Der Einsatz von Dashcams zur Sicherung von Beweismitteln ist mittlerweile auch in Deutschland erlaubt (mehr zur Rechtslage bei Dashcams), und das Angebot auf dem Markt riesig. Von der günstigen 30-Euro-Kamera bis zum High-End-Gerät für über 300 Euro. AUTO BILD hat sich speziell im niedrigen Preissegment umgesehen und sechs Kandidaten unter 60 Euro ausprobiert. Weiteres zum Dashcam-Test und eine Bestenliste finden Sie hier

Sechs günstige Dashcams im Test

Der Test zeigt, eine gute Dashcam muss nicht teuer sein. Im Gegenteil: Ein gutes Gerät, die Aukey DRA 1 (gut), gibt es sogar schon für 45 Euro. Dafür muss man zwar kleine Schwächen in der Übersetzung von Menü und Anleitung sowie bei der Aufnahme in Kauf nehmen, aber sie erfüllt insgesamt ihren Zweck. Wer zehn Euro mehr investiert, bekommt mit dem Testsieger, der Aukey DR01 (gut), eine Dashcam, die noch schärfere und brillantere Aufnahmen macht. Das dritte "Gut" im Test wurde an die MiVue C512 von Mio vergeben. Sie macht solide Aufnahmen und glänzt durch ihr kompaktes Format. Auch das Schwester-Modell C314 (befriedigend) punktet durch die handliche Aufmachung. In Sachen Aufnahmen ist es aber etwas schwächer. Wer gerne einen Parkwächter hätte, findet in der Lamax C7 (befriedigend) für 59,99 Euro eine passende Alternative. Allerdings sorgt ebendieser Parkwächter auch für Verwirrung während des Tests: Der Knopf zur Aktivierung ist rot und prominent platziert. Intuitiv wird er mit dem Knopf für die Sperrung einer Aufnahme verwechselt – ärgerlich. Übrigens: Die günstigste Dashcam im Test war die Apeman C570 für den Knallerpreis von nur 32 Euro. Im Test konnte sie aber nicht ganz überzeugen: Vor allem bei den Nachtaufnahmen gab es Probleme. Deswegen reichte es beim Testergebnis nur für die Note "ausreichend".

Was unterscheidet die günstigen von den teureren Dashcams?

Die Antwort: vor allem der Funktionsumfang. Teurere Modelle bringen in der Regel noch eine ganze Armada Zusatzfeatures mit. Zum Beispiel Sicherheitsassistenten oder eine Sprachsteuerung. Bei den höherpreisigen Kameras ist zudem oft eine App dabei, die es erlaubt, die Dateien unkompliziert zu verwalten. Solche Spielereien gibt es im unteren Preissegment nicht. Die günstigen Modelle sind auf das Wesentliche beschränkt: Sie nehmen Videoschleifen auf, die im Ernstfall als Beweismittel dienen können. Weitere Spielereien gibt es nicht. Auch in Sachen Bildqualität gibt es Unterschiede: Bei teureren Modellen wird oft schon 4K-Auflösung oder Full HD mit hoher Bildrate geboten. Die preiswerten Dashcams lösen zwar alle in Full HD auf, schaffen dabei aber nur eine Bildrate von 30 Frames pro Sekunde. Dabei ist eine höhere Bildrate bei den vielen, schnellen Bewegungen im Straßenverkehr von Vorteil.