Land Rover Defender (2020) im Test

Land Rover Defender (2020) im Test

Land Rover Defender (2020): Test, Motor, Preis

Mit seinem Vorgänger hat der Defender fast nur noch den Namen gemein

Offroad, onroad, Platz, Komfort: Der neue Land Rover Defender ist besser als der alte. Aber ist er auch so lässig? AUTO BILD macht den Test.
Die Frage muss sein: Ist das wirklich ein Defender? Der Name ruft Bilder im Kopf hervor: die Queen, die damit über ihren Landsitz schaukelt. "Daktari"-Tracy, der mit dem Land Rover durch die Savanne heizte. Kurzum: Purismus und Abenteuer. Und was steht hier vor uns? Ein supermodernes SUV, mit knitterfreiem Blechkleid, übervoll mit Technik, großen Displays und immer online. Das hat doch nichts mehr mit einem Defender zu tun. Oder doch?

Beim Design zitiert der neue Defender seinen Vorgänger

Land Rover Defender (2020): Test - Fahrbericht - Offroad-Ikone - Info

Das kann der neue Defender im Gelände und auf der Straße

Zumindest haben sich die Designer Mühe gegeben, den alten irgendwie weiterleben zu lassen. Die Neuauflage trägt viele Anleihen: die gerade Motorhaube, die mehr oder minder runden Scheinwerfer, das steile Heck. Eine 1:1-Kopie nach G-Klasse-Vorbild, bei der nur echte Kenner den Modellwechsel ausmachen, ist der Landy aber nicht. Näher am Vorgänger ist der Brite in Sachen Geländegängigkeit. Mehr noch: Er ist sogar besser. Auf dem Papier übertrifft er den Vorgänger deutlich, im Supertest überzeugte er auf ganzer Linie. War im Gelände bisher immer der Fahrer gefragt, übernimmt nun der Computer die Arbeit. Mit dem Defender über Stock und Stein ist so einfach wie mit dem Tiguan zum Supermarkt. Dahinter steckt viel Technik: Der Neue setzt auf den Unterbau seines Edelbruders Land Rover Discovery.

Der Gewinn an Komfort ist bemerkenswert groß

Geländegängiger Reisewagen: Mit dem neuen Defender sind auch Langstrecken problemlos drin.

©Christoph Börries / AUTO BILD

Jetzt darf man sich also über Einzelradaufhängung, Zahnstangenlenkung, einen selbsttragenden Alu-Unterbau, optionale Luftfedern und fester zupackende Bremsen freuen. Wenngleich die Stopper hin und wieder zum Überbremsen neigen. Und der Anhalteweg des 2,4-Tonnen-Schwergewichts mit rund 40 Metern immer noch lang ist. Immerhin: Das sind gut 10,15 Meter weniger als bisher. Dass das Upgrade den bisher kaum vorhandenen Onroad-Fahrgenuss in eine neue Dimension hebt, ist klar. Statt rau über die Straße zu schwanken, rollt der Defender geschmeidig ab und federt Großstadthindernisse komfortabel weg. Bekam man früher bei knapp über Landstraßentempo schon Angst, spult man heute weit jenseits der Richtgeschwindigkeit die Kilometer ab. Und während Defender-Fahrer beim Dreh am Lenkrad bislang nur erahnen konnten, wohin die Reise geht, kann man den Briten heute auch mal flotter ums Eck bitten.

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Und wegen der besseren (oder wohl erstmals vorhandenen) Dämmung kann man sich endlich mal ganz entspannt mit dem Beifahrer unterhalten. Vor allem aber: Man hat Platz. Der Landy ist 40 Zentimeter länger und 20 Zentimeter breiter geworden. Wer den hohen Einstieg geschafft hat, thront auf großen Sesseln und fühlt sich selbst mit fast zwei Meter Länge wohl, das gilt im 4,76 Meter langen Defender 110 sogar auf der Rückbank. Optional gibt's eine dritte Reihe. Im Fond muss man sich um die Unterhaltung selbst kümmern, mehrere USB- und 12-Volt-Steckdosen stellen den Handybetrieb sicher.

Den gefahrenen Vierzylinder-Diesel gibt es nicht mehr

In unserem Testwagen steckte noch der 240-PS-Diesel – mittlerweile ist der Vierzylinder aber eingestellt.

©Christoph Börries / AUTO BILD

Vorne sorgt das neue Pivi-Pro-Infotainmentsytem für Unterhaltung. Das System mit 12,3 Zoll großem Touchscreen und personalisierbaren Menüs reagiert deutlich flotter als bisherige Land-Rover-Systeme, lässt sich problemlos bedienen. Das voll digitale Kombiinstrument, das per Lenkradtasten eingestellt wird, ist dagegen gewöhnungsbedürftig. Vielfältig: Zwischen den Vordersitzen gibt es eine Mittelkonsole mit Durchstieg; eine Version mit Armlehne oder Kühlfach und sogar ein klappbarer Notsitz lässt sich alternativ ordern. Und der Antrieb? In unserem Testwagen steckt mit dem D240 ein angenehmer 240-PS-Vierzylinder-Diesel (ab 74.700 Euro). Der klingt zwar etwas rau und geht nicht gerade knausrig mit Treibstoff um, macht aber einen ordentlichen Job. Seit Ende September 2020 ist er allerdings Geschichte. Land Rover verbaut jetzt Reihensechszylinder-Diesel mit drei Liter Hubraum und 200, 249 oder 300 PS. Das Gute: Den etwas stärkeren D250 bekommt man ungefähr zum Vierzylinderpreis – und 140 Extra-Newtonmeter Drehmoment gibt's auch noch.
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Sieht schick aus, klettert wie eine Bergziege, fährt tadellos: Ist der Land Rover ein gutes Auto? Ja. Ein echter Defender ist er aber nicht. Der Vorgänger hat sich den Legendenstatus durch Einfachheit und einen bezahlbaren Preis über die Jahrzehnte hart erarbeitet. Die Hightech des Neuen dagegen widerspricht dem Einsatz fernab jeglicher Diagnosegeräte. Und mit Tarifen ab 48.740 Euro (Ersparnis bei carwow.de bis zu 11.277 Euro) wird er vor allem durch die Vororte kurven – und nicht mit Clarence durch die Savanne rasen.
Das Fazit: Der Defender ist rundum gelungen und macht on- wie offroad eine gute Figur. Der hohe Preis und die aufwendige Technik widersprechen aber dem, wofür der Defender bisher stand: ein günstiges, robustes Auto. AUTO BILD-Testnote: 3+

Land Rover Defender (2020) im Test

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*Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist (www.dat.de).

Autoren: Michael Gebhardt, Dennis Heinemann

Fotos: Christoph Börries / AUTO BILD

Stichworte:

SUV

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