Lada Niva: Tuning, BMW, Umbau

Lada Niva: Tuning, BMW, Umbau

Lada Niva mit BMW-Technik und 250 PS

In Russland wurde ein Lada Niva aufwendig umgebaut. Motor, Getriebe und Großteile des Innenraums stammen von BMW. Die Leistung? 250 PS!
Der Lada Niva hat eine riesige Fangemeinde! Das Offroad-Urgestein wird in nur leicht abgewandelter Form seit 1976 gebaut und überzeugt vor allem durch seine Fähigkeiten im Gelände, die zuverlässige Technik und den niedrigen Basispreis. Nur schnell ist der kantige Lada nicht. Das hat eine russische Werkstatt jetzt geändert!
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Der auf BMW- und Mini-Modelle spezialisierte Tuner "noname.expert" hat einen Lada Niva komplett umgebaut. Statt einst 83 PS leistet der Offroader jetzt 250 PS und statt knapp 20 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt er in sechs Sekunden auf 100 km/h. Optisch ist das aufwendige Projekt fast schon zurückhaltend. Auffällig sind lediglich die breitere Spur und die überdimensionalen 20-Zoll-Felgen. Doch bei genauerem Hinschauen wird klar wie viel Arbeit und vor allem wie viele BMW-Teile in dem alten Niva stecken.

Zweiliter-Diesel von BMW

Der Zweiliter-Diesel (N47) stammt von BMW und wurde durch Chiptuning auf 250 PS und 500 Nm gepusht.

©youtube/PrivetTachka

Der Niva ist quasi ein Frankenstein-BMW. Die Tuner haben sich beim gesamten Portfolio der Münchner bedient. So stammt die gesamte Hinterachse von einem BMW 5er Touring (E61) und wurde mit Federn eines M5 modifiziert. Die Bremse an der Hinterachse wurde ebenfalls vom 5er übernommen. An der Vorderachse ist aktuell noch die winzig wirkende Serien-Bremsanlage verbaut, doch auch die soll noch angepasst werden. Die Vorderachse wurde ebenfalls überarbeitet und mit BMW-Querlenkern verfeinert. Das Highlight versteckt sich allerdings unter der Haube. Da, wo sonst der 1,7-Liter-Benziner mit 83 PS unter einem Reserverad zuverlässig seinen Dienst verrichtet, sitzt jetzt ein BMW-Diesel. Der Vierzylinder (N47) ist in Leistungsstufen von 116 PS bis 218 PS zu haben und kam in einer Vielzahl von BMW-Modellen zum Einsatz.

Nein, das ist kein BMW. Viele Teile des einst rustikalen Niva Cockpits wurde mit BMW-Teilen augewertet.

©youtube/PrivetTachka

Ursprünglich war sogar die Überlegung einen Sechs- oder Achtzylinder in den Niva zu verpflanzen, doch der Motorraum bietet einfach nicht genügend Platz. Dank Chiptuning soll der Vierzylinder-Diesel immerhin 250 PS und 500 Nm maximales Drehmoment haben. Die Kraftübertragung übernimmt ein Automatikgetriebe aus einem BMW 3er, das die Power nur an die Hinterräder abgibt. Trotzdem soll der BMW Niva in etwa sechs Sekunden auf 100 km/h beschleunigen und 190 km/h Topspeed schaffen. In einem nächsten Schritt soll der Offroad dann auch wieder Allradantrieb bekommen.

Auch im Innenraum viele BMW-Teile

Dank Hinterradantrieb und 250 PS kann dieser Lada Niva auch quer fahren.

©youtube/PrivetTachka

Doch das ist noch nicht alles: Auch im Interieur haben sich die Tuner ausgetobt und den Niva mit zahlreichen BMW-Zutaten in ein fast schon luxuriöses SUV verwandelt. Neben einem M Sportlenkrad mit Schaltwippen wurden auch der Gangwahlhebel, die Zwei-Zonen-Klimaautomatik und die klassischen Rundarmaturen von BMW übernommen. Das Navi inklusive iDrive-Controller stammt aus einem X1 und die Sitze aus einem X3. Beeindruckend ist, dass alle Umbauten funktionieren und die Tuner sogar an kleine Details wie den originalen Startknopf und den BMW-Rückspiegel gedacht haben. Auch der BMW-Schlüssel funktioniert, lediglich das Öffnen des Kofferraums per Fernbedienung muss noch programmiert werden. Das aufwendige Tuning-Projekt wurde im Kundenauftrag realisiert, leider wurden keine Kosten für den Umbau genannt, doch die dürften deutlich über dem ehemaligen Basispreis von gut 12.000 Euro gelegen haben.
In Deutschland wird der legendäre Niva seit Ende 2020 nicht mehr offiziell angeboten, da hilft nur der Umweg über einen Importeur. Doch es gibt Hoffnung: Erst vor kurzem haben die Russen angekündigt, dass der Niva nach über 40 Jahren Bauzeit einen Nachfolger bekommen soll. Der soll 2024 auf den Markt kommen. Ob er auch in Deutschland angeboten wird, ist aber noch nicht sicher.

Autor:

Fotos: youtube/ ПриветТачка

Stichworte:

Diesel Offroader

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