Auf den ersten Blick könnte dieser kantige Geländewagen glatt als Oldtimer durchgehen. Doch bei genauem Hinsehen wird klar, dass unter der vermeintlich alten Karosserie moderne Technik steckt. Dafür verantwortlich ist die japanische Marke Mitsuoka, die dieses SUV auf Basis des Toyota RAV4 designt hat!
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Sie denken, dass Sie nach dem Toyota RAV4 mit Bodykit im Lamborghini Urus-Style schon alles gesehen hätten? Dann sollten Sie mal einen Blick auf den Mitsuoka Buddy werfen. Ende 2020 haben die Japaner den Buddy präsentiert und scheinbar den Nerv der Kunden getroffen. Denn die 200 geplanten Exemplare waren innerhalb von nur vier Tagen ausverkauft. Ein gutes halbes Jahr später werden die ersten Kundenfahrzeuge des Buddy ausgeliefert.
Wer oder was steckt hinter der Marke Mistuoka? In den 1960er-Jahren begann alles mit einer Autowerkstatt. Bereits einige Jahre später expandierte Mitsuoka und fungierte gleichzeitig als Importeur und Händler. Der eigentliche Traum von Firmengründer Sususmu Mitsuoka war es jedoch, eigene Autos zu bauen – und das macht er seit den 90er-Jahren. In Deutschland weitestgehend unbekannt, dürften einige wenige Autofans beispielsweise schon mal etwas vom Sportwagen Mitsuoka Orochi gehört haben. Der Verkaufsschlager des japanischen Autoherstellers ist allerdings der Viewt – eine Kopie des Jaguar MKII auf Nissan Micra-Basis, die weltweit bereits mehr als 12.000 Mal verkauft wurde.

13 Zentimeter länger als ein RAV4

Die neueste Kreation ist also der Mitsuoka Buddy. Ein Offroader, dessen auffälliges Design offensichtlich an Chevrolet-Pick-ups aus den 80er-/90er-Jahren angelehnt ist. Die kantige Frontmaske mit zwei jeweils übereinander positionierten Scheinwerfern und der prunkvolle Chromkühlergrill erinnern an den Chevrolet Blazer oder Tahoe. LED-Tagfahrleuchten in der horizontalen Strebe sorgen für einen modernen Touch. Um den Retro-Look abzurunden, wurden auch Motorhaube und Kotflügel des Toyota-Spenderfahrzeugs getauscht. Das Heck wurde ebenfalls ummodelliert, erinnert mit den vertikalen LED-Rückleuchten aber eher an modernere Cadillac als an Chevys. Die aufgesetzte Chrom-Stoßstange wirkt etwas deplatziert, und speziell im Bereich der C-Säule kann der Buddy die RAV4-Basis dann doch nicht ganz verschleiern. Abgesehen davon ist die Verwandlung des Offroaders mit den Retrofelgen und den grobstolligen Reifen sehr gelungen. Mit einer Länge von 4,73 Metern überragt er den Toyota dabei um stolze 13 Zentimeter.
Mitsuoka Buddy
Im Innenraum ist die RAV4-Basis, trotz neu belederter Sitze, klar zu erkennen.


Im Vergleich zum Exterieur fallen die Veränderungen im Innenraum weniger umfangreich aus. Das Cockpit-Layout bleibt unangetastet, und spätestens beim Blick auf die modernen Instrumente und den Touchscreen in der Mittelkonsole sollte jedem klar sein, dass er es hier nicht mit einem Auto aus den 80er-/90er-Jahren zu tun hat. Um immerhin eine gewisse Abgrenzung zum RAV4 zu schaffen, wurden die Sitze mit einer schwarzen Lederausstattung mit speziellem Muster neu bezogen und die Toyota-Embleme durch Mitsuoka-Schriftzüge ersetzt.

Preise des Buddy starten bei etwa 40.000 Euro

Technisch bleibt der Buddy ein RAV4 und übernimmt dessen Antriebe. Kunden können zwischen dem hierzulande nicht mehr angebotenen 171 PS starken Benziner (wahlweise mit Front- oder Allradantrieb) und dem 178 PS starken Hybrid wählen. Inzwischen hat Mitsuoka auch die Preise für den Buddy bekannt gegeben. Die starten bei umgerechnet rund 40.000 Euro für den Benziner, während die Hybrid-Version ab etwa 48.000 Euro zu haben ist. Doch selbst wenn Neukunden aktuell bereit wären, diesen Preis zu zahlen, ist Geduld gefragt. Die erste Charge des Buddy ist bereits ausverkauft, allerdings soll 2023 eine zweite Serie starten – und für diese werden bereits Reservierungen entgegengenommen.