Mercedes-AMG CLE 646 Spezialanfertigung ist auf 30 Stück limitiert
V8-Biturbo! AMG bringt wieder ein echtes Petrolhead-Auto

Breitbau-Karosserie, ein Heckflügel, der dem Porsche 911 GT3 RS Konkurrenz macht und ein V8-Biturbo unter der Haube: Das ist der neue Mercedes-AMG CLE 646 Spezialanfertigung!
Bild: Mercedes-AMG
Mercedes-AMG CLE 646 Spezialanfertigung: Ein sperriger Name für einen ganz besonderen AMG. Das über 600 PS starke Coupé wird von Hand gebaut und ist das zweite Modell der Mythos Serie. Nur 30 Stück werden gebaut!
Findet Mercedes-AMG jetzt wieder in die Spur? Nach dem Vierzylinder-Debakel und dem elektrischen GT 4-Türer bringt AMG jetzt endlich wieder ein Auto für Petrolheads. Und was für eins!
Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
- CLE 646 Spezialanfertigung ist das zweite Modell der Mythos Serie
- Basis ist der Mercedes-AMG CLE 53 4Matic+
- Hinterradantrieb statt 4Matic+
- 170 Kilo eingespart
- V8-Biturbo leistet 646 PS und 850 Nm
- 0-100 km/h in 3,9 Sekunden/0-200 km/h in 11,4 Sekunden
- Topspeed 310 km/h
- entsteht in Handarbeit
- Kleinserie von 30 Stück
- ausverkauft
Das oberste Ziel des kleinen Teams von Enthusiasten lautete: maximale Fahrdynamik. Auf Basis eines Mercedes-AMG CLE 53 4Matic+ entstand ein Auto, das nicht mehr viel mit dem Spenderfahrzeug gemeinsam hat. Bei Mercedes-AMG sprechen sie von einem kompletten Neuaufbau, da sogar die Rohkarosserie im Vergleich zum CLE 53 modifiziert wurde. Das ist auch der Grund für den Zusatz Spezialanfertigung.

Die Lackierung mit Farbverlauf von "Mojavesilber magbo" zu "Obsidianschwarz magno" ist auffällig.
Bild: Mercedes-AMG
Die Front wird von einem riesigen Schlund dominiert, der den mittlerweile fast schon inflationär eingesetzten Panamericana-Kühlergrill geradezu niedlich aussehen lässt. Der Frontsplitter lässt sich in den zwei Stufen "Street" und "Race" einstellen, wobei letztere nur für die Rennstrecke gedacht ist – logisch.
Jede Menge Carbon senkt das Gewicht
Frontschürze, Kotflügelverbreiterungen, Motorhaube, Dach, Heckschürze mit integriertem Diffusor, Kofferraumdeckel und der XXL-Flügel sind aus Carbon gefertigt. Das sieht nicht nur gut aus, es spart auch Gewicht. Verglichen mit dem Basisauto konnten so 170 Kilogramm eingespart werden. Ein Leichtgewicht ist der CLE 646 Spezialanfertigung dennoch nicht, das Auto bringt 1895 Kilogramm auf die Waage.
Dass Mercedes-AMG keine Mühen und vor allem Kosten gescheut hat, wird daran deutlich, dass kaum ein Bauteil unangetastet blieb. Speziell vor dem Hintergrund, dass nur 30 Exemplare des CLE 646 entstehen werden, ist das ein enormer Kostenaufwand.
Schmiedefelgen und breitere Spur
So sind beispielsweise die hinteren Seitenscheiben und die Heckscheibe aus Polycarbonat gefertigt. Und auch die 20-Zoll-Schmiederäder sind exklusiv für das Sondermodell designt worden. Aufgrund der um 60 Millimeter verbreiterten Spur (vorne und hinten!) fallen die Dimensionen mit 305/30 ZR20 an der Vorder- und 335/30 ZR20 an der Hinterachse gewaltig aus.

