Modellgeschichte: 65 Jahre Saab-Autobau

Massenentlassung bei Saab

Ein Drittel der Mitarbeiter muss gehen

Erneut schlechte Nachrichten von Saab: Der kultige Autohersteller muss aufgrund des Produktionsstopps ein Drittel der Angestellten in Schweden entlassen.
(dpa/cj/mb) Der schwer angeschlagene Autohersteller Saab entlĂ€sst in Schweden mehr als ein Drittel seiner Mitarbeiter. 200 der verbliebenen rund 550 Angestellten mĂŒssten wegen des andauernden Produktionsstopps noch im September gehen, teilte das chinesische Betreiberkonsortium National Electric Vehicle Sweden (NEVS) am Mittwoch, 24. September 2014, mit. Die Entscheidung ĂŒber eine Wiederaufnahme der Produktion verzögere sich, hieß es in einer Pressemitteilung.
Seit Mai werden im schwedischen TrollhĂ€ttan keine Autos mehr gebaut. Saab hat etwa 400 Millionen schwedische Kronen (43 Millionen Euro) Verbindlichkeiten gegenĂŒber Lieferanten und vor knapp einem Monat GlĂ€ubigerschutz erhalten, um das Unternehmen zu sanieren. Allerdings beschloss das Gericht auch, dass eine Lizenzvereinbarung bezĂŒglich der Namensnutzung der Kultmarke neu verhandelt werden mĂŒsse – NEVS muss damit rechnen, dass der Name Saab nicht mehr genutzt werden kann. Am 8. Oktober wolle NEVS einen Sanierungsplan vorstellen, hieß es.

Modellgeschichte: 65 Jahre Saab-Autobau

Hintergrund: Der neue EigentĂŒmer hatte im Mai die Autoproduktion im schwedischen TrollhĂ€ttan wegen LiquiditĂ€tsproblemen stoppen mĂŒssen. Verantwortlich dafĂŒr macht NEVS einen Anteilseigner, der seiner vertraglichen Finanzierungspflicht nicht nachgekommen sei. Seitdem stehen die BĂ€nder still, die Suche nach neuen Partnern lĂ€uft. Saab steht mit rund 400 Millionen schwedischen Kronen (43 Millionen Euro) in der Kreide, nicht wenige GlĂ€ubiger drohen mit dem Gerichtsvollzieher. Das Unternehmen versicherte, seine Rechnungen bezahlen zu wollen, erbat sich aber mehr Zeit. Es gebe Verhandlungen mit zwei internationalen Fahrzeugherstellern, doch diese seien komplex und hĂ€tten mehr Zeit in Anspruch genommen, als vorhergesehen, teilte das Unternehmen mit.
Saab gehörte bis 2010 zu General Motors und wurde dann vom kleinen niederlĂ€ndischen Sportwagenbauer Spyker ĂŒbernommen. Ende 2011 beantragte Saab Insolvenz. Mitte 2012 ging die Marke an das chinesisch-japanische Konsortium. Im Dezember 2013 rollten im schwedischen TrollhĂ€ttan wieder die ersten Autos vom Band. Ein halbes Jahr spĂ€ter stand die Produktion wieder still.

Saab-Auktion 2013

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