Genf 2011: Sitzprobe im Skoda VisionD
Skodas neuer Volkswagen

Hoppla, was ist denn mit Skoda los? Die Tschechen zeigen in Genf, wie sie in Zukunft auftreten wollen. Modern, schnörkellos und selbstbewusst. autobild.de-Volontär Lars Hänsch hat sich den Skoda VisionD ganz genau angesehen.
Skoda baut solide Autos. Hochwertig und zuverlässig sind die Tschechen, schnörkellos und sachlich. Keine Kante, keine Ecke. Nichts Scharfes dran, an so einem Octavia. Perfekte Autos für die Generation farblos. Genau das mag ein Garant für den Erfolg der Tschechen sein, für mich war es bisher der Grund, einen großen Bogen um jeden Skoda zu machen. Seit dem VW-Konzernabend vor dem Genfer Autosalon 2011 ist alles anders. Da betritt die Studie VisionD die Bühne. Und auf einmal ist alles da, was vorher fehlte: Ecken und Kanten, scharf gezeichnete Sicken und jede Menge Oberflächenstruktur. Daran bleibt das Auge hängen. Die Front ist breiter und deutlich kraftvoller als beim Octavia. Sieht von vorne ziemlich muskulös aus, was die Kreativen um Skoda-Chefdesigner Jozef Kaban da auf die Räder gestellt haben. Und dann dieser Blick. Platz da, statt Kuschelkurs.

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Der VisionD soll Appetit auf das zukünftige Design von Skoda machen. Was vom VisionD-Look aber genau an den kommenden Skoda auftauchen wird, dazu haben sich die Tschechen in Genf bedeckt gehalten. Hier war von einer ähnlichen Front bei den künftigen Serienmodellen die Rede, da von Heck-Details, die vom VisionD übernommen werden. Jozef Kaban konnten wir bloß entlocken, dass der kommende Octavia "echt geil" aussehen wird, mehr nicht. Die Studie VisionD zeigt dagegen, wie Skodas neuer Volkswagen aussieht, ein kompaktes Sparauto, das die Tschechen zwischen Fabia und Octavia einordnen. Rund 13.000 Euro wird das Serienauto im Golf-Format kosten, mit Stufenheck und Platz für 500 Liter Gepäck im Kofferraum. Gebaut wird es weltweit, unter anderem in Indien und in China. Gipfel der Weltauto-Idee: Seat bietet ein beinahe baugleiches Stufenheck-Modell an. Beide Fahrzeuge werden von sparsamen Drei- und Vierzylinder-Dieseln mit Common-Rail-Technik und von Benzinern mit Direkteinspritzung angetrieben. Nur die Namen, die steht noch nicht fest.
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