Während ein Großteil der Autofahrer ihre Autos mit 200.000 oder spätestens 300.000 Kilometern auf dem Tacho verkaufen, gibt es immer wieder extreme Ausreißer. Und AUTO BILD hat in der Vergangenheit bereits über die verschiedensten automobilen Kilometerfresser berichtet.
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Dabei sind vor allem Sportwagen mit sehr hohen Kilometerständen faszinierend, da die meisten Porsche, Ferrari oder Lamborghini von ihren Besitzern nur wenige Male pro Jahr bewegt werden und ansonsten ein ruhiges Autoleben in beheizten Garagen führen. 
Erst vor wenigen Monaten haben wir über einen Porsche 911 (996) Turbo geschrieben, der die magische 1.000.000-Kilometer-Marke geknackt hat. Der hier vorgestellte rote Honda NSX hat mittlerweile immerhin schon knapp 670.000 Kilometer auf dem Buckel – und ist täglich im Einsatz!

2005 standen 115.000 Kilometer auf dem Tacho

Der 1992er NSX und sein Besitzer Sean stammen aus den USA, wo der japanische Sportwagen als Acura NSX vertrieben wurde. 2005 kaufte Sean den NSX mit umgerechnet rund 115.000 Kilometern (etwa 70.000 Meilen) und nutzte den 274 PS starken Acura als Alltagsauto. Im Durchschnitt legte er so rund 30.000 Kilometer jährlich zurück.
Beeindruckend: 415.227 Meilen entsprechen 668.243 Kilometer. Mittlerweile dürfte der NSX noch einige Kilometer mehr gefahren worden sein.
Bild: youtube/Tyson Hugie

18 Jahre später sind es 668.243 Kilometer

So kamen in den vergangenen 18 Jahren einige Kilometer zusammen, sodass auf dem analogen Tacho aktuell 415.227 Meilen stehen. Das entspricht rund 668.243 Kilometer – eine ordentliche Leistung, die zeigt, dass auch Sportwagen als Alltagsautos taugen können. Denn auch wenn der rote Lack des NSX über die Jahre etwas ausgeblichen ist, der Innenraum hier und da etwas gelitten hat und die Front mit Steinschlägen übersät ist, so hat sich der NSX wacker geschlagen.

Laut Besitzer ist noch der originale hochdrehende 3,0-Liter-V6 mit 274 PS und 284 Nm verbaut, der seine Kraft über ein manuelles Fünfgang-Getriebe (ebenfalls noch das erste) an die Hinterräder abgibt. Bis auf regelmäßige Wartung (Zahnriemen alle 100.000 Kilometer wechseln) und Verschleißteile austauschen standen keinerlei größere Reparaturen an – was zweifellos für die Qualität von Honda/Acura spricht.

Der NSX gewann sogar einen Preis

Abgesehen von einem neuen Radsatz und einer Sportabgasanlage befindet sich der NSX in der Außenfarbe "Formula Red" im unverbastelten Originalzustand. In Kombination mit dem ungewöhnlich hohen Kilometerstand hat das dazu geführt, dass der Besitzer kürzlich einen Preis für einen der am besten konservierten und originalsten NSX einheimsen konnte.
Gebaut wurde der Honda NSX von 1990 bis 2005 in verschiedenen Versionen. Der nur 1,17 Meter flache Sportwagen ist vor allem dafür bekannt, dass der legendäre Ayrton Senna an der Feinabstimmung beteiligt war, doch der NSX ist auch aus technologischer Sicht ein Highlight. 
Nicht nur die Karosserie besteht aus Aluminium, sondern auch das Fahrwerk mit Einzelradaufhängung und doppelten Dreiecksquerlenkern. Trotz der für einen Sportwagen aus den 90ern üppigen Komfortausstattung beträgt das Leergewicht des NSX gerade mal 1350 Kilo.

Topspeed 270 km/h

Der NSX NA1 hat einen quer hinter den Sitzen verbauten 3,0-Liter-V6 mit vier obenliegenden Nockenwellen verbaut, dessen Höchstdrehzahl bei 8000 U/min liegt. Die 274 PS haben mit dem NSX leichtes Spiel, was die 5,9 Sekunden von 0-100 km/h und ein Topspeed von 270 km/h belegen. Vor allem in den USA war der Acura NSX von Anfang an ein Erfolg, was auch daran lag, dass das Magazin "Road & Track" den NSX im Erscheinungsjahr zu einem der zehn besten Autos der Welt kürte.

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In Deutschland ist der NSX ein Exot, der in den vergangenen Jahren vom Mauerblümchen zum gesuchten Klassiker avancierte. Für gute Gebrauchte können schnell sechsstellige Preise aufgerufen werden, was am sehr kleinen Angebot und an der Zuverlässigkeit liegt. Bis heute gelten NSX bei entsprechender Pflege als weitestgehend problemlos – wie das rote Exemplar von Sean eindrucksvoll unter Beweis stellt.