Mitsubishi ASX/Nissan Qashqai: Vergleich
Crossover für den Großstadt-Dschungel

Mitsubishi ASX und Nissan Qashqai sind Trendsetter: hoch, kompakt genug für die City, gerade so viel Allrad wie nötig. Wer der bessere Allrounder ist, klärt das Duell der 150 PS starken Diesel.
Bild: Christian Bittmann
Hohe Bordsteine. Steile Parkhausrampen. Schlaglöcher wie Meteoritenkrater. Manchmal ist der Großstadt-Dschungel ganz schön unwegsam. Gut, wenn man dann das richtige Auto hat. Okay, Spaß beiseite. Einen Geländewagen braucht in der City selbstverständlich keiner. Zu groß. Zu teuer. Und zu durstig. Aber reizvoll ist es schon, hoch einsteigen und in der Rushhour über den Vordermann hinwegblicken zu können. Gut, dass es Crossover-Autos gibt! Mit den modischen Grenzgängern zwischen Kompaktwagen und SUV sind wir für alles gerüstet. Fürs stressfreie Rangieren in der Tiefgarage. Für das Flanieren auf dem Boulevard. Und für die Landpartie zu Oma.
Überblick: Alle News und Tests zum Mitsubishi ASX

Bild: Christian Bittmann
Überblick: Alle News und Tests zum Nissan Qashqai

Bild: Christian Bittmann
Dafür kann der ASX beim Verbrauch glänzen. Auf der Testrunde fuhr er mit 6,1 Litern einen vollen Liter Vorsprung heraus. Weniger zeitgemäß: der lange Bremsweg. Wer bei 100 km/h in die Eisen steigt, steht im Mitsubishi erst nach über 40 Metern – mehr als eine halbe Wagenlänge später als im Nissan. Zur Gelassenheit, die ihre Motoren vermitteln, passt die Fahrwerkauslegung der beiden Trend-Typen. Der Qashqai gibt sich insgesamt straffer, liegt dadurch stabiler in der Kurve als der ASX, steckt Querfugen oder Gullydeckel aber dennoch überraschend stoßfrei weg. Der Mitsubishi stelzt mit der Vorderachse etwas stuckerig über kleine Hindernisse hinweg. Seine Karosserie wiegt sich zudem stärker in den Federn und ist auf Buckelpisten daher ständig in Bewegung. Bei gemäßigter Gangart findet man das noch komfortabel. Bei zügigerem Tempo kann das Nachschaukeln auf Bodenwellen empfindlichen Naturen aber auf den Magen schlagen.
Diesel, Allrad, hohes Ausstattungsniveau: Da ist die 30.000-Euro-Grenze schnell geknackt. Allerdings fehlt an Bord dann auch nichts mehr. Mitsubishi spendiert sogar ein Navi. Etwas größere Löcher als der ASX reißt der Qashqai in die Haushaltskasse – nicht nur, weil er in der Anschaffung etwas teurer ist. Der Mehrverbrauch knabbert am Tankbudget, angesichts von größerem Hubraum und höherem CO2-Ausstoß langt der Fiskus stärker hin.
Fazit
So trendy wie der ASX war lange kein Mitsubishi mehr, mal abgesehen vom Elektroauto i-MiEV. Bis auf den niedrigen Verbrauch – 6,1 Liter sind neue Bestmarke dieser Klasse – fehlen dem Japaner aber die Highlights. Für seine Größe ist er innen zu klein. Außerdem bremst er miserabel. Ein ordentliches Auto – nicht mehr. Nissan verfolgt beim Qashqai den Allround-Gedanken konsequenter: mehr Platz, schöner Motor, zudem kaum teurer.
Service-Links
