Andreas Marx ist seit 1997 bei Opel. Der studierte Diplom-Kaufmann begann seine Karriere im Bereich Aftersales. Anschließend folgten verschiedene Führungspositionen im Vertrieb und im Marketing. Zuletzt verantwortete er das aktuelle und zukünftige Produktmanagement sowie das internationale Pricing der Marke mit dem Blitz.
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Seit 1. Februar 2020 ist Marx Deutschlandchef von Opel. Im AUTO BILD-Interview erklärt er die Gründe für die starke Position der Marke im Flottengeschäft!
AUTO BILD: Opel konnte 2021 trotz der Pandemie seine Zulassungszahlen für Pkw im gewerblichen Bereich deutlich steigern. Woran liegt's?
Andreas Marx: 2021 zählte Opel zu den Gewinnern auf dem deutschen Automobilmarkt mit einem Marktanteil von rund 6,2 Prozent, was einem Plus von 1,2 Prozentpunkten entspricht. Dafür gibt es mehrere Gründe, zum Beispiel den Corsa: Er ist der meistverkaufte Kleinwagen in Deutschland.
Rechnet man den erfolgreichen Januar 2022 hinzu, dann steigert Opel seinen Marktanteil seit 16 Monaten ohne Unterbrechung. Und für 2022 haben wir genügend Pfeile im Köcher: Vom neuen Grandland und Astra als Fünftürer sowie Sports Tourer versprechen wir uns viel!
Gerade präsentierte Opel den neuen Astra L. Warum wird er ein Erfolg?
Weil er, kurz gesagt, ein großartiges Auto ist. Er sieht besser aus, fährt besser, man sitzt in ihm besser, und man fühlt sich mit und in ihm besser. Mit dem Opel Vizor, dem volldigitalen Pure-Panel-Cockpit und Top-Technologien wie der jüngsten Version des adaptiven Intelli-Lux LED® Pixel-Lichts ist er auch technisch weit vorn.
Mit dem neuen Astra will Opel-Deutschlandchef Andreas Marx den Erfolgskurs der Marke fortsetzen.
Neben den Benzin- und Dieselantrieben gibt es unser Kompaktklassemodell erstmals auch elektrifiziert. Auch als Plug-in-Hybrid, der im Laufe des Jahres um eine zweite Leistungsstufe ergänzt wird, ist er bereits bestellbar. Ab 2023 komplettiert der batterieelektrische Astra-e das Angebot.
Opels Bestseller unter Gewerbekunden ist noch knapp vor dem Astra nach wie vor der Corsa. Worin begründet sich seine Beliebtheit?
Der Corsa bietet ein unschlagbares Gesamtpaket zu sehr wettbewerbsfähigen Konditionen. Je nach Kundenpräferenz können wir Benziner, Diesel und den batterieelektrischen Antrieb anbieten, der inzwischen einen starken Anteil von rund 25 Prozent ausmacht. Der Corsa sieht klasse aus, ist technisch und qualitativ top und gehört zu den wirtschaftlichsten Vertretern seiner Klasse – was will man mehr?
Welche Rolle spielen gewerbliche Kunden für die Marke Opel?
In großen Flotten hat Opel traditionell eine starke Position, die wir durch engagierte Kundenpflege mit attraktiven Services ständig ausbauen. Wir arbeiten eng mit allen Leasinggesellschaften zusammen, um das Optimum für den Kunden zu realisieren. Ein wichtiger Baustein sind die Opel FlexCare Service-Pakete. Damit sind Kunden vierfach abgesichert: Sie erhalten Garantieverlängerung, Mobilservice, Inspektionen und Verschleißteilaustausch zu attraktiven Konditionen.
Opel-Modelle gelten als sehr sozialkompatibel – modern und selbstbewusst in Technologie und Design, gleichzeitig nahbar und geerdet. Für viele Modelle bieten wir speziell für Flottenkunden, User-Chooser und Dienstwagenfahrer noch zusätzliche Business-Ausstattungslinien mit relevanten Sonderausstattungen an.
