Formel E: neuer Hersteller

Zehnter Hersteller ab 2020/21

Die Formel E hat schon jetzt neun Hersteller. In der kommenden Saison wird ein zehnter Hersteller aufspringen. Wann kommen die Chinesen?
Chinesische Automobilhersteller wollen den Elektroa-Boom nutzen, um sich auch international unter den Top-Marken zu positionieren. Von den f├╝nf Herstellern, die 2019 am meisten E-Autos an Kunden ausgeliefert haben, sind drei Autokonzerne aus China. BYD liegt mit 229.506 Autos hinter der US-Marke Tesla (367.820) auf Rang zwei, es folgen BAIC (160.251) und SAIC (137.666). Auf Rang f├╝nf erst folgt BMW (128.883), ist damit aber von den europ├Ąischen Automarken f├╝hrend.
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Weder BYD noch BAIC oder SAIC sind allerdings in der Formel E vertreten. Lisheng Racing will die Basis daf├╝r legen, dass sich das in absehbarer Zeit ├Ąndert.
Lisheng Racing hat vor der aktuellen Formel-E-Saison das Nio-Team gekauft. Auch Nio ist ein Hersteller aus China, der aber den internationalen Durchbruch nicht wie erhofft geschafft hat. Um sich dem Kerngesch├Ąft auf der Stra├če zu widmen, zog sich Nio weitgehend aus der Formel E zur├╝ck. Man unterst├╝tzt Lisheng Racing noch immer als Titelsponsor des Teams, das daher unter Nio333 auftritt.

Ma Qing-Hua entt├Ąuscht bisher in der Formel E

Doch Nio333 muss mit Vorjahresmotoren von Penske Vorlieb nehmen und ist daher der einzige Rennstall, der in diesem Jahr noch punktlos ist.
In Marokko sickerte nun durch, dass Lisheng Racing bereits an einem eigenen Motor f├╝r die kommende Saison arbeitet. Er wird in England gebaut, mit englischen Zulieferern. Damit w├Ąre Nio333 nach DS, BMW, Jaguar, Nissan, Mercedes, Audi, Porsche, Mahindra und Penske der zehnte Hersteller in der Formel E. Sofern kein anderer Hersteller aussteigt.
Hei├čt aber auch: Der Motor wird nicht von einem chinesischen Hersteller gebaut. Doch Lisheng-Chef Vincent Wang will es mittelfristig schaffen, dass ein Automobilhersteller aus China auf den Zug aufspringt. Die Basis daf├╝r wird gerade aufgebaut.
Wang arbeitet daran, den Motorsport in China gro├č zu machen. Lisheng Racing steckt hinter diversen Meisterschaften wie der chinesischen Tourenwagenmeisterschaft, der chinesischen Kartmeisterschaft, aber auch der asiatischen Formel 3.
Seit 2001 unterh├Ąlt Wang zudem eine Rennfahrerschule. Sein Ziel ist es, einen chinesischen Fahrer in der Formel E zum Superstar zu machen. Ma Qing-Hua f├Ąhrt aktuell f├╝r Nio333, wird diesem Anspruch aber nicht gerecht. Seit Paris 2015 war er f├╝r Aguri, Techeetah und Nio bei 14 Rennen am Start, holte aber nie Punkte ÔÇô ein trauriger Rekord.
Beim Rookietest in Marokko bekam Daniel Cao eine Chance. Er wurde 2019 Dritter in der asiatischen Formel 3. Als talentierteste Chinesen gelten derzeit Guanyou Zhou und Ye Yifei. Beide haben aber die Formel 1 im Visier und sind im Juniorkader von Renault.

Fotos: Picture-alliance

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