Land Rover Defender (2020): Test, Motor, Preis
Mit seinem Vorgänger hat der Defender fast nur noch den Namen gemein
Land Rover Defender (2020) im Test
Offroad, onroad, Platz, Komfort: Der neue Land Rover Defender ist besser als der alte. Aber ist er auch so lässig? AUTO BILD macht den Test.
Die Frage muss sein: Ist das wirklich ein Defender? Der Name ruft Bilder im Kopf hervor: die Queen, die damit über ihren Landsitz schaukelt. "Daktari"-Tracy, der mit dem Land Rover durch die Savanne heizte. Kurzum: Purismus und Abenteuer. Und was steht hier vor uns? Ein supermodernes SUV, mit knitterfreiem Blechkleid, übervoll mit Technik, großen Displays und immer online. Das hat doch nichts mehr mit einem Defender zu tun. Oder doch?
Beim Design zitiert der neue Defender seinen Vorgänger
Land Rover Defender (2020): Test - Fahrbericht - Offroad-Ikone - Info
Das kann der neue Defender im Gelände und auf der Straße
Der Gewinn an Komfort ist bemerkenswert groß

Geländegängiger Reisewagen: Mit dem neuen Defender sind auch Langstrecken problemlos drin.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Und wegen der besseren (oder wohl erstmals vorhandenen) Dämmung kann man sich endlich mal ganz entspannt mit dem Beifahrer unterhalten. Vor allem aber: Man hat Platz. Der Landy ist 40 Zentimeter länger und 20 Zentimeter breiter geworden. Wer den hohen Einstieg geschafft hat, thront auf großen Sesseln und fühlt sich selbst mit fast zwei Meter Länge wohl, das gilt im 4,76 Meter langen Defender 110 sogar auf der Rückbank. Optional gibt's eine dritte Reihe. Im Fond muss man sich um die Unterhaltung selbst kümmern, mehrere USB- und 12-Volt-Steckdosen stellen den Handybetrieb sicher.
Den gefahrenen Vierzylinder-Diesel gibt es nicht mehr

In unserem Testwagen steckte noch der 240-PS-Diesel – mittlerweile ist der Vierzylinder aber eingestellt.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Sieht schick aus, klettert wie eine Bergziege, fährt tadellos: Ist der Land Rover ein gutes Auto? Ja. Ein echter Defender ist er aber nicht. Der Vorgänger hat sich den Legendenstatus durch Einfachheit und einen bezahlbaren Preis über die Jahrzehnte hart erarbeitet. Die Hightech des Neuen dagegen widerspricht dem Einsatz fernab jeglicher Diagnosegeräte. Und mit Tarifen ab 48.740 Euro (Ersparnis bei carwow.de bis zu 11.277 Euro) wird er vor allem durch die Vororte kurven – und nicht mit Clarence durch die Savanne rasen.
Das Fazit: Der Defender ist rundum gelungen und macht on- wie offroad eine gute Figur. Der hohe Preis und die aufwendige Technik widersprechen aber dem, wofür der Defender bisher stand: ein günstiges, robustes Auto. AUTO BILD-Testnote: 3+
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