Exklusiv für das Sondermodell gibt es 20-Zoll-Schmiedefelgen, die mit Michelin Cup-2-R-Semislicks bezogen sind. Die Carbonkeramikbremse kommt mit goldenen Sätteln.
Bild: Mercedes-AMG
Mit seiner brachialen Aero wirkt der CLE 646 wie ein wilder Mix aus einem neuen Black Series und dem Ford Mustang GTD. Dabei ist die Optik erst der Anfang, denn unter dem Carbon hat sich mindestens genauso viel getan.
Hinterradantrieb für das Sondermodell
In Affalterbach entschied man sich dazu, den viel gelobten variablen Allradantrieb 4Matic+ rauszuwerfen. Der CLE 646 Spezialanfertigung besitzt klassischen Hinterradantrieb und ein elektronisches Sperrdifferenzial. Sie erinnern sich: Fahrspaß war die oberste Prämisse in der Entwicklung.

Mit seinem XXL-Heckflügel macht der CLE 646 schon fast dem Porsche 911 (992) GT3 RS Konkurrenz. Außerdem besitzt das Sondermodell neue Rückleuchten mit Sternengrafik.
Bild: Mercedes-AMG
Das Stahl-Gewindefahrwerk wurde in Zusammenarbeit mit KW entwickelt und setzt auf Vierwege-Dämpfertechnologie mit unabhängig voneinander einstellbarer Zug- und Druckstufe. Serienmäßig wird das Sondermodell zudem mit einer Carbonkeramikbremsanlage mit 420-Millimeter-Scheiben vorne und 360-Millimeter-Scheiben hinten ausgeliefert.
V8-Biturbo statt Reihensechszylinder
Doch auch das ist noch nicht alles: Statt des wirklich gelungenen Dreiliter-Reihensechszylinders (M 256) sorgt im Hardcore-CLE ein V8-Biturbo für Vortrieb. Dabei handelt es sich um den bekannten Vierliter-V8-Biturbo M 177 evo, der in seiner neuesten Ausbaustufe (weiterhin als Mildhybrid mit integriertem Startgenerator) namensgebende 646 PS leistet – also fast 200 PS mehr als der CLE 53.

Schalensitze und Sechspunktgurte für Fahrer und Beifahrer, die Rücksitze sind rausgeflogen – der Großteil der Dämmung ebenfalls.
Bild: Mercedes-AMG
Die Kraftübertragung an die Hinterräder übernimmt das serienmäßige AMG-Speedshift-TCT-9G-Getriebe. Und damit der mit einer Flat-Plane-Kurbelwelle ausgerüstete V8 auch klangtechnisch abliefert, hat sich AMG Unterstützung von den Experten von Akrapovič geholt, die eine Titanabgasanlage mit übereinander angeordneten Endrohren entwickelt haben.

Viel Carbon und Dinamica im Innenraum des Sondermodells. Ob die 30 Exemplare durchnummeriert sind, verrät Mercedes-AMG nicht.
Bild: Mercedes-AMG
Durch das Plus von 200 PS fallen die Fahrleistungen des CLE 646 entsprechend beeindruckend aus: 0-100 km/h in 3,9 Sekunden, 0-200 km/h in 11,4 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h sind beachtlich.
Das Sondermodell ist ein reiner Zweisitzer, Fahrer und Beifahrer nehmen auf Schalensitzen mitsamt Sechspunktgurten Platz. Statt Rücksitze wurde ein Überrollkäfig verbaut, der ebenfalls ein wenig an den aktuellen 911 GT3 RS erinnert. Ansonsten wird das Interieur von Carbon dominiert. Besonderes Schmankerl für Puristen: Der CLE 646 verzichtet auf jegliche Art von Assistenzsystemen und wird sogar ohne Einparkhilfe ausgeliefert. Konsequent.
Der CLE 646 ist ausverkauft
Konsequent ist auch die Limitierung, denn von der Spezialanfertigung entstehen nur 30 Autos. Dagegen wirkt sogar das Erstlingswerk der Mythos Serie, der auf 250 Exemplare limitierte Mercedes-AMG PureSpeed, beinahe wie Großserie.
Ob der noch seltenere CLE preislich auf einem Niveau mit dem über 900.000 Euro teuren PureSpeed liegt, ist nicht bekannt. Bei Mercedes-AMG sagen sie nur, dass alle 30 CLE 646 Spezialanfertigung bereits vor der Weltpremiere ausverkauft waren. Selbst der gewöhnungsbedürftige Modellname konnte Käufer nicht abschrecken.
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