HWA Evo: Mercedes 190 E 2.5-16 Evo II Restomod
HWA Evo: Der Mercedes 190 Evo II Restomod kostet 850.000 Euro
HWA Evo
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HWA gibt weiter Gas! Nach dem ersten fahrbereiten Prototyp zeigt der Kleinserienhersteller im Rahmen des 24-Stunden-Rennens am Nürburgring zwei weitere Prototypen, die im Rahmenprogramm des legendären Langstreckenrennens Demofahrten absolvieren werden. AUTO BILD hat alle neuen Infos!
Die zwei neuen Prototypen sind echte Hingucker: Eines der Fahrzeuge trägt eine modern interpretierte DTM-Livery, der andere HWA Evo eine edle Einfarblackierung ("Silver Distel"). Wer sich die beiden Fahrzeuge live anschauen möchte, der kann das über das Wochenende am Nürburgring tun: Beide Autos werden im Fahrerlager ausgestellt.
Mit dem Evo wagt das Traditionsunternehmen HWA den nächsten Schritt und steigt als Fahrzeughersteller ins Restomod-Business ein. Der HWA Evo ist eine Hommage an den legendären Mercedes 190 E 2.5-16 Evo II. Nur 100 Exemplare will HWA bauen, Stückpreis: 714.000 Euro netto, macht rund 850.000 Euro brutto!
HWA ist bis heute das erfolgreichste DTM-Rennteam
HWA ist ein eigenständiges Unternehmen, das 1998 von Hans Werner Aufrecht gegründet wurde und sich seitdem vor allem im Motorsport einen Namen gemacht hat. So ist HWA bis heute das erfolgreichste Rennteam der DTM-Geschichte – es hat aber auch die Kleinserien des Mercedes CLK DTM AMG und des CLK-GTR entwickelt. Wenn sich also ein Unternehmen mit Mercedes-Fahrzeugen auskennt, dann ist es HWA.

Der HWA Evo ist eine Hommage an den Mercedes 190 E 2.5-16 Evo II und sieht auf den ersten Blick aus wie das Original.
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Auf Basis des Mercedes 190 (W 201) entwickelt das in Affalterbach ansässige Unternehmen aktuell sein erstes komplett eigenes Fahrzeug. Das hört auf den Namen HWA Evo und ist unverkennbar eine Hommage an den einst nur 502-mal gebauten Mercedes 190 E 2.5-16 Evo II.
Aufrecht, der auch liebevoll "Mr. DTM" genannt wird, war von 1986 bis 2017 Vorsitzender der DTM und nicht nur maßgeblich am Erfolg von Mercedes, sondern auch an der Entwicklung der Straßenversion des 190 E 2.5-16 Evo II beteiligt. Die Neuauflage ist daher ein Herzensprojekt für Aufrecht und das gesamte HWA-Team.
Alle Fakten zum HWA Evo auf einen Blick:
- Hommage an den Mercedes 190 E 2.5-16 Evo II
- auf Basis des Mercedes 190 (W 201)
- nur 100 Exemplare entstehen
- 3,0-Liter-V6-Biturbo mit Trockensumpfschmierung
- 450 PS und 550 Nm Drehmoment
- 270 km/h Topspeed
- 1360 Kilo schwer
- Affalterbach-Paket mit 500 PS und 300 km/h Topspeed
- Carbonkeramikbremse optional erhältlich
- Großteile der Karosserie in Carbon
- ab sofort bestellbar
- Basispreis in Deutschland 849.660 Euro
- erste Auslieferung Ende 2025
"Der HWA EVO ist weit mehr als nur ein Restomod. Um unsere Vision dieses Fahrzeugs vollständig umzusetzen, betreiben wir einen einmalig hohen Aufwand in Bezug auf Design, Technik und Zulieferer", erklärt Gordian von Schöning, CTO von HWA.
HWA entwickelt alles selbst
Jedes der 100 Exemplare basiert auf einem zuvor sorgfältig ausgesuchten Mercedes 190 (W 201), der bis auf die Rohkarosserie zerlegt wird. HWA betreibt einen enormen Aufwand. An Front und Heck ersetzen Subframes aus Aluminium die originalen Teile – so kann das Fahrwerk direkt an der Chassis-Struktur montiert werden und die Crash-Sicherheit wird, nicht zuletzt durch den integrierten Überrollkäfig, enorm verbessert. Unterm Strich bleibt vom W-201-Chassis nicht mehr viel übrig. 75 Prozent werden durch eigens entwickelte Teile ersetzt, wodurch die Torsionssteifigkeit im Vergleich zum Original mehr als verdoppelt werden konnte.

