Platz 1 mit 502 von 800 Punkten: Renault Clio TCe 100. Rundum gelungenes Paket! Ordentliches Fahrwerk, ausreichend kräftiger Motor, gute Verarbeitung. Preis: ab 16.440 Euro (Ersparnis bei carwow.de bis zu 5270 Euro).
Platz 2 mit 498 von 800 Punkten: Peugeot 208 PureTech 100. Herzensbrecher! Cooles 3D-Cockpit, agiles Fahrverhalten, aber Detailschwächen. Preis: ab 17.950 Euro (Ersparnis bei carwow.de bis zu 2772 Euro).
Platz 3 mit 485 von 800 Punkten: Mazda2 Skyactive-G 90 M Hybrid. Vierzylinder-Sauger mit dem geringsten Verbrauch, knackige Schaltung, aber hölzernes Fahrwerk. Preis: ab 16.890 Euro (Ersparnis bei carwow.de bis zu 3048 Euro).
Hier kommen die Geheimtipps für alle, die auf klein und flott stehen, die nicht Polo fahren wollen, weil das schon zu viele andere tun, die auf Design abfahren und das Besondere im Alltäglichen lieben. Scheinwerfer an für die neuen Peugeot 208 und Renault Clio und den facegelifteten Mazda2. Alle um die vier Meter lang, wie in den 1980ern der Golf, alle um die 100 PS stark, wie früher ein schneller Golf.

Der Testsieger Clio gewinnt auch beim Preis

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Renault Clio (2019): Neuvorstellung - Test - Preis - Details

Erste Fahrt im neuen Clio

Beginnen wir mit den kleinen Franzosen. Der Günstigste in diesem Test heißt Renault Clio, er ist aber trotzdem kein Billigheimer. Die von Renault haben uns den Clio mit Einliter-Dreizylinder und 100 PS in der Ausstattung Intens in die Garage gestellt, Klima, Digitalcockpit und Touch-Monitor mit Smartphone-Anbindung sind ebenso Serie wie 16-Zoll-Alus. In Verbindung mit dem großen Navi (sehr schick: Hochkant-Bildschirm!) und dem City-Paket (Parkpiepser, Kamera) stehen faire 19.240 Euro auf der Uhr. Ganz schön wenig, denn der Peugeot 208 kostet über 3000 Euro mehr! In der Basis ist der 208 schon 1500 Euro teurer als der Clio; uns haben sie einen 1,2-Liter-"Allure" mit 100 PS hingestellt. Kostet 20.400 Euro, das digitale 3D-Kombi-Instrument, Klimaautomatik, Einparkhilfe sind drin. Und dann haben sie bei Peugeot die Nerven verloren, neben Navi (740 Euro) auch noch elektrische Ledersitze (1240 Euro) eingebaut. Macht unterm Strich 22.380 Euro – für einen Kleinwagen!

Beim Mazda2 wird sein Alter deutlich spürbar

Mazda2
Angejahrt: Beim Infotainment kann der Mazda2 nicht mehr mithalten, auch das Fahrwerk überzeugt nicht.
Mit 20.440 Euro liegt der Mazda2 genau in der Mitte. Er hat als Einziger keinen Dreizylinder-Turbo, sondern einen Vierzylinder-Sauger, 1,5 Liter, 90 PS. In der Sports-Line-Ausstattung sind 16-Zoll-Alus, Klimaautomatik, Sitzheizung drin, fürs Navi wollen die Japaner 750 Euro. Dass Sie besser darauf verzichten sollten, erklären wir später, jetzt erst mal ran an die Autos. Bleiben wir beim Mazda, denn den haben sie nach fünfjähriger Bauzeit gerade frisch gemacht. Die Vordersitze bleiben aber schmal und kurz, im Cockpit dominiert zu viel Hartplastik, und wenn der Hintermann zu lange Beine hat, kannst du das im Rücken spüren. Der Mazda wirkt insgesamt sehr dünnhäutig. Dass er in die Jahre gekommen ist, erkennen wir an der Abwesenheit eines Notrufassistenten, war damals noch nicht Pflicht. In die Jahre gekommen, Teil 2: Ja, das Multimedia hat einen Dreh-Drück-Steller in der Mittelkonsole wie BMW, aber das System ist langsam, mit sieben Zoll am kleinsten, und die Sprachsteuerung ist nicht mehr zeitgemäß. Lieber Handy koppeln und damit navigieren, Siri und Alexa verstehen uns besser.
Ob jeder versteht, was uns das Cockpit des 208 sagen will? Ja, ist lernbar. Und cool! Also megacool. Das i-Cockpit mit kleinem Lenkrad, unten und oben abgeflacht, kennen wir, die Anzeigen drüber auch. Aber jetzt sind sie 3D! Und du kannst die Optik ändern: Entweder holst du Tacho und Drehzahlmesser nach vorn oder Navi-Pfeile.

Im Peugeot 208 finden wir das coolste Cockpit

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Peugeot 208 (2019): Neuvorstellung - Connectivity-Check - Infos

So vernetzt ist der neue 208

Nur leider dauert das von Knopfdruck bis Ausführung handgestoppte sechs Sekunden, und leider musst du die Hand oben oder unten am Touchscreen in der Mitte ablegen, um mit dem Finger die kleinen Icons zu treffen. Ein Wort zur Qualität: Den Motorraum haben sie nicht komplett lackiert, sondern nur grob übergeduscht, unter der Kofferraumabdeckung sieht's genauso aus, leider fehlt der doppelte Ladeboden. Wer hinten einsteigt, sollte gelenkig sein, die Füße über den Schweller einfädeln. Gilt auch für den Clio, aber den müssen wir auch loben. Erstens: Er hat den größten Kofferraum. Zweitens: Er hat als Einziger einen doppelten Ladeboden. Drittens: Er hat feine Oberflächen-Materialien. Viertens: Ist der Hochkant-Monitor eingebaut, klappt's auch mit der Bedienung, die Icons sind ausreichend groß, alles gut verständlich.
Das Fazit: Der "Créateur d'automobiles" ist wieder gut in Form! Renault holt sich mit dem neuen Clio den Sieg in der Kleinwagen-Liga. Und das liegt nicht nur am Preis! Den Peugeot lieben wir wegen seines coolen Cockpits, des kleinen Lenkrads. Und der Mazda? Ist besser dank Facelift, aber nicht mehr ganz frisch. Weitere Details zum Test gibt es in der Bildergalerie.