Den Nissan Patrol gab es bis 2009 auch in Deutschland. Allerdings fand er hierzulande nur wenige Käufer. Im Nahen Osten dagegen prägt der japanische Geländewagen das Straßenbild, und auch in den USA gibt es den Nissan Patrol – allerdings unter dem Namen Armada. Jetzt bekommt die mittlerweile achte Generation ein Facelift.

Viel Luxus und Leistung im Riesen-SUV

Facelift für das Nahost-Flaggschiff
Der Innenraum mit diamantgestepptem Leder und dunklen Holzintarsien wirkt luxuriös.
Die Front kommt nun deutlich kantiger daher. Den V-förmigen Kühlergrill kennt man auch von anderen Nissan-Modellen. Am Heck gibt es neue Rücklichter. Umfassender ist die Modellpflege im Innenraum: Statt einem gibt es jetzt zwei Touchscreens in der Mittelkonsole, die Anzahl der Knöpfe wurde reduziert. Das Cockpit schmückt ein neues Digitaldisplay. Die neuen Ledersitze mit Diamant-Steppung und das Lenkrad mit handgenähtem Leder wirken edel. Wie gehabt stehen zwei Benziner in der Preisliste: ein Vierliter-V6 mit 278 PS sowie ein 5,6-Liter-V8 mit 406 PS. Der Patrol kommt serienmäßig mit Allradantrieb, der V8 zudem mit einem hydraulischen Fahrwerk, das Wankbewegungen und Vibrationen minimieren soll. Zu den Preisen gibt Nissan noch keine Infos. Bislang startet der Patrol im Nahen Osten bei umgerechnet ca. 50.000 Euro.

Für Europa ist der Patrol nicht mehr vorgesehen

Facelift für das Nahost-Flaggschiff
Hinten gibt es für den 2020er Patrol neue Leuchten und Retuschen an der Heckschürze.
Seit 2009 bietet Nissan den Patrol in Europa nicht mehr an, obwohl die toughen, fähigen Nissan Patrol der vorhergehenden Generationen durchaus ihre Fangemeinde haben. Der Neue ist zwar um einiges luxuriöser und größer als seine Vorfahren – Gelände soll er aber noch genauso gut können wie zuvor. So würde auch der neue Patrol bestimmt seine Käufer finden. Neben dem US-Patrol Nissan Armada wird in Übersee auch der baugleiche QX80 der Nissan-Nobeltochter Infiniti verkauft. Die über 5,3 Meter langen Siebensitzer treten in den Staaten gegen Ford Explorer, Mercedes GLS und BMW X7 an – und die gibt es in Deutschland schließlich auch.