Jeder HWA Evo basiert auf einem sorgfältig ausgesuchten W-201-Chassis, von dem jedoch nicht mehr viel übrig bleibt. Die Torsionssteifigkeit wurde durch HWA mehr als verdoppelt.
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HWA kümmert sich um die gesamte Entwicklung. Antrieb, Leistung, Fahrwerk, Bremsen, Aerodynamik und Sicherheitsfeatures sollen auf dem neuesten Stand der Technik sein.
V6-Biturbo von Mercedes mit 450 PS
Anders als beim 235 PS starken Original kommt allerdings kein Vierzylinder zum Einsatz. Stattdessen setzen sie in Affalterbach auf einen V6-Biturbo von Mercedes. Der Sechszylinder (M 276) mit drei Liter Hubraum, der unter anderem auch in verschiedenen 43er-Modellen von AMG eingesetzt wurde, wird bei HWA umfangreich überarbeitet und auf Trockensumpfschmierung umgerüstet. Um den Motor so weit hinten und so tief wie möglich zu platzieren, wurde die Vorderachse um fünf Zentimeter nach vorne versetzt.
Mit rund 450 PS und 550 Nm Drehmoment soll der Evo fast doppelt so viel Leistung haben wie der originale 190 Evo II. Die Kraft wird mittels einer Sechsgang-Handschaltung in Transaxle-Auslegung an die Hinterräder abgegeben. Der Topspeed soll bei elektronisch begrenzten 270 km/h liegen.

Für den Innenraum sind Recaro-Classic-Sitze und ein digitales Instrumentendisplay vorgesehen. Auch auf Komfortfeatures wie Klimaanlage und Bluetooth-Audio müssen Kunden nicht verzichten.
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Wem 450 PS nicht ausreichen, der kann das sogenannte Affalterbach-Paket bestellen. Damit steigt die Leistung auf 500 PS, und die elektronische Geschwindigkeitsbegrenzung entfällt, sodass der HWA Evo die 300-km/h-Marke knacken soll.
Brembo, KW und Bosch sind mit an Bord
Die Dinge, die HWA nicht selbst entwickelt und produziert, stammen von namhaften Zulieferern: so zum Beispiel die elektronisch einstellbaren Dämpfer (standardmäßig mit manueller Verstellmöglichkeit) von KW. Sogar an eine Liftfunktion (wie beim Original), die den Vorderwagen um 30 Millimeter anhebt, wurde gedacht. Die für ein lediglich 1360 Kilo schweres Auto üppig dimensionierte Stahlbremsanlage mit 380-Millimeter-Scheiben an der Vorder- und 360-Millimeter-Scheiben an der Hinterachse liefert Brembo, genauso wie die optionale Carbon-Keramik-Bremse. Doch HWA geht sogar noch einen Schritt weiter und holte die Spezialisten von Bosch mit ins Boot, um ein eigenes ESP-System für den Evo zu entwickeln. Ein enormer Aufwand für eine Kleinserie von nur 100 Autos.
Der erste Blick in den Innenraum
Erstmals hat HWA jetzt einen Ausblick auf das spätere Serien-Cockpit gegeben. Oberste Prämisse war, die richtige Mischung aus Retro und Moderne zu finden – ein Balanceakt, der angesichts der ersten Fotos gelungen zu sein scheint. Details, wie das Armaturenbrett, die Türtafeln und das Lenkrad sind stark vom Original inspiriert. Die Lenkstockhebel könnten auf den ersten Blick sogar fast als Übernahme durchgehen. Neu hingegen: das volldigitale Instrumentendisplay, dessen Grafiken an den originalen Tacho angelehnt sind, sowie das elegant unterhalb der Klimabedienung eingelassene Infotainmentsystem inklusive Apple CarPlay und Android Auto.

