Der Nissan Leaf gilt als Vorreiter der Elektromobilität. Kleiner Schönheitsfehler: Der Erfolg hält sich hierzulande bei rund 500 verkauften Einheiten 2012 in Grenzen. Nun soll das erste vollelektrische Großserienmodell einen neuen Energieschub bekommen: mit der zweiten Generation, die ihrem Vorgänger bis auf eine leicht modifizierte Nase äußerlich stark ähnelt. Mitte 2013 stromert die neue Kompaktlimousine los – erstmals nicht in Asien, sondern im englischen Sunderland produziert.
Nissan Leaf
Acht Stunden dauert es an einer herkömmlichen 230-Volt-Steckdose, bis der Akku des neuen Nissan Leaf vollständig aufgeladen ist.
Bild: Werk
Die wichtigste Änderung des neuen Leaf (zu deutsch "Blatt") ist nicht technischer Natur: Der Einstiegspreis sinkt um 4300 Euro auf nunmehr 29.690 Euro in der Basisversion Visia (außerdem erhältlich sind künftig die Varianten Acenta/32.690 Euro und Tekna/35.090 Euro). Auch eine Finanzierung mit 23.790 Euro und einem Batterieleasing ist möglich. Der Lithium-Ionen-Akku kostet dann über 36 Monate ab 79 Euro pro Monat bei 12.500 km pro Jahr.
Die Reichweite für den 80 kW/108 PS starken Elektromotor gibt Nissan jetzt mit 199 statt bisher 175 Kilometern an. Die Wahrheit dürfte bei herkömmlicher Fahrweise weiterhin deutlich drunter liegen. Eine volle Ladung dauert mindestens acht Stunden, mit Quickcharger ist der Akku in 30 Minuten 80 Prozent voll. Ansonsten beziehen sich die mehr als 100 Änderungen, die Nissan für seinen viertürigen Fünfsitzer ankündigt, eher auf Kleinigkeiten: etwas mehr Stauraum, größere Auswahl bei Farben und Felgen, Lederpolster und Around View Monitor als Zusatzausstattung oder auch eine LED-Leuchte am Ladeport, die das Nachladen im Dunkeln erleichtern soll.

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