Auf alle, die Verbrennern weiterhin die Treue halten, wartet ein böses Erwachen: Offenbar überarbeitet die Bundesregierung die Kfz-Steuer zu einer Strafsteuer für Autos mit hoher CO2-Emission. Anders als das EU-Verbrennerverbot, das ab 2035 nur noch die Neuzulassung klimaneutraler Autos in der EU ermöglichen soll, würde diese Maßnahme alle bereits zugelassenen Autos betreffen! 

Beispiele für E-Autos im Abo

Anbieter
Modell
Monatspreis
Laufzeit/Kilometer*
Abzweigung
Autohersteller
Abzweigung
Abzweigung
VW Financial Services
Abzweigung
Abzweigung
Care by Volvo 
Abzweigung
Abzweigung
Mercedes me
Abzweigung
Abzweigung
JLR Subscribe
Abzweigung
Abzweigung
Stellantis
Abzweigung
Abzweigung
Abzweigung
Abzweigung
Autovermieter
Abzweigung
Abzweigung
Sixt+
Abzweigung
Abzweigung
My Europcar
Abzweigung
Abzweigung
Abzweigung
Abzweigung
Freie Anbieter
Abzweigung
Abzweigung
Cluno
Abzweigung
Abzweigung
Finn.auto
Abzweigung
Abzweigung
Like2Drive
Abzweigung
Abzweigung
Faaren
Abzweigung
Abzweigung
Nextmove
Abzweigung
Abzweigung
Shell Recharge
Abzweigung
Abzweigung
MHC Mobility
Abzweigung
Abzweigung
ViveLaCar
Abzweigung
Abzweigung
Eleese
Abzweigung
Abzweigung
Smive
Abzweigung
Abzweigung
Wihop
Abzweigung
VW ID.3
Volvo XC40 Recharge
Mercedes EQA
Jaguar i-Pace
Citroën e-C4
Peugeot e-208
Renault Zoe
Nissan Leaf
Dacia Spring
Polestar 2 Standard Range
Audi e-tron
Honda e
Mini Cooper SE
Opel Corsa-e
Citroën Spacetourer
Renault Mégane E-Tech
Smart EQ fortwo
Tesla Model 3 LR
499 €
769 €
849 €
1.349 €
519 €
429 €
389 €
389 €
275 €
599 €
976 €
599 €
479 €
351 €
760 €
419 €
349 €
925 €
 6 Mon./800 km
3 Mon./833 km
6 Mon./833 km
6 Mon./1250 km
5 Mon./1000 km
1 Mon./500 km
6 Mon./750 km
6 Mon./1250 km
12 Mon./ 1000 km
12 Mon./833 km
5 Mon./750 km
1 Mon./1000 km
12 Mon./1250 km
6 Mon./1000 km
3 Mon./800 km
24 Mon./419 km
6 Mon./349 km
6 Mon./925 km

Wie das "Handelsblatt" jetzt berichtete, soll die neue Kfz-Steuer Autos mit hohem Verbrauch stärker belasten. Auf Autos mit geringem Verbrauch sollen dagegen weniger Steuern erhoben werden. Elektroautos, also lokal emissionsfreie Fahrzeuge, würden demnach sogar einen Bonus erhalten! Details waren allerdings nicht in Erfahrung zu bringen.

Finanzministerium äußert sich zurückhaltend

Das Bundesfinanzministerium äußerte sich auf AUTO BILD-Anfrage zurückhaltend: "Die Abstimmungen zu den Klimaschutzmaßnahmen 2022 dauern gegenwärtig innerhalb der Bundesregierung noch an." Ein Dementi ist das nicht, aber auch keine Bestätigung. Hintergrund der Maßnahme ist offenbar die wackelige Macht-Balance innerhalb der Regierungskoalition: FDP und Grüne ringen um Einfluss, Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) darf beide nicht vergrätzen.
Renault Zoe EV50 110hp
E-Autos wie der Renault Zoe könnte die neue Kfz-Steuer mit einem Bonus belohnen – so soll der Wegfall der Förderprämie aufgefangen werden.

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hatte erreicht, dass auch nach 2035 noch Autos mit Verbrennungsmotor neu zugelassen werden dürfen, sofern sie mit eFuels angetrieben sind. Das verärgert die grünen Koalitionspartner, die Verbrenner ganz abschaffen wollen. Um sie zu besänftigen, sei die Überarbeitung der Kfz-Steuer als Deal angeboten worden, so das "Handelsblatt".

Anpassung soll Streit in der Koalition verhindern

Stichwort: Bonus-Malus-System. Die Kfz-Steuer in ihrer Gesamtheit soll aufkommensneutral bleiben, also muss der Haushalt nicht angepasst werden. Lediglich die Gewichtung ändert sich: Besitzer von leistungs- und verbrauchsstarken Autos, großen SUV und Sportwagen werden stärker belastet. Fahrer von sparsamen Wagen dagegen müssten weniger zahlen.
Es wird anscheinend sogar erwogen, Elektroautos mit einem Bonus, also einer Zuzahlung zusätzlich zu fördern. Damit würde E-Autofahrern neben der THG-Prämie noch ein weiterer Zuverdienst winken. Bisher sind E-Autos für zehn Jahre ab Kauf steuerfrei, ab 2025 werden sie wie Lkw nach Gewicht, aber nur zum halben Satz besteuert.
Damit würde auch der geplante Wegfall der Elektroauto-Förderprämie ab 2026 aufgefangen werden. Bisher war durchgesickert, dass die Innovationsprämie ab 2023 schrittweise zurückgefahren werden soll, das Gesetz hängt noch zwischen den Ministerien fest. Darin stimmten Finanzminister Lindner, der die Milliarden für fehlinvestiert hält, und die Grünen bisher nicht überein.

Von

Roland Wildberg