Marktstart und Preis

Nissan setzt auf die Kombination SUV und Elektro: Mit dem neuen Ariya bringen die Japaner ein vollelektrisches SUV-Coupé auf den Markt, das dem VW ID.4 Konkurrenz machen soll. Optisch und technisch soll der Ariya eine neue Ära bei Nissan einläuten. Mit einer Reichweite von bis zu 500 Kilometern rollt das Elektro-SUV Ende 2021 nach Deutschland. Man kann das Auto bereits hier online vorbestellen. Preise nennt Nissan noch nicht, aber AUTO BILD hat erfahren, dass die Basis unter 45.000 Euro starten soll.
Hinweis
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Erster Nissan mit neuem Markengesicht

Die schmalen Scheinwerfer und der große, sich nach unten verjüngende Kühlergrill bilden zusammen mit den filigranen Tagfahrlichtern das neue Markengesicht von Nissan. Als Gimmick spendieren die Designer dem Ariya ein leuchtendes Nissan-Logo. Das SUV mit der coupéartigen Silhouette steht auf 19 Zoll großen Felgen (optional kündigt Nissan bereits 20-Zöller an). Ganz und gar im Trend liegt das Heck des Ariya mit dem durchgehenden Leuchtenband.
Nissan Ariya
Voll im Trend: Durchgehendes Leuchtenband und Nissan-Schriftzug statt Logo.
Bei den Abmessungen siedelt sich das Elektro-SUV zwischen den SUVs Qashqai und X-Trail an. Die Maße im Überblick:
Länge: 4595 mm
Breite: 1850 mm
Höhe: 1660 mm
Radstand: 2775 mm
Kofferraum: 468 l (2WD) / 415 l (AWD)
Anhängelast: bis zu 1,5 t

Aufgeräumter Innenraum mit versteckten Knöpfen

AUTO BILD hat bereits die Sitzprobe im Nissan Ariya gemacht. Gerade im Vergleich zu bisherigen Nissan-Modellen, ist das Cockpit sehr reduziert. Knöpfe gibt es kaum, stattdessen sind die Bedienfelder ins Armaturenbrett und die Mittelkonsole eingelassen. Wenn die Bord-Elektronik gestartet wird, werden sie beleuchtet. Bei Berührung gibt es ein haptisches Feedback per Vibration. Ein Zugeständnis an die Variabilität ist die elektrisch verschiebbare Mittelkonsole. Insgesamt wirkt der Ariya innen sehr edel, und auch das Raumgefühl ist sehr gut.
Nissan Ariya
Mit dem Ariya beweist Nissan Mut. Das kann im ersten Test überzeugen.
Trotz der Coupéform hat auch unser 1,90 Meter großer Fotograf auf der Rückbank ausreichend Platz über dem Scheitel und für seine Beine. Dank der leicht geneigten Lehne ist die Sitzposition hier überaus entspannt.
Zur Darstellung von Infotainment-Inhalten und Instrumenten sind im Ariya zwei 12,3-Zoll-Displays verbaut. Inhalte sollen sich zwischen den beiden Monitoren hin- und herschieben lassen, das konnten wir leider nicht überprüfen, da wir es noch mit einem Prototyp zu tun hatten. Dasselbe gilt für die Sprachsteuerung per "Hallo Nissan". Updates finden dank der Datenverbindung erstmals bei Nissan "over the air" statt, also losgelöst von Service-Intervallen oder Besuchen im Autohaus. Außerdem ermöglicht sie die Vernetzung zwischen Auto und App, sodass Fahrzeugdaten jederzeit aufs Smartphone übertragen und abgerufen werden können.

Nissan Ariya
Das Cockpit ist sehr reduziert. Statt Tasten gibt es ins Holz eingearbeitete Touchflächen.

340 bis 500 Kilometer Reichweite – je nach Antriebsoption

Bei den Antrieben bietet Nissan für den Ariya eine Auswahl aus fünf verschiedenen Versionen. Die Modellbezeichnungen sind erfreulich transparent, da sie sich direkt auf die Akku-Kapazität beziehen:
● Ariya 63 kWh – Zweiradantrieb (160 kW/300 Nm/WLTP geschätzt: bis zu 360 km)
● Ariya 87 kWh – Zweiradantrieb (178 kW/300 Nm/WLTP geschätzt: bis zu 500 km)
● Ariya 63 kWh e-4orce – Allradantrieb (205 kW/560 Nm/WLTP geschätzt: bis zu 340 km)
● Ariya 87 kWh e-4orce – Allradantrieb (225 kW/600 Nm/WLTP geschätzt: bis zu 460 km)
● Ariya 87 kWh e-4orce Performance – Allradantrieb (290 kW/600 Nm/WLTP geschätzt: bis zu 400 km)
Beim Fahren soll der Ariya vom "e-Pedal" profitieren, das bereits aus dem Leaf bekannt ist. Die meisten Fahrsituationen sollen dank der starken Rekuperation ausschließlich mit dem Beschleunigungspedal gefahren werden können. Zudem sind teilautomatisiertes Fahren mit dem "ProPilot" sowie automatisiertes Einparken möglich.
Nissan Ariya
Je nach Licht und Blickwinkel soll der neue Ton "Aurora Green" Grün oder Violett wirken.

In zehn umweltfreundlicheren Lackfarben

Das Elektro-SUV gibt es in zehn Farben, von denen sechs auch mit Schwarz abgesetztem Dach bestellt werden können. Die zwei auffälligsten Farbtöne sind "Akatsuki Copper", ein helles Kupfer, und "Aurora Green". Wie der Name es schon andeutet, ist dieser je nach Licht zwischen Grün und Violett changierende Ton von den Nordlichtern inspiriert. Weil Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema beim Ariya ist, hat Nissan neuen Lack auf Wasserbasis entwickelt. Der kann bei niedrigeren Temperaturen aufgetragen werden, als Farben mit anderen Lösungsmitteln. Laut Nissan spart man dadurch 25 Prozent CO2 ein.
Hinweis
Gebrauchte Nissan im AUTO BILD Gebrauchtwagenmarkt
Die Reise zur Vorstellung des Nissan Ariya wurde unterstützt von Nissan. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unter www.axelspringer.de/unabhaengigkeit.

Fazit

Mit dem Ariya traut sich Nissan was. Und das finde ich gut. Das reduzierte Cockpit entspannt die Augen, und gerade die ins Holz eingearbeiteten Touchflächen lassen das Ganze sehr edel wirken. Das Raumgefühl ist so gut, dass man sich sicher auch auf längeren Strecken und mit mehreren Personen im Ariya wohlfühlt.