Was ist noch besser als ein Motor? Ganz einfach: zwei davon! Opel baut in den neuen Astra einen Benziner und eine E-Maschine ein. Soweit nichts Neues, doch jetzt gibt's das Auto mit dem Blitz nicht mehr mit "nur" noch 180 PS Systemleistung, jetzt sorgen bis zu 225 PS für Vortrieb. Die Spaßmaschine hört auf den Namen Astra GSe, was für Grand Sport Electric steht.
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Doch bevor es zur ersten Fahrt geht, erst mal staunen. Die Felgen sind bereits vom aufgemotzten und auf Elektro umgebauten Manta GSe ElektroMOD bekannt. Opel selbst nennt die Räder "Monza", beim Astra GSe sind es 18-Zöller mit 225er-Gummis.

Umfangreiche Serienausstattung im Astra GSe

Und da wir schon bei Monza sind, noch etwas aus der Abteilung. Bereits 1968 gab es einen Commodore GSE, 15 Jahre später trugen potente Monza diese drei Buchstaben – nur mit der Bedeutung "Grand Sport Einspritzung". Ab jetzt steht's für alles, was irgendwie elektrisch fährt und immer die höchste Ausstattung hat.
Opel Astra GSe
Der Astra GSe liegt immer einen Zentimeter tiefer und hat einen geänderten Heckdiffusor.

Bedeutet beim Astra: Pilotensitze mit Alcantara und ganz viel Seiten- und Schulterhalt und dem AGR-Siegel (Aktion Gesunder Rücken). Außerdem Lenkrad- und Sitzheizung, Zweizonen-Klimaautomatik, Parkpilot vorn und hinten, 360-Grad-Kamera und alles, was das Opel-Regal an Assistenten anbietet.
Und natürlich Navi serienmäßig mit TomTom-Basis und Live-Diensten und Sprachsteuerung, die erst gar nicht auf uns hören wollte und uns dann sogar warm machte.
Opel Astra GSe
352 bis 1268 Liter Kofferraumvolumen sind jetzt nicht die Welt, die ebene Ladefläche überzeugt aber.

Und so viel können wir verraten: Wir sind mit dem Astra GSe bereits nach den ersten Metern warm geworden. Liegt daran, dass er Kurven genauso mag wie wir und er dabei satt auf der Straße haftet.
Und anders als andere in dieser Liga hat der Astra kein Adaptiv-Fahrwerk, fürs präzise Handling und den nötigen Fahrkomfort werden Dämpfer mit FSD-Technologie verbaut. Das steht für Frequency Selective Damping und ist eine Koni-Erfindung.

Dämpfer können Sport und Komfort

Der GSe liegt immer einen Zentimeter tiefer, bei der Funktion des Fahrwerks hat sich Opel Tuning-Knowhow eingekauft: grob gesagt richten sich die Dämpfer nach der Bewegungsfrequenz des Fahrzeugs, beim sportlichen Fahren arbeitet die Federung in einem niedrigen Frequenzbereich, wird härter und straffer.
Opel Astra GSe
Platz ist auch hinten genug vorhanden, aber das Ein- und Aussteigen wegen enger Luken eher schwierig.

Bei komfortabler Fahrweise ist es genau umgekehrt. Wie sich das in der Realität anfühlt? Es wirkt! Der Astra GSe lässt sich dynamisch ums Eck jagen, bietet dabei ein direktes und präzises Lenkgefühl, lässt sich sehr spurstabil bewegen. Wenn man vom Gas geht, wird der Opel zur Flauschi-Fuhre, erteilt kurzen und langen Bodenwellen Hausverbot.
Opel Astra GSe
Das Cockpit dominieren gut ablesbare Bildschirme mit Kurzwahltasten und Lautstärke-Drehregler.

Wie bei allen Plug-ins gilt auch hier: Je voller der Akku, desto größer der Spaß: Dann arbeiten der 1.6er mit 180 PS und die E-Maschine mit 110 PS zusammen, was 225 PS Systemleistung und im besten Fall 360 Nm Drehmoment ergibt. Ist der Akku leer, quittiert der 1.6er stürmische Gasbefehle mit angestrengtem Dröhnen, das mit den 1,2 Litern Verbrauch auf 100 km laut WLTP haut dann auch nicht mehr hin.

Gut 45.000 Euro Basispreis, aber kurze Aufpreisliste

Und der Preis? 45.510 Euro, viel teurer kann es dann aber nicht werden, da bis auf Head-up-Display (800 Euro) und Matrix-Licht (1300 Euro) alles Serie ist. Die Käufer? Dienstwagen-Fahrer, die halbe Steuer zahlen, laut WLTP 64 km elektrisch zur Arbeit hin- und zurückfahren, zwei Stunden laden und dann beim Kurvenräubern Spaß haben.