Haben Flottenkunden bei Opel spezielle Ansprechpartner?
Praktisch alle Handelspartner, die auch Flotten- und Gewerbekunden bedienen, haben dafür spezialisierte Mitarbeiter. Mit 130 sogenannten Opel Professional Centern sind wir auf unserem Heimatmarkt für den Verkauf an Flottenbetreiber und Gewerbekunden generell sehr gut aufgestellt.
Für große Flottenbetreiber mit über 50 Fahrzeugen haben wir eine klar gegliederte Betreuungsstruktur mit insgesamt elf Flottendistrikten. Dort betreut jeweils ein Key Account Manager die Flottenkunden. Diese fungieren als die zentrale Anlaufstelle für die Fuhrparkverantwortlichen mit kompetenter und individueller Beratung. Für Flottenkunden mit mehr als 500 Fahrzeugen sowie Behörden stehen sechs Corporate Account Manager bereit. (Neuer Opel Astra gegen Kadett E GSi: Vergleich ohne Verlierer)
Opel hat angekündigt, bis 2024 in jeder Baureihe ein Elektromodell anzubieten. Liegen Sie im Plan?
Absolut. Die Elektrooffensive von Opel geht auch in diesem Jahr ohne Unterbrechung weiter. Bis Mitte 2022 werden bereits elf Opel-Modelle elektrifiziert vorfahren – das komplette Opel-Transporter-Programm inklusive. Auf dem Weg zur lokal emissionsfreien Flotte werden ab sofort einige Modelle ausnahmslos batterieelektrisch angeboten. So können Kunden die Pkw-Varianten Opel Combo Life, Vivaro Combi und Zafira Life ab sofort ausschließlich mit Elektroantrieb bestellen.
Ab 2024 wird ausnahmslos jedes Opel-Modell auch elektrifiziert verfügbar sein – sprich: auch die Nachfolger von Crossland und Insignia. Unser Statement ist eindeutig: Ab 2028 werden wir in Europa ausschließlich batterieelektrisch angetriebene Opel-Modelle verkaufen.
Wie ist allgemein die Nachfrage nach elektrisch angetriebenen Fahrzeugen seitens Ihrer Gewerbekunden?
Deutlich ansteigend, als logische Folge unseres wachsenden Portfolios an elektrifizierten Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. Außerdem freuen wir uns über eine sehr gute Auftragsbank und schauen optimistisch auf die nächsten Monate, denn im Segment der PHEV kommen dieses Jahr mit dem neuen Grandland und dem neuen Astra – auch in der beliebten Sports-Tourer-Variante – zusätzliche attraktive Modelle für Gewerbekunden in unser Portfolio.
Bei den reinen Elektroautos sind wir bereits top aufgestellt. Sehr stark ist dabei die Performance des batterieelektrischen Corsa-e und Mokka-e, die im Januar 2022 innerhalb ihrer Modellreihen Verkaufsanteile von über 25 Prozent erzielten.
Im urbanen Bereich sind E-Dienstwagen längst kein Problem mehr. Wann wird das Thema auch für Langstreckenfahrer interessant?
Die Debatte wird sich immer mehr von der Reichweite zur Ladezeit verlagern. Unser Ziel ist, dass man einen Opel in einer Minute für mehr als 30 Kilometer Reichweite aufladen kann. Die entsprechende Technologie haben wir in der Stellantis-Gruppe, und damit werden wir führend sein.
On top zu den batterieelektrischen Fahrzeugen bieten wir mit unserem Opel Vivaro-e Hydrogen mit Wasserstoff-Brennstoffzelle die nächste Stufe nachhaltiger Mobilität an. Er ist die ideale Lösung, weite Strecken mit größeren Lasten bei null Emissionen zurückzulegen. Dabei ist der Wasserstofftank in nur drei Minuten wieder aufgefüllt. Das Interesse ist deutschlandweit vorhanden, da viele Gewerbetreibende ihre Erfahrungen mit dieser neuen Technologie machen möchten.

Von

Thomas Arndt