Die Marke Kia erfindet sich für die Zukunft neu. Neben dem Firmenlogo ändert sich bei den Koreanern auch die Firmenphilosophie. Der neue Fokus liegt klar auf Elektrifizierung und mobilen Dienstleistungen. Der Hersteller möchte sich in Zukunft mehr als Anbieter von Mobilität verstehen und seinen klassischen, produktionsbezogenen Ansatz erheblich in den Hintergrund treten lassen. Alles zur bevorstehenden Kia-Transformation!

Neues Kia-Logo als Aushängeschild

Die offensichtlichste Änderung am Kurs des koreanischen Herstellers ist wohl sein neues Markenlogo. Es wurde bereits 2019 auf dem Genfer Autosalon mit der Studie "Imagine by Kia" vorgestellt und ziert in Zukunft alle Modelle der Marke. Bestehende Baureihen werden im Zuge der nächste Modellüberarbeitung mit dem neuen Schriftzug ausgestattet. Passend dazu ändert sich auch der Firmenname selbst: Anstelle von "Kia Motors" wird der Hersteller schlichtweg zu "Kia".

Kia CV erstes Modell auf neuer Elektro-Plattform

Wo die Reise in Zukunft hingehen soll, hat Kia im Grunde schon in seinem 2020 vorgestellten "Plan S" verraten. Bis 2027 sollen sieben vollelektrisch angetriebene Fahrzeuge auf den Markt gebracht werden. Der erste Ableger der neuen Strategie wird im ersten Quartal 2021 der Kia CV sein. Als Plattform dient die neue E-GMP Bodengruppe der Hyundai Motor Group, zu der auch Kia gehört. Sie ist modular aufgebaut und erlaubt – je nach Ausbaustufe – sogar das Schnellladen mit 800-Volt-Technik. Trotzdem will Kia nach eigenen Angaben auch die Entwicklung sparsamer Verbrenner fortführen.

Kia engagiert sich auch für Lademöglichkeiten

Kia meint es ernst mit der E-Mobilität. Neben neuen Modellen engagiert sich der Hersteller auch für den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Allein in Europa sind über 2400 neue Ladepunkte geplant. Außerdem hat sich Kia bereits im September 2019 Anteile an der Schnellladefirma Ionity gesichert. Sie bietet nicht nur klassische Schnellladesäulen mit 150 kW an, sondern baut gerade auch ein Netz von 350-kW-Schnellladern für 800-Volt-Fahrzeuge aus. In den USA und China ist man derweil allerdings noch auf der Suche nach weiteren Partnern.