Bei Lotus steht ein großer Umbruch bevor. Die britische Traditionsmarke, die inzwischen zum chinesischen Geely-Konzern gehört, soll künftig vollelektrische Autos bauen. Bevor es allerdings so weit ist, kommt noch ein letztes Modell mit Verbrenner: der Emira. Mit dem künftigen Porsche Cayman-Konkurrenten zieht auch das erste Mal ein AMG-Motor in einen Lotus ein. Und zwar der Zweiliter-Turbovierzylinder aus dem A 45. Der wurde modifiziert, unter anderem weil das Aggregat im Emira als Mittelmotor eingebaut ist und seine 365 PS über die bewährte Achtgang-Doppelkupplung von AMG an die Hinterräder abgibt. Weitere Leistungsdaten gibt es noch nicht.

First Edition kommt im Frühjahr 2022

Die gibt es aber zum zweiten verfügbaren Motor, dem bekannten 3,5-Liter-V6 von Toyota. Der leistet 406 PS und 430 Nm, geschaltet wird per Hand oder über eine Automatik. Von 0 auf 100 km/h soll der Sportwagen mit dem Sechszylinder in unter 4,5 Sekunden flitzen, Schluss ist bei 290 km/h.

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Die zuerst bestellbare Emira First Edition wird nur mit diesem Motor angeboten, die ersten Exemplare sollen im Frühjahr 2022 ausgeliefert werden. Die Markteinführung der Vierzylinder-Variante ist für den Sommer desselben Jahres geplant. Und auch einen Anhaltspunkt zum Preis gibt es schon. Bei unter 72.000 Euro wird es losgehen.
Lotus Emira
Das Gewicht des Evira (der Name bedeutet "Anführer") gibt Lotus mit 1405 Kilo an.
Bild: Lotus Cars

Design orientiert sich am Hypercar Evija

Designtechnisch nimmt der 4,41 Meter lange, 1,90 Meter breite und 1,23 Meter hohe Zweisitzer Anleihen am elektrischen Hypercar Evija, zum Beispiel mit den Luftauslässen in der Fronthaube oder der Signatur der Voll-LED-Scheinwerfer. Die filigrane geschwungene Signatur der Rücklichter erinnert an Modelle von McLaren, das durchgehende Leuchtenband das beide Seiten verbindet wird nur beim Bremsen sichtbar. Unter der Leuchteneinheit sind wiederum Luftauslasse untergebracht. Die Schürze darunter ist Schwarz abgesetzt. Links und rechts der Kennzeichenaussparung findet sich hier je ein Endrohr und auch ein Diffusor darf natürlich nicht fehlen.

Der Fokus liegt erstmals auf Alltagstauglichkeit

Auch wenn das Design es nicht unbedingt vermuten lässt: Ein Ziel bei der Entwicklung des Emira war die Alltagstauglichkeit. So ist unter anderem das Fahrwerk serienmäßig eher auf Komfort ausgelegt, das kompromisslosere Sport-Set-up bekommt man nur gegen Aufpreis. Am deutlichsten findet sich dieser neue Fokus im Innenraum. Natürlich bekommt der Lotus die üblichen Tugenden wie Sportsitze, ein Sportlenkrad und spezielle Akzente wie die rote Abdeckung für den Schaltknopf oder das teilweise sichtbare Schaltgestänge beim Handschalter. Aber eben auch Cupholder, Türfächer, USB- und 12-Volt-Anschlüsse und sogar ein Netz an der Konsole für Flaschen. Außerdem wird der Stauraum hinter den Sitzen (208 Liter) und der 151 Liter große Kofferraum hinter dem Mittelmotor angepriesen.
Lotus Emira
Optional gibt es Premium-Sportsitze, die sich zwölffach elektrisch verstellen lassen.
Bild: Lotus Cars

Serienmäßig mit digitalem Cockpit

Wie man es in diesem Segment erwarten kann, ersetzt ein 12,3 Zoll großer Bildschirm die analogen Instrumente. Das aufgesetzte Zentraldisplay ist mit 10,25 Zoll angemessen groß und kann sich natürlich per Apple CarPlay und Android Auto mit Smartphones koppeln. Und auch bei den Assistenten finden sich neben der Launch Control auch Helfer, die man nicht unbedingt fürs sportliche Fahren benötigt, wie ein Regensensor, eine Einparkhilfe oder ein Spurwechselassistent.