Kia gibt bei den Elektroautos gerade richtig Gas. In den letzten Monaten wurden der elektrische Kompakte EV4, das SUV EV5 und die Studie für das neue Einstiegsmodell EV2 vorgestellt. Aber Kia betritt auch ganz neues Terrain mit einem elektrischen Nutzfahrzeug.
Mit dem PV5 geht Kia etablierte (und inzwischen auch elektrisch erhältliche) Konkurrenten wie VW e-Transporter, Mercedes eVito oder Ford Transit an. Wie seine Rivalen wird es auch den Kia als Fensterbus mit dem Namen "Passenger" und als "Cargo" genannten Kastenwagen geben.

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KIA PV5 Passenger

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PV5 startet bei gut 38.000 Euro

Der Konfigurator für den PV5 ist geöffnet. Als Passenger-Variante steht der Van ab 38.290 Euro bei den Händlern. Interessanterweise ist die Cargo-Version teurer als der Personentransporter. Mit 39.190 Euro in der Basis kostet die 900 Euro mehr.
Dafür bekommt man den PV5 jeweils mit der kleinen 51,5-kWh-Batterie. Darüber hinaus gibt es den PV5 auch mit einem größeren 71,2-kWh-Akku (Passenger-Version ab 42.290 Euro).
Damit ist der PV5 als Kastenwagen im Einstieg rund 16.000 Euro günstiger als der VW Transporter T7 in der Elektro-Version (54.994 Euro). Aber auch im Vergleich zum Verbrenner-T7 (43.768 Euro) ist der Kia rund 4600 Euro günstiger.

Erster Check: bequeme Sitze

Im Innenraum zeigt sich die wahre Stärke des PV5, denn als Nutzfahrzeug bietet er eine Menge variabler Gestaltungsmöglichkeiten. In der "Passenger"-Variante ist der Koreaner mit mindestens fünf und maximal sieben Sitzen zu haben. Beim Siebensitzer gibt's eine Dreierbank hinten, die Reihen eins und zwei sind jeweils mit Einzelsitzen bestuhlt.
Kia PV5
Die Sitze sind sehr bequem, das Infotainment ist vielseitig individualisierbar.
Bild: AUTO BILD / Kevin Schiefler
Die Sitze sind bequem und gut gepolstert. Genauso vielseitig wie die Ausbaumöglichkeiten des Vans ist auch sein Infotainmentsystem. Basierend auf der AOSP-Technik (Android Open Source Project) lassen sich die Funktionen von Navi, Radio und Co auf individuelle Wünsche anpassen.

Über fünf Kubikmeter Ladevolumen

Darüber hinaus können noch weitere Varianten konfiguriert werden, etwa die "Crew"-Version. Diese verfügt über zwei Sitzreihen, von denen die hintere mit einer Trennwand verbunden ist. Sie lässt sich variabel verschieben, um entweder den Platz für weitere Passagiere zu maximieren oder den Laderaum zu vergrößern.
Kia PV5
Für Menschen im Rollstuhl hat Kia eine spezielle "WAV"-Variante im Programm (Wheelchair Accessible Vehicle).
Bild: Kia Motors
Gleichzeitig bietet Kia auch eine sogenannte "WAV"-Variante (kurz für Wheelchair Accessible Vehicle) an. Der speziell ausgestattete PV5 verfügt über eine Rampe an der Seitentür, über die man leicht vom Bordstein aus mit einem Rollstuhl ins Fahrzeug fahren kann.
Der PV5 Cargo bietet bis zu 5,3 Kubikmeter Laderaum. Auffällig ist vor allem die erstaunlich niedrige Ladefläche, selbst schwere Gegenstände lassen sich so relativ leicht einladen. Maximal soll der PV5 über 700 Kilogramm Zuladung verkraften.

Bis zu 400 Kilometer Reichweite

Unterhalb der niedrigen Ladefläche ist der Akku verbaut, gleich drei verschiedene Batterieoptionen hat Kia für den PV5 im Angebot. Die größte Option bildet ein 71,2-kWh-Akku, der maximal 400 Kilometer WLTP-Reichweite ermöglichen soll. Darunter gibt's noch einen 51,5-kWh-Akku und eine kleine Batterie mit 43,3 kWh. Letztere bleibt aber der Cargo-Variante vorbehalten.
Kia EV-Studien Innenraum
Die Idee hinter der Studie: den Innenraum zum mobilen Arbeitsplatz machen. Das Lenkrad ist darum wegklappbar.
Bild: Kia Motors
Angetrieben werden alle Modelle von einem E-Motor an der Vorderachse, der bis zu 120 kW (162 PS) und maximal 250 Nm Drehmoment freigibt. An der Schnellladesäule kann der Akku von zehn auf 80 Prozent in rund 30 Minuten geladen werden.
Um ein bisschen was ziehen zu können, muss man die Passenger-Variante und den größeren Akku wählen. Dann liegt die maximale Anhängelast bei 1,5 Tonnen. Mit der kleineren Batterie und bei den Cargo-Versionen ist es noch weniger. Dann darf der PV5 nur 750 Kilo an den Haken nehmen. Die Dachlast liegt bei überschaubaren 100 Kilo.

Design: nah an der Studie

Wer Kias Wirken verfolgt hat, der dürfte beim Design des PV5 nicht allzu überrascht sein, denn bereits im Herbst 2024 hatte der Hersteller mit der zugehörigen PV5-Studie die futuristische Optik des Nutzfahrzeugs gezeigt.
Kia PV5
Wie die Kia-SUV ist auch der elektrische Transporter mit schwarzer Beplankung im Offroad-Look versehen.
Bild: Kia Motors
Das kühne Design wurde tatsächlich nicht übermäßig entschärft, der PV5 bleibt eine ungewöhnliche Erscheinung. Nur die Form ist klassisch – ziemlich eckig, eben typisch Van. Der Rest folgt Kias aktuellem, recht progressivem Elektroauto-Design. Die derzeit immer recht zackige Lichtsignatur setzt beim PV5 direkt unter der Frontscheibe an.

Geteilte Scheinwerfer und große Fenster

Der Rest der Scheinwerfer ist weiter unten in der Schürze versteckt. Im Profil fallen besonders die recht weit heruntergezogenen vorderen Seitenfenster auf. Während bei der Studie auch die hinteren Fenster ähnlich groß ausfielen, scheinen diese nun kleiner zu sein.
Kia PV5
Als "Passenger"-Version bekommt der PV5 eine normale, nach oben schwingende Heckklappe. Für den "Cargo" gibt's klassische Transporter-Türen, die seitlich öffnen.
Bild: Kia Motors
Damit das Gesamtbild harmonisch bleibt, sind die Scheiben von breiten, schwarzen Rahmen eingefasst. Die Rückseite kann optisch nicht mit der futuristischen Front mithalten, sie ist konservativer gestaltet.
Diese Reise wurde unterstützt von Kia. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie unter go2.as/unabhaengigkeit.
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