich die Scuderia eigentlich messen will.
Vettel schon mit Durchhalteparolen
Fernando Alonso  fuhr in den Longruns teilweise auf Mercedes-Niveau
Bild: Alpine
Erstaunlich stark: Alpine. Fernando Alonso  fuhr in den Longruns teilweise auf Mercedes-Niveau. Und auch McLaren dürfte in den Kampf ums Podest eingreifen können. „Mir ist warm ums Herz“, bekennt Teamchef Andreas Seidl bei Sky. „Ich bin einfach zufrieden, wie die Tests gelaufen sind. Das wird ein Kampf mit Aston Martin, Alpine, Alpha Tauri und Ferrari. Red Bull ist ein ganzes Stück weg und auch Mercedes wird in zwei Wochen beim Saisonstart sicher wieder weiter vorne stehen.“
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Die Rundenzahlen der Teams im Einzelnen: Alfa Romeo (422), Alpha Tauri (422), Ferrari (404), Alpine (396), Haas (394), Williams (373), Red Bull (369), McLaren (327), Aston Martin (314), Mercedes (304).

Zeitenliste Tag 3:

1. Max Verstappen (Red Bull-Honda): 1:28.960 Minuten (64 Runden) (C4 Reifen)
2. Yuki Tsunoda (Alpha Tauri-Honda): 1:29.053 Minuten (91) (C5)
3. Carlos Sainz (Ferrari): 1:29.611 Minuten (79) (C4)
4. Kimi Räikkönen (Alfa Romeo-Ferrari): 1:29.766 Minuten (166) (C5)
5. Lewis Hamilton (Mercedes): 1:30.025 Minuten (54) (C5)
6. George Russell (Williams-Mercedes): 1:30.117 Minuten (158) (C5)
7. Daniel Ricciardo (McLaren-Mercedes): 1:30.144 Minuten (76) (C4)
8. Sergio Perez (Red Bull-Honda): 1:30.187 Minuten (49) (C4)
9. Fernando Alonso (Alpine-Renault): 1:30.318 Minuten (78) (C4)
10. Charles Leclerc (Ferrari): 1:30.486 Minuten (80) (C3)
11. Lando Norris (McLaren-Mercedes): 1:30.661 Minuten (56) (C3)
12. Pierre Gasly (Alpha Tauri-Honda): 1:30.828 Minuten (76) (C4)
13. Esteban Ocon (Alpine-Renault): 1:31.310 Minuten (61) (C3)
14. Nikita Mazepin (Haas-Ferrari): 1:31.531 Minuten (67) (C4)
15. Mick Schumacher (Haas-Ferrari): 1:32.053 Minuten (78) (C3)
16. Valtteri Bottas (Mercedes): 1:32.406 Minuten (86) (C2)
17. Sebastian Vettel (Aston Martin-Mercedes): 1:35.041 Minuten (56) (C3)
18. Lance Stroll (Aston Martin-Mercedes): 1:36.100 Minuten (80) (C3)

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