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Wichtig war den HWA-Ingenieuren, dass der Restomod nicht überdigitalisiert wird. Funktionen wie Fensterheber, Klima und Lautstärkeregelung werden über echte Tasten bedient. Ein feines Highlight ist der Schalthebel des manuellen Sechsganggetriebes, auf den eine Plakette mit der jeweiligen Nummer des auf 100 Exemplare limitierten Evo montiert wird. Weitere liebevolle Details sind der mit Alcantara bezogene Überrollkäfig, die Vierpunktgurte für die Vordersitze sowie die Einzelsitzanlage im Fond, die sogar mit Isofix ausgerüstet ist.
Angefangen hat alles mit einer Skizze
Und auch wenn der Restomod optisch ganz bewusst an den legendären 190 E 2.5-16 Evo II angelehnt ist, ist der HWA Evo ein eigenständiges Auto. Als Basis für das ikonische Design diente eine Illustration des Designers Khyzyl Saleem, die er im Februar 2022 auf Instagram ("thekyza") präsentierte und auf den Namen Evo III taufte. In Absprache mit HWA-Firmengründer Hans Werner Aufrecht wurde das Design anschließend finalisiert.

Moderne LED-Rückleuchten sind neu, der XXXL-Heckflügel orientiert sich am Original. Einen Mercedes-Stern sucht man vergebens.
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Dazu wurde Designer Edgar Chu ins Boot geholt, der zehn Jahre Chefdesigner bei Mercedes-AMG war und unter anderem die Rennfahrzeuge Mercedes-AMG GT3 und GT4 sowie den AMG GT Black Series gezeichnet hat.
Gratwanderung zwischen Klassik und Moderne
In Zusammenarbeit mit Khyzyl Saleem entstand ein erstes Modell des HWA Evo. Die Schwierigkeit dabei erklärt Chu so: "Der HWA EVO war eine Gratwanderung zwischen der Beibehaltung des klassischen Designs und der Formensprache der Moderne."

Um den ausladenden Frontsplitter zu schützen, verfügt der Evo über eine Liftfunktion, die das Auto um 30 Millimeter anhebt.
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Schon auf den ersten Skizzen war der HWA Evo klar als Hommage an den 190 Evo II zu erkennen. So dürfen die ausgestellten Radhäuser, der ausladende Frontsplitter und der XXL-Heckspoiler natürlich genauso wenig fehlen wie die Sechsspeichen-Felgen (245/35 ZR 19 und 265/35 ZR 20) im Originaldesign. Interessanterweise ist der Prototyp mit zwei unterschiedlichen Radsätzen ausgestattet.
Viele Teile der Karosserie bestehen aus Carbon
Der Großteil der Karosserie (inklusive des Dachs) wird aus Carbon gefertigt. Der 4,58 Meter lange und 1,91 Meter breite Restomod soll 1360 Kilo auf die Waage bringen, die angepeilte Gewichtsverteilung soll 50/50 betragen. Bei genauerem Hinschauen fallen dann aber doch ein paar feine Unterschiede auf: So ist der Kühlergrill geschwärzt und von LED-Scheinwerfern umrahmt. Auch am Heck trägt das Auto moderne LED-Leuchten. Was natürlich fehlt, sind die Mercedes-Sterne, schließlich ist dieser Evo ein HWA-Produkt.
Preis: 714.000 Euro netto
Interessenten können den HWA Evo ab sofort vorbestellen. Sie sollten aber schnell sein, denn laut eigener Aussage sind die 100 geplanten HWA Evo fast ausverkauft. Die ersten Kundenfahrzeuge sollen Ende 2025 ausgeliefert werden. Der Stückpreis liegt bei 714.000 Euro netto, was in Deutschland einem Brutto-Basispreis von 849.660 Euro entspricht. Ein Schnäppchen ist der HWA Evo definitiv nicht, doch welcher Restomod ist das schon?
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