Der Ridepooling-Anbieter Moia will spätestens 2025 autonome Roboter-Sammeltaxis in Hamburg anbieten. Auf Basis des elektrischen VW ID.Buzz will die VW-Tochter das autonome Fahren in urbanen Gebieten etablieren und Hamburg zusammen mit der Stadtverwaltung zu einem Leuchtturm für diesen Bereich der Mobilität machen. Moia und VW Nutzfahrzeuge haben sich deshalb mit Argo AI aus den USA zusammengeschlossen, die bereits viel Erfahrung im Bereich des automatisierten Fahrens gesammelt haben. Das Know-how soll nun auch in Europa Anwendung finden. Erste Tests mit dem autonomen Moia-ID.Buzz laufen bereits auf einer Teststrecke bei München, Ende 2021 wird ein Teil von Hamburg für den Fahrdienst vermessen und kartografiert.
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Bevor Moia seine Fahrgäste autonom durch Hamburg befördern kann, müssen der Technik erst einmal die Gegebenheiten vor Ort nahegebracht werden. Hierzu werden Vermessungsfahrzeuge von Argo AI im vorläufigen Testgebiet östlich der Hamburger Alster unterwegs sein. Mit zwei sogenannten "Sicherheitsfahrern" zeichnet das Unternehmen das Versuchsgebiet in den Stadtteilen Winterhude, Uhlenhorst und Hohenfelde für die spätere autonome Fahrzeugflotte auf und verarbeitet die Daten für das technische System. Besonders spannend an der Auswahl der Testregion: Das Gebiet ist stark bevölkert, bietet komplizierte Straßenführungen, und es herrscht eine Menge Verkehr. Perfekte Bedingungen, meint man bei Moia – schließlich soll der Testbetrieb unter realen Gesichtspunkten ablaufen.
Das neue Moia-Modell gibt zeitgleich auch einen Ausblick auf den kommenden elektrischen Bulli.
Im zweiten Schritt sollen autonome Fahrten ohne Fahrgäste unternommen werden, allerdings wird dann noch eine Person auf dem Fahrersitz das Robo-Taxi überwachen. Später dürfen dann auch ausgewählte Testkunden das Angebot ausprobieren. Bis 2025 soll sich der elektrische Moia-Bulli Schritt für Schritt von seinem Fahrer abnabeln, um später selbstständig durch Hamburg zu kurven.

Fahrer bekommt neue Aufgaben bei Moia

Die Person, die hinter dem Steuer saß, soll neue Aufgaben bekommen und für eine sichere Fahrt sorgen. Denn zu Beginn wird das autonome Taxi noch nicht kontrollieren können, wer ein- und aussteigt, oder ob das Gepäck ordentlich verstaut ist. Ganz ohne menschliche Hilfe wird es zunächst also doch nicht gehen. Für einen weiteren Entwicklungsschritt ist allerdings geplant, auch diese Aufgaben der Maschine anzuvertrauen.
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Damit aus einem ID.Buzz ein autonomes Moia-Fahrzeug wird, muss das Auto mit einer Vielzahl an Sensoren und Kameras versehen werden. Der bisherige Prototyp zeigt eindrucksvoll, wo die Technik verbaut ist, denn überall ragt das ein oder andere Bauteil aus dem Elektrobus. Neben Radar und Bewegtbild setzen die Ingenieure bei Argo AI, anders als Tesla beispielsweise, verstärkt auf Lidar-Sensoren. Sie erfassen präzise die Umgebung präzise erfassen und haben beim neuartigen Moia eine Reichweite von bis zu 400 Metern. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Sensoren soll dem Fahrzeug eine gute Rundumsicht geben und schon frühzeitig vor potenziellen Gefahren warnen.

Autonomes Fahren kommt in die Städte

Noch ist der ID.Buzz AD ein Prototyp. An der Position der Sensoren soll sich aber nicht viel ändern.

Moia, VW Nutzfahrzeuge und Argo AI sind mit ihren Ambitionen aber nicht allein. Auch der Mietwagen-Anbieter Sixt hat sich mit einem Profi für die Entwicklung des autonomen Fahrens zusammengeschlossen. In Kooperation mit der israelischen Intel-Tochter Mobileye sollen künftig auch in München Roboter-Taxis auf den Straßen unterwegs sein – und das schon 2022. Auch hier ist noch immer ein Fahrer anwesend. Als Taxi dienen Elektro-SUVs des chinesischen Hersteller Nio.

Fazit

Ob Moia oder Sixt, es kommt Schwung in das Thema autonomes Fahren. Welcher Anbieter am Ende die Nase vorne hat, wird sich zeigen. Wichtig wird aber für beide sein, die erlangten Kenntnisse aus dem Testbetrieb skalieren zu können und ein ernsthaftes Geschäftsmodell zu entwickeln.